Wer dieses Buch nicht gelesen hat oder es selbst erlebt hat, wird nie verstehen, wie Menschen dem Alkohol verfallen können. Da die zweite Variante nicht immer praktikabel ist, erweist sich dieses Buch als Lehrbuch für den nicht wünschenswerten Fall, daß man durch Schwäche, falsche Freunde oder großen Kummer im betäubenden Stoff seine Hoffnung begräbt. Die einzelnen Phasen des Alkoholismus werden in ihrem Elend so farbenprächtig beschrieben, daß es hoffentlich genügend abschreckend für jeden Leser sein wird. Zugleich begreift man die tiefen Leiden, die dieser Form der Abhängigkeit innewohnen. Diese autobiografische Geschichte zeigt dem Leser die Wurzeln der Seele des Autors und zeugt von seinem großen Mut, selbst elebten Schmerz mitzuteilen. Das soll als Warnung verstanden werden. Dabei möchte der Autor aber nicht den Zeigefinger erheben, sondern über die Gründe für die menschliche Niederlage Alkoholismus zeigen. Es wird dem Leser bewußt, daß nicht jeder Süchtige die Schuld an seiner Misere allein trägt, sondern daß hier auch die Ignoranz der Umgebung des jeweiligen Menschen nötig ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)