Der Autor dieses Buches, Pierre Basieux, hat sich das Ziel gesetzt, einen Überblick über diverse wichtige Gebiete der Mathematik zu geben. Dies ist ihm m.E. sehr gut gelungen. Basieux behandelt seine Themen nicht immer detailiert (auch nicht immer GANZ so, wie ich persönlich es am liebsten gehabt hätte), aber für den Nichtmathematiker reicht's. Nebenbei erfährt man noch von so interessanten Dingen, wie dem Theorem, dass es kein Programm geben kann, dass JEDEN möglichen Computervirus bekämpfen kann, oder von Richard Dawkins These des "Kampfs der Geschlechter". Auch die philosophische Seite der Mathematik wird an einigen Stellen gestreift.
Das Buch beginnt mit dem Präludium "Das Science-fiction-spiel" und einem "Kapitel 0" (so sind die Mathematiker halt), indem die Gesetze der Logik und die grundlegenden Beweismethoden Thema sind.
Es folgen Kapitel über Zahlentheorie, die Unendlichkeit, die Gruppentheorie, die Wahrscheinlichkeitsrechnung, die Entscheidungstheorie (welche von mehreren Optionen führt am besten zum Ziel?) und die Spieltheorie (Handlungen zwischen mehreren Individuen werden als "Spiele" aufgefasst und analysiert - von normalen Gesellschaftsspielen bis zur Wirtschaft). Von diesen sind die letzteren beiden am ausführlichsten und wohl auch am gelungensten. Kein Wunder, denn diese beiden Themen sind die Fachgebiete von Basieux, der lt. Klappentext mehrere Jahre Unternehmen in der Logistik beraten hat.
Das Buch endelt mit dem "Nachspiel: Erkenntnis ja, Gewissheit nein.", in dem der Autor die Erkenntnisfähigkeit der Mathematik und ihr Verhältnis zu Naturwissenschaft und Philosophie behandelt und natürlich einem zweiseitigen Nachwort. Ein Literaturverzeichnis rundet das Buch ab.
Obwohl es, wie alles menschliche, nicht 100%ig perfekt ist, verdient das Buch meiner Meinung nach 5 Sterne.