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am 18. April 2013
Eines vorweg. Ich mag den Stilpiraten. Ich habe alle Folgen des "Knackscharf-Podcasts" gehört. Ich mag auch den etwas schnoddrigen Sprach- wie auch unkonventionellen Fotografiestil. Alles kein Problem.

Dass es nur zwei Sterne (für die Aufmachung und die handgeschriebenen Notizen) gibt, liegt am nervigen Unterton des Buches. Ja, er schildert seine fotografische Entwicklung durchaus anschaulich. Und ja, viele der Dinge, die er gemacht hat, hat man auch (falsch) gemacht, oder macht sie noch ... FALSCH?

Denn genau da liegt das Problem: Der Stilpirat schildert nicht nur seine Wege durch den Dschungel der Fotografie, sondern lässt einen in jedem zweiten Satz auch wissen, dass es Irrwege waren, die ER ja nun hinter sich hat. Am Ende des Buches steht dann die piratische Erleuchtung? Das wirkt ungemein arrogant und besserwisserisch. Da mache ich lieber meine eigenen Fehler alleine, ohne ein Buch, welches mich ständig auf meine Irrwege hinweist.

Wenn ich schon mal ein Buch nach 30 Seiten weglege ... vielleicht lese ich nochmals die Tipps quer, aber das war's dann.
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am 14. März 2012
Das Buch "Abenteuer Fotografie" ist durchaus ein gelungenes Buch. Jedoch hat sich bei mir nach mehreren Lesestunden ein leicht enttäuschender Nachgeschmack eingestellt, der mit dem Genre des Werkes zusammenhängt.

Zunächst etwas positives zum Äusseren: ich finde es sehr ansprechend gestaltet. Das Design erinnert mich an die Programme meines Mac. Es ist solide gebunden und wird sicherlich auch nach einigen Jahren nicht so schnell auseinander fallen. Das ist ein Plus.

Zum Inhalt: Der Stilpirat bleibt bei seiner Sprache ganz seinem Künstlernamen treu, es ist anders als andere Foto-Bücher geschrieben. Man hat den Eindruck, man lese in einem Tagebuch. Der Untertitel deutet ja auch darauf hin. Die gewählte Sprache hilft einem zwar, die übliche Rollenverteilung, Lehrer - Schüler, zu überwinden, aber es ist gerade auch dieser bewusste Verzicht auf sachliche Darstellung von Fachwissen, der das Werk in seine Grenzen setzt. Überhaupt finde ich (selbst blutiger Laie in Sachen Fotografie) die teilweise abfälligen Bemerkungen zu den Berufsfotografen symptomatisch für den Autor.
Obgleich sich beim Lesen der ersten Kapiteln der Eindruck: "ah ja, mir ging es ähnlich, das kenne ich..." einige Male wiederholt, was zunächst sehr positiv ist, so bekomme ich ab der Mitte des Buches das Gefühl, dass nun gerade dieser Aha-Stil sich abzunützen scheint. Immer anders sein zu wollen wird eben dann auch langweilig. Das Buch wir voraussehbar. Und nun kann der frische Stil den doch eher laien- und fotoforenhaft gestalteten Inhalt nicht mehr genügend ausgleichen.
Insgesamt gibt das Buch einige gute Anregungen, versucht den Leser aber zu sehr und zu einseitig auf der emotionalen Ebene anzusprechen. Der Autor erweckt in mir das Gefühl, ein getriebener zu sein und seine grosse Leidenschaft in diesem Buch irgendwie zu verarbeiten. Den Weg, sich der Fotografie zu nähern, den er in diesem Logbuch beschreibt, ist zu sehr sein eigener Weg, als dass er vom Leser nachvollzogen werden kann. Hier fehlt deutlich eine pädagogische Komponente.

Deshalb: ein durchaus gutes Buch, dass aber auch seine Schwächen hat, die bei aller Begeisterung für die Begeisterung sich nicht wegreden lassen.
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am 11. August 2014
Dieses Buch ist nicht leicht zu beurteilen. Aus Gründen der Fairness fange ich mit dem Negativen an. Selbstverständlich ist das völlig subjektiv: Was mich stört, finden andere vielleicht sogar gut, wer weiß...

