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Die Abenteuer des Werner Holt. Roman einer Jugend.
 
 
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Die Abenteuer des Werner Holt. Roman einer Jugend. [Unbekannter Einband]

Dieter: Noll
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband: 544 Seiten
  • Verlag: Berlin. Aufbau-Verlag. 1961.; Auflage: 5.Auflage. (1961)
  • ASIN: B002WDDF46
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.028.587 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dieter Noll
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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Klassiker 14. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Es ist zu einer guten Tradition geworden, dass mein Freund aus dem Westen und ich (aus dem Osten) uns gegenseitig zum Geburtstag Bücher aus der eigenen Sammlung schenken. Wohlgemerkt, keine Kaufexemplare! Und wenn man dem Freund wirklich Respekt erweisen will, muss es natürlich entsprechende Qualität sein. Zu seinem letzten Geburtstag schenkte ich ihm die "Die Abenteuer des Werner Holt". Ich habe es doppelt, denn meine Frau hat es seinerzeit auch erworben. Kein Wunder, war es ja Pflichtlektüre in der DDR. Wenn ich es nur einmal gehabt hätte? Bitte, nicht solche gemeinen Fragen.
Allerdings war ich doch skeptisch, mein Freund mag nach eigenem Befinden keine "Kriegsliteratur". Doch schon nach wenigen Tagen meldete er sich ziemlich euphorisch, das Buch sei ein "Hammer" und er habe es augenblicklich verschlungen...

Bevor der Roman in der Schule dran war, hatte ich ihn bereits durch. Damals war ich knapp 14. Es war/ist eines meiner Lieblingsbücher und entsprechend oft gelesen. Und es war eines der wenigen, vielleicht sogar das einzige Pflichtbuch, welches von der Mehrheit der Schüler ohne das obligatorische Murren und Meckern angenommen wurde.

Dieter Noll führt uns in die Provinz, eine betuliche Kleinstadt in Deutschland, an der bisher der bereits verlorene 2. Weltkrieg fast spurlos vorbei gegangen ist. Die Jungen scharren ungeduldig wie übermütige Pfohlen: sie wollen endlich in den Krieg. Sie wollen Helden sein, Kämpfen und Siegen. Und so beginnen die "Abenteuer des Werner Holt". Führen ihn von der Schulbank zur Flak-Ausbildung, zum ersten aber längst nicht letzten Toten, zu Drill und Schikane, zum stumpfsinnigen Kasernenalltag und schließlich an die Front.

Mittelpunkt der Handlung ist die Freundschaft zwischen Holt und Wolzow. Ist Holt eher der nachdenkliche Typ, der schon früh über den Tellerrand schaut, stellt Wolzow den aus einer Offiziersfamilie stammenden Söldner dar. Mit dem Nationalsozialismus haben beide nicht viel am Hut. Der durchaus liberale Holt nicht, noch der Haudrauf Wolzow. Der will nur kämpfen, egal für wen. Etwas weiter ostwärts könnte man ihn sich genausogut als draufgängerischen Rotarmisten vorstellen. Hier "treu" zum Führer, dort "treu" zu Stalin. Und während für Wolzow nur der Krieg das Maß aller Dinge ist, gerät Holt immer wieder in Gewissenskonflikte. Sehr gut in diesem Zusammenhang der Dialog zwischen ihm und den von den Nazis kaltgestellten Vater. Der einst erfolgreiche, aber regimekritische Wissenschaftler muss nun drittklassige Arbeiten verrichten. Holt schämt sich fast für seinen Vater und kann/will nicht glauben, was der ihm berichtet. Später wird er die schrecklichen Verbrechen selbst erleben (Sägemühle, KZ-Häftlinge).
Holt liebt, leidet und schwankt. Wolzow, der vermeintlich "Starke" lässt Gefühle als Ausdruck von Schwäche nicht zu. Holt schafft das nicht, will es auch nicht. So kann er letztlich überleben, Wolzow nicht.

