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Um besonders anschaulich zu machen, welche Kraft in den Elementen steckt und welche Auswirkungen sie auf den Menschen haben, lässt er sich auf ein paar Experimente ein. Z. B. Später geht er nur mit einer Unterhose bekleidet in eine Kältekammer und versucht so lange wie möglich bei -18 Grad auszuharren, natürlich unter ärztlicher Aufsicht.
Diese Experimente sind ganz nett anzuschauen und veranschaulichen tatsächlich ganz gut das, was MacIntyre uns zeigen will. Aber es ist auch gleichzeitig etwas zu platt und plakativ. Wenn man so etwas sieht weiß man, was mit Dokutainment gemeint ist.
Die Verbindung von Unterhaltung und Dokumentation ist natürlich nicht grundsätzlich abzulehnen, aber wenn ich mir eine Doku wie diese anschaue, erwarte ich, dass ich etwas mehr lerne. Stattdessen bekommt der Zuschauer so oft es geht gezeigt, welche Zerstörungskraft im Wetter liegt und wie hilflos der Mensch auch heute noch den "rohen Naturgewalten" gegenüber steht. Bilder der Zerstörung, wie man sie leider regelmäßig in den Nachrichten zu sehen bekommt, gibt's en masse in jeder Folge.
Zur Ergänzung gibt's dazu natürlich jedes Mal die unvermeidlichen Betroffenen, die ausführlich beschreiben, wie die Katastrophe abgelaufen ist und ihr Leben für immer verändert hat. Sicher, das Schicksal hat diese armen Leuten arg gebeutelt, aber ich brauche in einer solchen Dokumentation nicht andauernd die bestätigende Aussage eines Opfers. Meines Erachtens sprechen hier die Bilder für sich. Aber vermutlich spricht die Leute nichts so sehr an wie ein wenig "human touch" (oder zumindest glauben das die TV-Produzenten).
Schade, ich hatte mir von der BBC und "Abenteuer Wetter" viel mehr versprochen. Viel zu wenige für mich interessante Informationen, dafür viel zu viel plakative Bilder und Unmengen dummer Texte im Stil von "Das Grauen dauerte 24 Stunden" oder "Es war ein apokalyptischer Anblick". Und was soll man davon halten, wenn es heißt: "Manchmal erreicht ein nächtlicher Sturm fast die Gewalt einer Atombombe und macht den Urwald zu Kleinholz"? Das mag z.T. an der deutschen Synchro liegen, aber ich fürchte, die hat sich nah am Original orientiert.
ußerdem ging mir der Präsentator Donal MacIntyre ziemlich schnell ziemlich auf den Keks. Immer dieses "Da geht das Wetter los" und "Dort ist der Anfang allen Wetters". Dazu stürzt er sich andauernd in neue Abenteuer, die uns aufregende neue Aspekte des Wetters zeigen sollen. Oder vielleicht auch nur, wie toll doch der Moderator ist.
Fazit am Ende dieser Doku: "Wir können das Wetter nicht ändern - Wir können es nur nehmen wie es ist und mit ihm leben." Tja, ich kann solche Dokus nicht ändern, aber ganz sicher ohne sie leben.
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