Mich nervt die Sprache. Der Autor ist Blogger, Blogger haben einen eigenen Schreibstil, der sich zwischen Buchdeckeln nicht gut macht. Ausdrücke wie "Leck mich" oder legere Formen wie "ich hab" (und das ohne Auslassungszeichen) anstelle von "ich habe" nerven mich. Der Text ist voll von solchen unsauberen, pseudocoolen Konstrukten. Das paßt, wie gesagt, vielleicht noch in ein Blog, das ja "spontan" und "authentisch" wirken soll, aber schriftstellerisch ist das nicht.

Dieser joviale, zum Teil einfach falsche Umgang mit der deutschen Sprache, der im totalen Kontrast zu dem hervorragend gestalteten und auf hochwertigem Papier gedruckten Buch steht, macht es mir manchmal schwer, das herauszulesen, was der Autor eigentlich vermitteln will.

Dann gibt es noch technisch-fachliche Aussagen, die ich kritisch sehe:

Böttcher empfiehlt eine "planmäßige Überbelichtung"!

Eine generelle (!) Empfehlung, 1/3 Blende überzubelichten, wie sie auf Seite 32 gegeben wird, kann nicht sinnvoll sein. Man sollte immer darauf achten, keine "ausgebrannten" Stellen im Bild zu haben: Diese reinweißen Bereiche, die von der Kamera im Vorschaubild bei eingeschalteter Warnfunktion blinken, beinhalten keinerlei Details mehr. Wenn man also später beim Bearbeiten des Bildes am Computer die Helligkeit reduziert, werden sie lediglich immer grauer, ohne daß Details sichtbar werden.
Wenn man im umgekehrten Fall einen unterbelichteten Bereich aufhellt, werden ggf. Konturen (besser) sichtbar, umgekehrt geht das nur, wenn der in Rede stehende Bereich eben nicht überbelichtet war, sondern nur grenzwertig ausbelichtet war.
Fazit: Immer darauf auchten, daß man das Bild nicht übersteuert, um eine Analogie aus der Audiotechnik zu benutzen.

Über die "Normal"-Brennweite sagt Böttcher, sie entspreche dem Blick des menschlichen Auges (S. 36), daher käme der Ausdruck "Normalbrennweite".

Es ist richtig, daß der klassische Kleinbildfotograf (35 mm Bilddiagonale) schon als Kind gelernt hat, 50 mm Brennweite seien "normal". Normal ist daran aber lediglich, daß die Kamerahersteller ihre Geräte meistens mit 50-mm-Objektiv in der Grundausstattung verkauft haben.
Das ist wohl mit ein Grund dafür, warum diese Objektive i. d. R. auch die billigste Brennweite darstellen, die man kaufen kann. Abgesehen von den besonders lichtstarken Exemplaren mit Offenblende 1,8, 1,4 oder sogar 1,2!
Das Normalobjektiv ist einfach die ökonomischste und technisch einfachste Möglichkeit, hohe Lichtstärke bei einer geringen Zahl von Linsen bzw. Linsengruppen zu erzielen. Mit dem menschlichen Auge hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun!
Der Bereich, in dem der Mensch sein Auge schweifen läßt, solange er nichts Bestimmtes anvisiert oder sucht, ist eher der eines 35-mm-Objektivs.

Böttcher bringt Perspektive und Brennweite meiner Meinung nach in einen falschen Zusammenhang (S. 36).

Die Perspektive bleibt gleich, wenn ich den Standort beibehalte. Kein Objektivwechsel und kein Drehen oder Schieben am Zoom ändert etwas an der Perspektive. Die Perspektive ändert sich erst, wenn ich den Standort ändere. Durch Ändern der Brennweite ändert sich die Perspektive nicht.

So, das waren die Sachen, die mir nicht gefallen haben, jetzt zum Positiven:

Der Stilpirat erzählt wenig von Technik und sehr viel von Gefühl und Intuition. Und genau das regt an und vermittelt Motivation. Es bringt einen auf Ideen und hilft einem weiterzukommen. Er spricht über die Essenz der Fotografie und nicht darüber, wie man technisch "einwandfreie" Bilder herstellt. Und das ist dann doch richtig cool.

