Wenn man sich erst einmal an die eigene Begeisterung des Autorenpaars für diese Insel gewöhnt hat und die euphorischen Attribuierungen (etwa: 'die magisch-monotone Eigenart dieser leblosen Leere') für sich relativiert ... dann bringt einen dieser Reiseführer an wirklich sehenswerte Orte und versorgt einen mit praktischen und in der Regel auch im Detail zutreffenden Informationen, z.B. an welchem Straßenschild man abzubiegen hat, wenn man eine bestimmte Ausgrabungsstätte besuchen möchte, Infos zu Öffnungszeiten usw. Bemerkenswert ist aber auch, dass steinerne Kultur, gutes Essen und ein Blick in Geschichte, Tradition und politische Situation ebenso präsent sind wie die Hinweise auf die 'Traumstrände'. Nachzutragen - mit einem Schmunzeln - wäre vielleicht nur noch dies: den besten 'caffe freddo' gibt es im letzten Kiosk links vor dem Eingang zum archäologischen Bezirk von Thassos.