Es gibt noch einen 2. Teil, eine Fortsetzung der Abenteuer. Leider reicht dieser nicht an Teil 1 heran. Aber das sollte jeder Leser selbst ausprobieren. Erwähnenswert ist noch die DEFA-Verfilmung mit Klaus-Peter Thiele als Werner Holt. Eine Idealbesetzung und die Rolle seines Lebens! Oft soll Thiele statt des Namens mit "Das ist doch der, der Werner Holt gespielt hat" angesprochen worden sein. Ein größeres Zuschauerkompliment kann es wohl nicht geben. Auch die anderen Charaktere sind sehr gut besetzt und gleichen einige Schwächen des Films aus.

Wiegesagt war der Roman Pflichtlektüre in der DDR. Er sollte das im vereinigten Deutschland auch sein.

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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Als fleißiger Amazon-Besteller bin ich nur deshalb hier gelandet, weil meine Ausgabe des Buches echt antiquariatsreif ist, was allein schon für diesen Roman sprechen mag: Ich hab's 1987 während des Abis aus der Schule geklaut (und das, obwohl es in der achten und nicht in der elften Klasse Pflichtlektüre war), es ist schätzungsweise zehnmal mit mir umgezogen und hat 1999 einen bösen Wasserschaden mit Mühe überlebt. Na ja, und damit ich weiterhin jederzeit die auf- und anregenden Abenteuer lesen kann, muß ein frisches Exmeplar her!

Ich habe keine Ahnung, wie oft ich die Abenteuer von Werner und seinen Kameraden gelesen habe - in jedem Fall sehr oft. Es gibt kein anderes Buch, das mich so fasziniert, in dem man immer wieder Neues entdeckt, je nachdem, in welcher Lebensphase man sich gerade befindet. Offenbar "wächst" dieses Buch analog zur eigenen Lebenserfahrung. - Nach der Wende hat mir ein Deutschlehrer erzählt, es sei das Gerücht gegangen, Teil 2 sei nicht von Dieter Noll geschrieben worden - was die enormen Qualitätsunterschiede zu Teil 1 erklären könnte. Den "Genossen" sei der übermäßige Erfolg eines Antikriegsromans, in dem ein Bürgerlicher die Hauptrolle spielt und kommunistische Propaganda überhaupt keine, immer suspekt gewesen.

Für mich ist "Die Abenteuer des Werner Holt" einer der ganz wenigen Romane aus DDR-Zeiten mit echten Bestsellerqualitäten, deshalb gibt es das Prädikat "exzellent" und an alle Leseratten die Empfehlung: kaufen! Wann immer neu gekaufte Bücher nerven oder langweilen, wann immer der Lesevorrat zur Neige geht - Werner läßt sich in allen Lebenslagen wunderbar lesen und fesselt jedesmal auf eine ganz neue Art.

