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Abenteuer Sprache: Ein Streifzug durch die Sprachen der Erde [Taschenbuch]

Hans Joachim Störig
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342330863X
  • ISBN-13: 978-3423308632
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 433.736 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Wie viele Sprachen gibt es eigentlich? Diese Frage ist spannender und komplizierter als man meint. Bei Hans Joachim Störig ist sie sogar zum Ausgangspunkt für einen umfangreichen Streifzug durch die Sprachen dieser Welt geworden. Vom Titel Abenteuer Sprache darf man sich dabei nicht täuschen lassen. Denn das Buch ist keine populärwissenschaftliche Darstellung der Sprachwissenschaft: Im Mittelpunkt steht nicht, wie Sprache an sich funktioniert oder wie sie erworben wird.

Störig beschreibt vielmehr, in welcher Beziehung konkrete Sprachen zueinander stehen: Wie haben sich zum Beispiel Italienisch, Spanisch und Französisch aus dem römischen Latein entwickelt und worin unterscheiden sie sich heute? Welche grammatikalischen Besonderheiten hat das Russische? Was verbindet Sanskrit, Deutsch und Englisch? Wodurch zeichnen sich "Nebensprachen" wie Jiddisch oder Rotwelsch aus? Und woher stammen deutsche Wörter wie "Trichter" oder "Schokolade" wirklich?

Abenteuer Sprache geht auch auf außereuropäische Sprachen wie Arabisch, Chinesisch und amerikanische Indianersprachen ein, stellt fremde Schrift- und Lautsysteme vor und zeichnet nach, wie sie entstanden sind. Zahlreiche Abbildungen und viele Textbeispiele sorgen dafür, dass die nicht immer einfache Materie auch für den linguistischen Laien anschaulich und gut verständlich bleibt.

Der breite Überblick über die Sprachen dieser Welt ist nur das eine: In zahlreichen Anekdoten und Exkursen stellt Störig auch die Geschichte der sprachwissenschaftlichen Forschung dar. Und diese liest sich streckenweise -- zum Beispiel bei der Entzifferung der Hieroglyphen -- fast so spannend wie ein Kriminalroman. Deshalb ist Abenteuer Sprache beides: Ein nützliches Nachschlagewerk und gleichzeitig ein Buch, das sich zu lesen lohnt! --Bernhard Wörrle

Pressestimmen

Faszinierend, interessant und nicht zu wissenschaftlich!

»In klarer und verständlicher Sprache vermittelt Störig die Haupttypen des Sprachbaus, gibt präzise Hinweise zur Lautschrift, eine Literaturauswahl, ausführliches Register und Bildnachweise für tiefer schürfende Sprach-Enthusiasten. Es ist faszinierend und erfrischend verständlich Hans Joachim Störigs kosmopolitischen Ausführungen zur globalen Sprachwelt zu folgen.«
kultur-punkt.ch



Die große Stärke dieses Buches: Es behandelt die Sprache nicht trocken lexikalisch, sondern zeigt, wie vielfältig, fantasiereich und nah am Leben Sprache zu allen Zeiten und an allen Orten war.

Aus welchen Vorstufen haben sich die Sprachen entwickelt? Wie sind sie miteinander verwandt? Auf diese und viele andere Fragen gibt Hans Joachim Störig Antworten – wissenschaftlich fundiert und trotzdem leicht verständlich. Ein Muss für Sprachliebhaber.

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4.8 von 5 Sternen
4.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachwissenschaft für jedermann 10. Juli 2004
Das Besondere an Hans J. Störigs Buch "Abenteuer Sprache" ist die Leichtigkeit, mit der es dem Autor gelingt, dem Leser einen Überblick über Lexikon, Grammatik und Syntax sowie Entstehungsgeschichte und Zusammenhänge zwischen den Sprachen der Welt zu vermitteln. Dabei richtet sich Störig an den interessierten Laien gleichermaßen wie an den angehenden Sprachwissenschaftler, ohne dabei den einen zu überfordern oder den anderen zu langweilen. Klar und einfach geschrieben, erläutert Störig Aufbau und funktionelle Gestalt der Sprachen und Sprachfamilien anhand aussagekräftiger Beispiele und erklärt die wichtigsten Zusammenhänge lautgeschichtlicher Entwicklungen. Das Geheimnis Störigs liegt dabei in der Beschränkung: Durch die Auswahl der wichtigsten und interessantesten Aspekte und den Verzicht auf überflüssiges Fachvokabular bietet das Buch einen Reichtum an Informationen, der niemals langatmig oder zu ausladend erscheint; dank der frischen und unkomplizierten Art der Betrachtung wird Wissen vermittelt, ohne dabei belehrend zu sein.
Durch die gelungene Aufteilung des Buchs in vierzehn Kapitel, von denen sich jedes zumeist mit einer Sprache bzw. Sprachfamilie befaßt, steht es dem Leser frei, seine Lektüre mit dem Kapitel zu beginnen, das ihm auf Anhieb am interessantesten erscheint oder die Reise in die Welt der Sprachforschung mit Kapitel eins und dem »Geheimnis der Hieroglyphen« anzutreten. Ein spannender und unterhaltsamer Ausflug in die Geschichte der Sprachen der Welt ist in jedem Fall garantiert.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klabaaz
Das informative Werk führt in die Sprachwissenschaft - zumindest in einen Teilbereich der Sprachwissenschaft, nämlich den Sprachvergleich - sehr umfassend und sehr unterhaltsam ein. Störig schreibt in einer Art und Weise, dass über das Verstehen der Zusammenhänge zwischen Sprachen, ihre Ordnung, ihre Formen und ihre Erforschung Lust zum Weiterlesen entsteht. Dabei gelingt es Störig, eine gute Mischung zwischen Faktenwissen und Hintergrundgeschichten zu finden. Es bleibt dabei nicht aus, dass dem Fachmann hier und da fachliche Aussagen etwas zu stark verallgemeinert vorkommen. Es war ausdrücklich nicht das Ziel des Autoren, für Fachleute zu schreiben. Man merkt dem Buch auf jeder Seite an, dass es für den linguistischen Laien geschrieben ist, mit dem Ziel, diesem kompakt und doch unterhaltsam Fakten über Sprache und über Sprachen näher zu bringen. Diese Ziel ist absolut erreicht worden.