Und am Ende wäre das Buch ja vielleicht gar nicht entstanden, wenn Herr Böttcher eben nicht dieser originelle Typ wäre, der er ist, und das hätte ich dann doch schade gefunden :)
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am 12. Dezember 2011
Hallo ihr,

ihr wisst, ich verschlinge Fachlektüre und alles zum Thema Fotografie. Heute möchte ich euch ein besonder geniales vorstellen! Das Buch Abenteuer Fotografie von Steffen Böttcher aka Stilpirat.

Der Stilpirat oder Heidefotograf oder einfach Steffen Böttcher, ja, das war mir ein Begriff. Gerne stöberte ich auf seinem Blog oder las, was er so zu schreiben und zu zeigen hatte. Stundenlang konnte ich in seinen Bilderposts und Galerien versinken. Und jetzt ein Buch? Na, das schau ich mir doch mal an. Wenn man ihm nicht den Mund verboten hat, wird das sicher klasse.

Wenn ich so zurückdenke, dann glaube ich, sowas wie dieses Wochenende passierte mir das letzte Mal mit dem Buch Lippels Traum, da habe ich das letzte Mal ein Buch in einem Zug - Cover to Cover sozusagen - durchgelesen. Und was noch viel faszinierender für mich ist, als ich fertig war und auf die Uhr sah, war es Samstag nacht um 5 Uhr... So lange war ich auch schon lang nicht mehr wachgeblieben, zumindest nicht, ohne es zu merken oder müde zu werden.

Nun aber zum Buch: Als die Email eintrudelte, dass das Buch in der Packstation liegt habe ich mich gespannt auf den Weg gemacht (nachdem ich tagelang gebangt hatte, die Packstation könnte wieder voll sein... Ihr wisst schon, dieser Poststreik... Eine Fahrt nach Troisdorf bei der Kälte mit dem Roller wollte ich mir doch gerne ersparen).

Nachdem ich es aus seiner Pappverpackung befreit hatte, bemerkte ich direkt: Das fühlt sich anders an, als die letzten Bücher, die ich gelesen hatte. Zum einen, da es etwas dünner war, zum anderen, da es einen Buchumschlag um ein hochwertiges Buch, schön. Also Schutzumschlag weg (irgendwie habe ich die immer eher als Sichtschutz-Umschläge gegen Gebrauchsspuren genutzt) und angefangen zu lesen.

Nunja, und eben nicht mehr aufgehört.

Nach einer Einleitung von der Lektorin, Christoph Boecken und dem Stilpiraten selbst, taucht der Stilpirat direkt tief in seine Geschichte ein: Der Kauf der ersten Kamera, gefolgt von dem Hochgefühl, das man hat, wenn man die Schärfenuntiefe das erste mal entdeckt und plötzlich alles mit unscharfem Hintergrund fotografiert in dem Glauben, es würde so interessanter aussehen. Man ist damals begeistert von jeder neuen Errungenschaft und genau das bringt er mit viel Humor und Charme rüber - man merkt einfach, dass er hinter dem steht, was er schreibt.

Es folgt eine Reise, durch die verschiedenen Stufen seines Werdegangs und man findet sich in vielem wieder (okay, das erste Mal habe ich mich schon in der Einleitung wiedergefunden :D) und ich konnte ihm in (soweit ich mich erinnere) allen Punkten zustimmen. Einiges regt einen zum Nachdenken an, selbst wenn man sich die Frage bereits gestellt hat.

Zwischen den Kapiteln sind kleine Notizzettel, die das "Wichtigste" zusammenfassen, die aber eigentlich auch immer sehr lustig sind. Nach einigen Abschnitten findet man Briefe, der Stilpirat an die Fotografie geschrieben hat. Diese erzählen kleine Anekdoten oder greifen bestimmte Gesichtspunkte des Kapitels noch einmal auf.

Alles in allem kann ich sagen, dass es ein sehr gutes Buch ist, vor allem ist es unterhaltsam und gut geschrieben! Obwohl es mehr ein Rückblick auf seinen Weg ist, sind die wichtigsten Dinge in Nebensätzen irgendwie doch alle erwähnt. Ich hätte dieses Buch gerne gelesen, als ich an meinen Anfängen war, es hätte mir einiges erspart :D Viele der Erfahrungen, von denen er erzählt, haben wohl die meisten gemacht.

Hat nicht jeder mal ein HDR probiert oder eine Crossentwicklung versucht? Ich schon und ich habe es schön gefunden, des Effektes willen. Und schnell hatte man sich darin verloren. Bis es dann irgendwann klickt macht und man mehr wert auf den Inhalt legt.

