Pressestimmen
Da schläft eine „faule“ Dichterin einmal in einem Sessel ein und es passiert: „Die Grenzen der Grammatik werden passiv überschritten.“ Die Fallen und Abgründe der deutschen Sprache sind für Menschen, die sie als Zweit- oder Fremdsprache lernen, tatsächlich allgegenwärtig: Yoko Tawada, die deutsch schreibende japanischstämmige Autorin, hat jetzt einen sehr vergnüglichen Gedichtband daraus gemacht, der das Regelwerk der deutschen Grammatik hintersinnig durchleuchtet. Ein leicht tänzelndes Bändchen zwischen zwei Sprachen, zwei Kulturen, deren sprachliche Geheimnisse hier sprachspielerisch geöffnet werden. --Echo Tirol, 02/2011
Mit scharfem Blick analysiert und seziert Yoko Tawada deutsche Wortungetüme, spürt Auffälligem und nur scheinbar Logischem in der deutschen Grammatik nach und klopft Wörter auf ihre Doppelbedeutungen und versteckten politischen Botschaften ab. --Die Presse, 10.06.2011
Die Texte sind jeweils eine kleine kritische Hommage an die deutsche Grammatik. Ihr Überraschungseffekt geht auf eine andere, von außen kommende Sichtweise zurück, der oft Vergleiche, Irritationen und Verfremdungen zu Grunde liegen, wie beispielweise im Gedicht „Die zweite Person Ich“. ... Der Gedichtzyklus gleicht in seiner Wirkung einer Röntgenaufnahme: Die für den deutschen Muttersprachler so gewöhnlichen und selbstverständlichen grammatikalischen Mechanismen entledigen sich ihrer Selbstverständlichkeit und avancieren zu bekannten Fremden, die man nicht immer wiedererkennt. ... Die dichterische Sprache Tawadas, bezaubernd und unverwechselbar, verhilft ihr und uns zu frischen, unverbrauchten Bildern, die in ihren Bann ziehen. Sie weiß: „dichten bedeutet: die früchte buchstabieren“. --Literaturkritik.de, April 2011
Kurzbeschreibung
Diese Texte bringen die deutsche Grammatik zum Tanzen. Yoko Tawada mit raffinierten, sprachspielerischen und vergnügten Gedichten und Prosa.