Eine kleine Kritik kann man dem Buch aber dennoch nicht ersparen. Ein Überblickswerk wie das vorliegende bietet auch die Möglichkeit, linguistische Theorien mit einzubinden. Das Buch hat einen deutlichen schwerpunkt auf der Sprachgeschichte und auf der Sprachtypologie. Es fehlt ein wenig an neuen Theorien. So würde sich z.B. die "Invisible Hand" Thorie von Rudi Keller sicher auch gut zur Illustration von Ursachen für die Veränderung von Sprachen geeignet haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dear Amazonians . Listen : 19. Juni 2009
Von Uwe-Jens Has TOP 500 REZENSENT
Dies ist ein Buch , ein good companion über die Sprachen der Erde
und wer mit auf den Streifzug geht kommt mit reicher Beute nach Hause.
Es heisst 'Abenteuer Sprache' und natürlich kann das Wort 'Abenteuer'
heute keinen mehr aus dem Halbschlaf wecken oder vom Computer weglocken.
Es wurde von einem Wissenschaftler geschrieben, der soviel weiss, dass
man sich an die Anekdote vom Wiener Polyhistor Eckstein erinnert,
von dem gesagt wurde: Nachts kommt das Lexikon zu ihm , um Rat zu holen.

Er kommt aber mit seinem Handicap 'Wissenschaftler' so gut zurecht,
dass es wunderbar leicht und eingängig zu lesen ist.

Auf dem breiten Rand der Seiten stehen jeweils die Schlüsselbegriffe.
'Wie sprachen die Athener?' 'Jiddisch und Deutsch' 'Mameloschen'
'Was heisst deutsch?' 'Rotwelsch - die deutsche Gaunersprache', oder
'Niger-Kongo-Sprachen'.

Es gibt viele Bilder von berühmten Sprachforschern und Faksimiletafeln
von fremden Alphabeten , Bilder vom Diskos von Phaistos und vom Stein von
Rosette. Lustige Sachen gibt's auch. In einer Komödie von Aristophanes
kommt dieses Wortungetüm vor:

Austernschneckenlachsmuränen-
Essighonigrahmgekröse-
Butterdrosselnhasenbraten-
Hahnenkammfasanenkälber-
Hirnfeldtaubensiruphering-
Lerchentrüffelngefüllte Schüssel.

Dies über die Komponierfreudigkeit des Altgriechischen.

Ein Diagramm über die Entwicklung der Keilschrift ist drin, mit so wunderschönen
Zeichen, dass ich überlege das Sticken zu erlernen, um mir einige davon auf den
Pulli zu applizieren.

Das georgische Vaterunser ist in Georgisch abgebildet und dazu liest man:

'Das Georgische wird in einem eigenen, ausserordentlich schönen Alphabet geschrieben,
Mchedruli-Alphabet genannt, was etwa 'Ritter-Buchstaben' bedeutet.'

1786 gab es einen Engländer, Wiliam Jones, der als Oberrichter in Kalkutta tätig war.
Der hielt vor einer britischen Gesellschaft von Gelehrten einen Vortrag, der von
epochemachender Wirkung für die Sprachgeschichte war. Der Passus über Sanskrit ,
die Sprache mit dem grössten Formenreichtum, im Buch abgedruckt in Englisch und Deutsch,
er beginnt so:

'Die Sanskrit genannte Sprache, wie altertümlich sie auch sei, ist von wunderbarem Bau;
vollkommener als das Griechische, reicher als das Lateinische, und in ihrer Feinheit
noch herrlicher als jede dieser beiden: doch beiden zu nahe stehend, sowohl in den Wurzeln
der Wörter wie in den grammatischen Formen, als dass dies durch Zufall bewirkt sein könnte;
so engverwandt, dass kein Philologe alle drei untersuchen könnte, ohne zu dem Schluss zu
gelangen, dass sie alle einer gemeinsamen Quelle entstammen, die möglicherweise nicht mehr
existiert..'

Lesen Sie das doch bitte noch einmal, eingedenk des Ausspruchs von Nietzsche über Horaz,
dass bei ihm , also in Latein, Sachen geschrieben stünden, die man im Deutschen nicht
einmal denken könne..

Marc Aurel hat in seiner Totenrede auf Cäsar gesagt:

'Wofern Ihr Tränen habt, bereitet Euch, sie jetzo zu vergiessen'.

Ich finde, beim Lesen des Jones-Vortrags darf man auch ein bisschen gerührt sein?
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