Und eins muss noch erwähnt sein: Meine anfängliche Befürchtung, man hätte dem Stilpiraten vielleicht seinen Schreibstil zensiert, war absolut unbegründet. Wenn er Scheiße meint, dann schreibt er das auch :) Und gerade das macht das Buch für mich so genial! Man hat das Gefühl, der Stilpirat würde es einem erzählen, so geschrieben, wie er es eben sagt. Sehr genial!

Ich bin Fotografin und ich bin es gerne und ich bereue die Fehler, die ich auf dem Weg gemacht habe nicht, trotzdem hätte mir das Buch den ein oder anderen Schritt und Euro) erspart ;)

Von mir also eine volle Empfehlung!

Lieben Gruß,

Kate
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am 3. Dezember 2011
Ich habe mir gerade zum 3. mal "Mannte's Das Foto" als Bettlektüre vorgenommen. Nach 6 Tagen intensivem Studium war ich mir diesmal noch motiviert und sicher, über Seite 100 hinaus zu kommen (jeder, der sich dieses Referenzwerk schon mal reingezogen hat, weiß wovon ich hier spreche)

Dann kam die Meldung von Amazon, dass "Abenteuer Fotographie" nun verfügbar ist und versandt wird. Ich wusste gar nicht mehr genau was ich da bestellt hatte - ein neues Buch halt. Ich nahm mir das Buch nach 2 Tagen "Liegezeit" mal zum anlesen zur Hand und es ist passiert: In dieser Nacht hab ich nur 1 1/2 Stunden geschlafen und das Buch verschlungen.

Es handelt sich bei diesem Werk um das krasseste Fotobuch, das ich bisher in meinen Händen hielt. Es geht um Technik und Design - eingebettet in Geschichten und unterschwellig gespickt mit Tips. Es geht eigentlich um viele Erfahrungen, in denen man sich selbst wieder findet. Dabei vermittelt Steffen Böttcher auf eine sehr unkonventionelle Art nützliches Wissen.

Das ist definitiv das erste Fotobuch, in dem ich nachts durch schallendes Lachen die ganze Family aufweckte. Vermutlich ist es auch das erste Fotobuch, welches durch gezielt eingesetzte Schimpfwörter, Fäkalsprache und Yeeeha fotographische Inhalte vermittelt.

Das war durch den Vorgänger (Mante) außerdem der heftigste Kontrast, den ich je gelesen hab.

Ich kann dieses Buch jedem Fotobegeisterten uneingeschränkt empfehlen - unterhaltsam und informativ!
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am 20. März 2014
Auf den Stilpiraten bin ich über Facebook und seinen Blog gestoßen. Vor dem Buchkauf war ich zunächst skeptisch, hat der Stilpirat doch eine etwas eigenwillige Ausdrucksweise - "schnodderig" trifft es vielleicht, aber irgendwie doch nicht so ganz. Sei es drum, schlußendlich wanderte das Buch in den Warenkorb.
Der Einstieg war dann auch eher ernüchternd. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich das Buch zunächst liest wie ein Ratgeber für Einsteiger in die Fotografie. Da ich fit bin in der Fotografie sorgten eben jene ersten Seiten für etwas Stirnrunzeln. Dieser Eindruck zerschlägt sich jedoch, wenn der Stilpirat tiefer in die Materie einsteigt und seine Sicht der Dinge darlegt. Dann wird es geradezu philosophisch und man merkt seinen Ausführungen an, mit wieviel Leidenschaft der Stilpirat die Fotografie begreift. Und dann macht das Buch richtig Spaß, wenn man sich in die Lage des Autors versetzt und mit seiner eigenen Sicht der Dinge vergleicht. Der Lerneffekt besteht darin, Fotografie zu begreifen. Nicht die Technik oder das Motiv. Hier geht es darum, Fotografie zu fühlen. Das zu vermitteln ist eine enorme Aufgabe - und der Leser sollte ein gutes Maß an Offenheit mitbringen, will er denn tatsächlich was Neues kennenlernen. Damit ist das Buch auch nicht für jedermann geschrieben. Oft genug sind Fotografen zu sehr von sich selbst überzeugt, glauben gar alles zu wissen, oder haben bereits ihren Weg und ihre Ansichten gefunden und brauchen keine weiteren Eindrücke.
Ich habe das Buch sehr genossen, weil es mir tatsächlich die Fotografie näher gebracht hat. Die vielleicht etwas eigenwillige Ausdrucksweise des Stilpiraten ist letztlich nur seiner Leidenschaft geschuldet - man merkt, dass er für die Fotografie brennt. Daher gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung. Denn neben seiner Botschaft versprüht das Buch auch einen gewissen Charme durch die freundliche und stimmige Aufmachung.
Habe ich etwas vermisst? Der Stilpirat unterteilt sein Buch in Kapitel und schenkt dem jeweiligen Thema stets nur wenige Seiten. Grundsätzlich ist dies begrüßenswert, artet es nicht in Langatmigkeit aus. Aber grade, wenn der Stilpirat auf das Thema Analogfotografie mit Mittel- und Großformatkameras zu sprechen kommt, habe ich mir mehr zu lesen gewünscht - ohne konkret benennen zu können, was genau.
Einen negativen Aspekt gibt es noch: die letzen Seiten des Buches sind mit WErbung des Galileo Verlags zugeschustert. Schade, raubt die Werbung dem Buch doch einen Teil seines Charmes. Dies hätten sich die Leute von Galileo wirklich sparen können.

