Man kennt ihn als Lehrer, der stets um Fassung und die richtige Formulierung ríngt. Die Versuche, das Chaos in seinem Kopf zu ordnen, oder doch wenigsten einen Satz einmal sinnvoll zum Ende zu bringen, machen die Tragödie der Bildung und die Groteske der Wissensgesellschaft aus. Piet Klocke, einst ein veritabler Musiker (Bonus-CD) und Filmkomponist, hat den Zug der Zeit erkannt und auf Comedy umgesattelt. Seitdem sind ihm volle Säle sicher. Sein „Abenteuer im Dioptrinanzug" führt den Hörer nun in die heillos verwirrten Gedanken des letzten Universalgelehrten Prof. Schmitt-Hindemith. Mühelos wird der Bogen vom Balzverhalten grönländischer Kicherwale bis zur Geotektonik der Insel Husum und von dort zum Alterungsprozess des Fußballspielers in der Halbzeit gespannt. Mühe hat Klocke allenfalls, den Gedankensprüngen des zerstreuten Professors zu folgen. Mit zunehmender Verzweiflung folgt der atemlose Dozent dem chaotischen Redemanuskript mit profunden philosophischen Aufrissen wie „Raum und Zeit existieren seit geraumer Zeit" oder„Ist Gegenwart noch denkbar - und wenn ja, wie lange noch?" Fazit dieses intelektuellen Panoptikums: „Wenn man den ganzen Irrsinn des Lebens einmal für sich modifiziert hat, geht's".