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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein ewiger Kreislauf 27. März 2006
Von Tom
Format:Taschenbuch
Ich hatte die beiden Teile des "Werner Holt" schon zu DDR-Zeiten verschlungen und empfand damals unter pubertierenden Umständen als 16-jähriger sein Leben durchaus als Abenteuer, da ich gerade die lebensphilosophischen Anspielungen von Dieter Noll noch gar nicht recht verstehen konnte. 25 Jahre später mit einiger Lebenserfahrung ausgestattet würde ich das Buch eher mit "Die Leiden des Werner Holt" in Anspielung an einen berühmten Text des Dichters Goethe betiteln. Vielleicht stand Dieter Noll ja derartiges im Sinn, getraute sich dann aber doch nicht in so plagiater Art und Weise an den großen Dichterfürsten heran. In seiner Aussage und seinem Gehalt reicht es aber an die "Leiden des jungen Werther" heran. Es ist große Literatur.
Wenn beide Teile gelesen sind, wird einem meines Erachtens bewußt, dass es um den grossen Menschheitsstraum einer besseren und gerechteren Welt geht und dass wir als Menschen, gerade weil wir als Menschen mit einer bestimmten conditio humana ausgestattet sind, in unserem Streben immer fehlen werden.
Mir ist dieses endgültig beim Ausbruch des Irak-Krieges bewußt geworden. Ich bin mir sicher, dass George Bush von seiner welthistorischen Mission überzeugt ist. Dafür werden junge Soldaten im Irak verheizt, sie werden dabei sogar zu menschenverachtenden und zynischen Folterern. Sie werden wie unser Held Werner Holt in eine Gesellschaft zurückkehren, die nicht versteht, was diesen jungen Menschen dort wiederfahren ist. Sie werden wie unser Held Werner Holt unüberwindliche Schwierigkeiten haben, sich in der normalen bürgerlichen Welt zurecht zu finden. Sie werden feststellen, dass sie mißbraucht worden sind von den Menschen, die die Macht haben, sie zu mißbrauchen. Unser Held ahnt, dass die Beschädigungen, die aus dem Kreislauf immer wiederkehrender Gewalt enststammen, untilgbar und jenseits jeder Ideologie eingebrannt sind. Letztendlich bleibt es in einer Welt, die eher auf Abgrenzung als auf Gemeinschaft ausgelegt ist, jedem selbst überlassen, wie er mit diesen Beschädigungen fertig wird. Der moralische Zeigefinger kann uns dabei erspart bleiben. Klingt im zweiten Band die Hoffnung an, dass sich mit einer sozialistischen Ideologie etwas zum besseren wenden könnte, so wissen wir heute, dass uns auch diese Hoffnung getrogen hat. Wie Holt im zweiten Teil sinngemäß sagt, dass er zum Töten abgerichtet wurde und diese Beschädigung überwinden möchte, so wäre er doch wieder bereit, die Waffe in die Hand zu nehmen, denn dieses Handwerk ist wenigstens eines, das er beherrscht. Der Normalbürger, der sich in seinem Wohlstand eingerichtet hat und seinen Wohlstand nur dieser Gewalt zu verdanken hat, wird naserümpfend auf derartig deklassierte Elemente herabschauen. Wir entkommen diesem Kreislauf nicht.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Super Buch
Super Buch, tolle Geschichte - man erfährt mehr über das Leben und das Denken der "damaligen" Jugend - spannend geschildert - sehr zu empfehlen.
Vor 3 Monaten von Konni veröffentlicht
Lebensbegleitend
Werner Holt begleitet mich seit ich 1981 16 Jahre alt war. Heute bin ich 47 und ich lese immer noch In 'Werner Holt - Roman einer Jugend' herum. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von queckjunior veröffentlicht
spannend, aber üble Propaganda
Das Buch ist sicher spannend zu lesen, aber doch durchgängig von mehr oder weniger subtiler kommunistischer Propaganda durchsetzt. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Gregor Danner veröffentlicht
Absolute Pflichtlektüre - im positiven Sinn!
ERSTER SATZ:

Der Wecker rasselte.

KURZBESCHREIBUNG:

Der 16jährige Werner Holt sitzt 1943 gelangweilt in der Schule, während draußen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Mai 2010 von JED
die beste Schulpflichtlektüre der DDR
Werner Holt war das beste Buch was ich während meiner Schulzeit gelesen habe (mehrmals).
Desweiteren war es (Gott sei Dank - die 1000 Wöter kamen wie von selbst... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Mai 2010 von xxBrunixx
Sollte weiterhin Schulliteratur sein...
Empfehlenswert in jedem Alter. Aber für Jugendliche sollte es weiterhin zur Pflichtllektüre gehören. SO IST KRIEG! Zur Mahnung und zum Nichtvergessen....
Veröffentlicht am 28. Februar 2010 von A. Förster
DAS Buch schlechthin
Der "Werner Holt" ist meine Bibel, für mich neben der "Stunde der toten Augen" von Harry Thürk das Buch der Bücher. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Februar 2010 von docuwe
Vom Braunhemd zum Blauhemd - DDR Pflichtbuch Werner Holt
Ich habe kürzlich ausgemistet und bin an meine alte Schulkiste geraten. Hier fiel mir auch der '"Holt'" in die Hände. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Januar 2010 von Jan & Gab
Lebensbegleitend
Werner Holt begleitet mich seit ich 16 war. Heute bin ich 45 und ich lese immer noch In 'Werner Holt - Roman einer Jugend' herum. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Januar 2010 von K. Ertel
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!
Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen. Man kann sich in die Charaktere der Jungendlichen sehr gut reinversetzen und fühlt förmlich mit Ihnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Januar 2010 von T. Hueser
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