Nichtsdestotrotz würde ich das Buch wieder kaufen.
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am 9. Dezember 2011
Schon lange erwartet, hat der Stilpirat sein erstes gedrucktes Buch Ende November veröffentlicht. Wer darin erwartet, über technische Details, Aufnahmetechniken usw. eine ausführliche Beschreibung zu bekommen, wird bitter enttäuscht werden. Das ist nicht das Ding des Stilpiraten. Er probiert lieber aus, bis es passt. Das Buch beschreibt eher das fotografische Leben eines Suchenden, der scheinbar nie zur Ruhe kommt, der Fehler macht, wieder aufsteht, einem, der gegen Wände rennt, um sie einzureißen, statt sich von ihnen aufhalten zu lassen. Dieses Buch ist das Logbuch eines Piraten, der auf rauher See von Insel zu Insel segelt, um seinen Schatz, das Eine, dieses perfekte Bild, das Geschehen, diesen einen Moment festzuhalten.

Sein literarisches Erstlingswerk (zumindest als Print) beschreibt seinen Weg in die Fotografie, wie er zu seinem eigenen Stil fand und immer noch findet. SEINEN Stil. Und er tritt Dir liebevoll in den Allerwertesten dies ebenfalls zu tun ' nämlich deinen eigenen Stil zu finden, statt den Anderer zu imitieren.

Steffen Böttcher teilt seine Erkenntnisse, warum Festbrennweiten besser als KIT-Objektive sind, beschreibt seine Entdeckung von Perspektive, Brennweiten, Verschlußzeiten und Schärfentiefe und warum letztere doch nicht die sichergeglaubte Allzweckwaffe ist. Auch der Umgang mit Licht ist ein wichtiges Kapitel. Genauso kommen aber die Tekkies mit Themen wie HDR, Tilt/Shift, Kugel und Brenizer-Panorama auf ihre kosten, ohne aber allzusehr ins Detail zugehen. Der Stilpirat beschreibt sein teils unnützes fotografisches Wettrüsten, Zweifel, Frust und wie man damit umgehen und sich selbst wieder aus der Pampe ziehen kann. Steffen Böttcher macht dabei auch vor der Verwendung von Kraftausdrücken nicht halt, auch wenn ihn nach eigenen Aussagen das Lektorat hier immer wieder in die Schranken wies. Hier und da hätte ich mir mehr Details gewünscht, aber in den Passagen, wo sich mir Fragen stellen, sehe ich es als Antrieb, es gefälligst selbst herauszufinden.

Dieses Buch ist anders. Es packt Dich, wie eben - eine Abenteuergeschichte. Für mich ist dieses Buch vor allem eins: Pure Motivation! Es zeigt, dass auch ein Fotograf, der das wärmende Feuer des fotografischen Olymps schon deutlich spürt, auch mit dem Schotterweg am Fuße des Berges angefangen hat. Dieses Buch zeigt Dir, wie Du die Steine aus dem Weg räumst und nicht in die Versuchung kommst, Dir gar eigene in den Weg zu legen.

