Gesammelte Kurzbiographien sind - vorausgesetzt sie sind gut geschrieben - an sich schon ein wirkliches Lesevergnügen.
Auf wenigen Seiten bekommt man viele Informationen, lernt im Zeitraffer spannende Menschen kennen und erhält viele Anregungen, sich intensiver mit den porträtierten Persönlichkeiten zu befassen.
In Sammelbiographien über berühmte Frauen macht es vor allem die Mischung, jedoch trifft man bestimmte Künstlerinnen nahezu in jeder zweiten Auswahl.
Anders verhält es sich mit dem Band "Abenteuerliche Amerikanerinnen", den ich mit Nachdruck empfehlen möchte.
Der Leser stellt schnell fest, dass im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" die Vielfalt weiblicher Selbstverwirklichung trotz zum Teil widriger Umstände groß ist. Und auch, dass es viele der porträtierten (Lebens)-Künstlerinnen hierzulande noch zu entdecken gilt.
Die italienische Autorin Christina De Stefano berichtet mit Verve von den Lebenslinien so unterschiedlicher Frauen wie Dorothy Parker und Tasha Tudor, Berenice Abbott und Dorothy Dandridge, Anne Sexton und Mae West.
Versehen mit wunderbaren Fotografien sind hier Momentaufnahmen von 20 Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts entstanden, die alle von Aufbruch, Ideenreichtum, Pioniergeist und Abenteuerlust getrieben wurden.
Ein Buch, in das man sich immer wieder vertiefen kann und das den Leser immer wieder überrascht.
Hervorragend!