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Wer das Abenteuer Künstliche Intelligenz von Jörg auf dem Hövel liest, glaubt die ganze Zeit, einen Artikel in einem allgemeinbildenden Magazin vor sich zu haben: Professioneller, journalistischer Schreibstil, korrekt recherchierte Hintergrundinformationen, typischer Gebrauch von Fremdworten (um den Anschein von Anspruch zu wahren), Praxisbeispiele und Erklärungen mit denen eine breite Leserschaft etwas anfangen kann und nette Anekdoten / Zitate, die die Materie gekonnt auflockern.
Das Lesen dieses Buches macht Freude und bietet dem Leser Wissensbrocken in leicht verdaulichen Portionen. Wann immer etwas mehr Verständnis der Materie gefordert wird, bedient sich der Autor einer Vielzahl an Beispielen aus Geschichte, Kunst, Film und Literatur.
Von Berti Vogts über "The Doors" bis hin zu antiken Philosophen und Douglas Adams werden wahllos fragmentarische Zeilen aus deren Arbeit bemüht, um den Leser bei Laune zu halten. Soweit löblich das Bemühen des Autors, kurzweiliges Lesevergnügen zu bereiten.
Für ein Fachbuch ist der Gehalt des Buches jedoch bei weitem zu dürftig. Lückenhaft werden teilbereiche der KI angerissen ohne dabei einen Gedanken konsequent zu Ende zu verfolgen. Die fehlende Struktur in der Abfolge der Gedanken, verhindert die Möglichkeit, die facettenreiche Welt der KI als Ganzes zu begreifen. Auch die stilistischen Feinheiten in der Schreibweise des Autors können den fehlenden Anspruch dieses Buches nicht verschleiern. (vielleicht ist dies ja auch eine Form von "Künstliche Intelligenz"?)
Wie ein Peter Lustig für Erstsemester erlebt der Autor sein Abenteuer KI und befragt verschiedene Experten. Zugegeben sind Experten selbst oft keine guten Erklärbären; die Wiedergabe dieser Gespräche sind jedoch die schwächsten Punkte am ganzen Buch. Die Interview-Berichte wirken flach und subjektiv verfälscht wiedergegeben. Jörg auf dem Hövel bedient sich einer typisch jornalistisch machtbewussten Arroganz, um Experten und deren Forschung zu diskreditieren. Die Macht des letzten Wortes, der neuesten Erkenntnisse und der Auswahl bestimmter Gesprächsteile wird lieber für Anekdoten genutzt als für die gehaltvolle Aufwertung des Contents. Man fühlt sich wie bei "Rudis Tagesshow" so offensichtlich einseitig setzt der Autor seine Kommentare. (Ich bin mir bewusst, dass ich mit dieser Rezension ebenso handele. Nach den zuvor veröffentlichten Kommentaren ist ein mahnendes "Aber" jedoch in meinen Augen angebracht)
Fazit: Ich habe das "Abenteuer Künstliche Intelligenz" erfreut begonnen, so erfrischend ist dieses Werk geschrieben. Leider nahm die Frustration beim weiteren Lesen immer mehr zu, weil das Buch einfach nicht über die Einleitung hinauskommen und an Niveau gewinnen wollte. Wer gern P.M. liest und Allgemeinbildung anstrebt ist gut bedient. Wer jedoch eine gewisse Vorbildung in der KI besitzt wird sich ebensooft über subjektive Kommentare ärgern oder von laienhaft oberflächlicher Betrachtung eigentlich interessanter Facetten der KI enttäuscht sein.
Ich habe dieses Buch zufällig entdeckt und war gleich von der lockeren
und zugänglichen Schreibweise... Lesen Sie weiter...
Ich habe dieses Buch zufällig entdeckt und war gleich von der lockeren
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