Wer Steffen Böttcher bereits persönlich kennenlernen durfte, der merkt schnell, dass er für die Fotografie brennt. In seinen Adern fließt Entwickler, aus seinen Poren strömt die Leidenschaft für das perfekte Bild und jeder, der nicht von seinem Virus angesteckt wird, lebt in einer eigenen Biosphäre. Und genau diese Leidenschaft trieft förmlich von jeder Seite dieses Buches und spornt Dich an, ihm nachzutun und endlich in See zu stechen!

Ay, Cäpt'n! Tampen los!
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am 1. Dezember 2011
Beim Lesen von "Abenteuer Fotografie" hat man das Gefühl, Steffen "Stilpirat" Böttcher sei ein alter Kumpel aus Teeniezeiten, mit dem man schon damals viel Spaß zwischen Tischkicker und Dunkelkammer hatte. Er schreibt authentisch und so wie ihm der Schnabel gewachsen ist, ohne dabei Stil oder Orthographie beiseite zu packen.

Mehrmals fühle ich mich dem "Stilpiraten" ganz nah, weil da noch jemand ist, der diese vielen Erfahrungen und Fehler gemacht hat, mit denen ich mich in den letzten Jahren rumgeschlagen habe. Wie gut ich das Gefühl kenne: Deine Frau / Dein Mann interessiert sich sowas von überhaupt nicht für die Fotografie, die Dich so vehement durchs Leben treibt, dass Du in Ermangelung fotografischen Austauschs mit dem Menschen, den Du liebst, schier wahnsinnig werden könntest. Und, warum, zur Hölle, hat die Woche immer nur sieben Tage? Aber vermutlich sind wir nicht nur zwei, sondern tausende Gleichgesinnte...

Was ist "Abenteuer Fotografie" denn nun?
Ein Fachbuch über die Fotografie? Nein, obwohl man nebenbei auch viel Wissenswertes erfährt. Gerade als Anfänger kann man beim Lesen ohne gelangweilt zu sein Informationen für die Praxis aufschnappen. Ein Tagebuch? Schon eher. Ein Bericht über einen Lebensweg vielleicht. Der Blick auf Einen, der mit Kameras um den Hals seinen Weg entlang stolpert und am Ende mit und von seiner Geliebten, der Fotografie, sehr gut leben kann.

Fazit: Für Alle, die Fotografen sind oder sein wollen oder darüber nachdenken zu werden oder für Alle, die einfach Jemanden verstehen wollen, der Fotograf ist oder sein oder werden will ein "Musste-haben-Buch"!

(© B. Bender / [...])
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am 29. November 2011
Danke lieber Steffen für dieses Buch, welches heute bvei mir ankam und ich heute an einem Stück direkt verschlungen habe!

Danke für:

- einen großartigen Lesetag mit Dir (OK, Deinem Buch') auf der Couch
- ein riesen Spaß beim Lesen
- das Erfolgserlebnis, dass ich seit vielen Jahren nicht mehr hatte, ein ganzes Buch an einem Stück an einem Tag zu lesen ('eigentlich müsste es korrekterweise 'Verschlingen' lauten')
- den Lachflash der sich langsam von Seite 140 aufbaute und auf Seite 142 mit vielen Tränen endete und einem Handyfilm meiner Tochter die mich filmte weil ich so elend lachend musste und mir die Tränen liefen wegen Deines Schreibstils
- die vielen kleinen 100%ig zutreffenden Erkenntnissen die viele von uns Fotofuzzys nachempfinden können (..es nur nicht so schön in Worte fassen können!)
- die vielen Inspirationen
- Deine Art völlig normale und uns allen bekannte Themen so ansprechend zu formulieren
- die viele Arbeit die dieses Buch Dir sicher gemacht hat!!!!

Es ist definitiv heute zu meinem Lieblingsbuch der letzten 40 Jahre geworden!

DANKE STEFFEN STILPIRAT BÖTTCHER!
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am 27. März 2012
ich möchte mich den positiven rezensionen der vorgänger nur nahtlos anschliessen! was habe ich gelacht, insbesondere die erzählungen über seine hochzeitserfahrungen *gg* fotographieren einmal fern von physikalischen formeln, dennoch sehr informativ und gleichzeit mehr als unterhaltsam. kategorie empfehlenswert!!
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