Ich besitze bereits ein paar Bücher zum Thema Survival und wollte mein Wissen zu diesem Themengebiet mit guten Filmdokumentationen erweitern. Hier stieß ich auf die Doku-Reihe "Abenteuer Survival" und ich stieg direkt mit der zweiten Staffel ein. Bear Grylls ist ein beeindruckender Mensch. Ein Ex-Soldat aus einer Spezialeinheit mit weitreichendem Wissen und viel Erfahrung mit dem Überleben in den extremsten Lebensräumen die dieser Planet zu bieten hat. Und er weiß dem Zuschauer ganz unverblümt die Härte des Überlebenskampfes in der Wildnis darzustellen. Deshalb ist diese Dokumentationsreihe nicht unbedingt für zarte Gemüter geeignet, ebenso halte ich die Altersfreigabe ab sechs Jahre für bedenklich. In den ersten beiden Folgen schlägt sich Grylls z.B. durch die Sahara. Um zu überleben uriniert er auf sein Kopftuch, isst Spinnen und Salamander - denen er zuvor den Kopf abbeißt, schneidet einer lebenden Ziege die Kehle durch, einer Schlange den Kopf ab und weidet ein totes Kamel aus um aus dessen Mageninhalt Wasser zu gewinnen und übernachtet im(!) Kadaver des Kamels. Und das alles vor laufender Kamera. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich hier nicht nur bei Tierschützern die Haare im Nacken aufstellen. Und ich hatte selbst ein paar mal diese "Hat er da gerade tatsächlich....?"-Momente. Aber diese Dokumentation transportiert eben eine wichtige Botschaft: Das Überleben in der Wildnis ohne Vorräte und Unterstützung verlangt einem Menschen einfach alles ab. Man muss bereit sein, Dinge zu tun und zu essen, die einem normalerweise die Galle hoch treiben würden. Dabei bleibt die Dokumentation aber immer sachlich, alles wird erklärt. Neben den vielen Informationen gibt es auch beeindruckende Bilder der Wildnis. Grylls Charme und Witz sorgen dafür, dass der harte Überlebenskampf für den Zuschauer etwas aufgelockert wird. Abenteuer Survival hat mich sehr beeindruckt und ich werde mir die anderen Staffeln ebenfalls zulegen. Wer etwas über das Überleben in gefährlichen Regionen der Wildnis lernen möchte, und dabei keine blutigen oder "ekligen" Szenen scheut, ist mit dieser Dokumentationsreihe bestens bedient.