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Abenteuer Au-Pair. USA und Europa: Erlebnisberichte, Tips, Adressen
 
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Abenteuer Au-Pair. USA und Europa: Erlebnisberichte, Tips, Adressen [Taschenbuch]

Corinna Nitsche , Georg Beckmann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Helga zog es in die USA. Marion entschied sich für Schweden, Tania für Spanien, Martina und Corinna für Irland und Cornelia für Norwegen. Alle lebten mehrere Monate in verschiedenen Ländern, hatten aber eines gemeinsam: sie lernten nicht nur Menschen, Sprache und Kultur ihres 'Traumlandes' kennen, sondern auch ein Stück mehr sich selbst. 'Abenteuer Au-pair' enthält eine Fülle von Erfahrungen, gibt Insidertips und allgemeine Hinweise, bietet Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung und liefert einen Beitrag zur Vorbereitung auf den Aufenthalt. Verständigungsprobleme, Heimweh und die vielfältigen Herausforderungen eines Au-pair-Aufenthaltes kommen ausführlich zur Sprache.

Buchrückseite

˝Ich will nach Australien - als Au-Pair!˝, sagte ich mir und saß wenige Monate später im Flieger über den großen Teich. Auch Helga zog es in die USA. Marion entschied sich für Schweden, Tania für Spanien, Martina und Corinna für Irland und Cornelia für Norwegen. Esther und Judith waren in England, Meike und Sylwia in Frankreich. Alle lebten mehrere Monate in verschiedenen Ländern, hatten aber eines gemeinsam: sie lernten nicht nur Menschen, Sprachen und Kultur ihres " kennen sondern auch ein Stück mehr sich selbst. Dieses Werk enthält eine Fülle von Erfahrungen, gibt Insidertipps und allgemeine Hinweise, bietet Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung und liefert einen Beitrag zur Vorbereitung auf den Aufenthalt. Verständigungsprobleme, Heimweh und die vielfältigen Herausforderungen eines Au-Pair-Aufenthaltes kommen ausführlich zur Sprache. Au-Pair: eine preiswerte und faszinierende Möglichkeit, die Länder dieser Erde kennenzulernen. Mit diesem Ratgeber im Gepäck kann bei dem Abenteuer fast nichts mehr schiefgehen.

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Was heißt eigentlich Aupair? Die Bezeichnung »Aupair« stammt aus dem Französischen und heißt übersetzt auf Gegenseitigkeit. Im übertragenen Sinn bedeutet es, dass ein Aupair als gleichgestelltes Mitglied und nicht als Hausangestellte in eine Gastfamilie aufgenommen wird und als Ausgleich für freie Unterkunft und Verpflegung die Betreuung der Kinder und Haushaltspflichten übernimmt. Die Aupair-Geschichte beginnt in Europa Man geht davon aus, dass die Aupair-Geschichte Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt, als junge Frauen aus Deutschland zu Familien in die Schweiz geschickt wurden, um als Haustöchter nicht nur die französische Sprache, sondern auch die »feinen« Umgangsformen und Kochkünste zu erlernen. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte zog es junge Frauen dann auch aus eigener Motivation heraus in andere europäische Länder. Bevorzugte Ziele waren die Hauptstädte und Weltmetropolen. Paris und London zählen bis heute innerhalb Europas zu den beliebtesten Zielen für einen Aupair-Aufenthalt. Neben einer Portion Abenteuerlust, spielte auch schon damals der Wunsch, mehr über Sprache, Kultur und Lebensart des jeweiligen Landes kennenlernen zu wollen, eine große Rolle. In den Zeiten der Wirtschaftskrise beeinflußte auch die Hoffnung auf bessere Verdienstmöglichkeiten die Entscheidung, als Aupair ins Ausland zu gehen. Da die jungen Frauen im Ausland keine Absicherung hatten und damit der Gunst und Ungunst der Familien ausgeliefert waren, gründeten sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Vereinigungen zum Schutz und zur Vermittlung von Aupair-Mädchen. Dabei handelte es sich in erster Linie um kirchliche Vereine oder internationale Initiativen, die sich aus der bürgerlichen Frauenbewegung heraus gründeten. Dazu gehörten beispielsweise auch die Vorläufer der heutigen Bahnhofsmission und des Vereins für Internationale Jugendarbeit (VIJ). Doch auch auf politischer Ebene nahmen einige europäische Staaten, wie zum Beispiel England und die Schweiz, bereits in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts Verhandlungen auf, um Vereinbarungen für die Vermittlung von Aupair-Mädchen festzulegen. Konkrete Regelungen über die Rechte und Pflichten von Aupairs und der Gastfamilien wurden allerdings erst 1969 zwischen den Mitgliedstaaten des Europarates vereinbart. Das sogenannte Europäische Abkommen über die Aupair-Beschäftigung enthält Rahmenvorschriften über Lebens- und Altersbedingungen, den Sprachunterricht, die soziale Sicherung sowie Rechte und Pflichten des Aupairs und der Gastfamilie. Das Abkommen wurde bis heute jedoch nur von wenigen Staaten, darunter Frankreich, Italien, Norwegen und Spanien, ratifiziert. Auch wenn in den meisten Ländern des Europarats das Aupair-Abkommen durch die fehlende Ratifikation keinen Rechtscharakter angenommen hat, werden die Inhalte auch in diesen Ländern im Wesentlichen anerkannt. So gründen sich die meisten Aupair-Programme in Europa auf den Regelungen von 1969, oder es bestehen, wie beispielsweise in Großbritannien, klare nationale Richtlinien zur Aupair-Beschäftigung. Zusätzlich zum Abkommen von 1969 wurde am 18. Januar 1972 ein »Mustervertrag« über eine Aupair-Beschäftigung gebilligt. Ein solcher Vertrag sowie die Rahmenbedingungen eines Aupair-Aufenthaltes, wie ihn das Abkommen von 1969 vorschreibt, können über zwei Merkblätter der Bundesagentur für Arbeit nachgelesen werden. Die Informationen sind zwar für junge Frauen gedacht, die als Aupairs nach Deutschland kommen, aber dieselben Bedingungen sollten auch für Interessentinnen gelten, die von Deutschland aus als Aupair in einem anderen europäischen Land tätig sein möchten. Zu finden sind die Merkblätter über http://www.au-pair-box.com, dort weiter über die Links: „Eltern“ „Familie und Aupair“ – „Merkblätter“: „Aupair bei deutschen Gastfamilien“ und „Vertrag über eine Aupair-Beschäftigung“ heißen die Merkbätter. Ein Mustervertrag liegt bei http://shop.interconnections.de. Unterbrochen durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg, entwickelte sich der Aupair-Aufenthalt im Laufe der letzten 150 Jahre zu einer der beliebtesten Möglichkeiten, um mit geringem finanziellen Aufwand Sprache, Menschen, Kultur, Lebensgewohnheiten sowie Natur und Städte eines anderen Landes kennenzulernen. 1986 – Die Wende beim Aupair-Aufenthalt in den USA Bis 1986 war es für junge Frauen aus Europa kaum möglich, legal als Aupair in den USA zu arbeiten. Die einzige Möglichkeit, offiziell bei einer amerikanischen Familie Kinder betreuen und im Haushalt helfen zu dürfen, war bei US-Familie gegeben, die im diplomatischen Dienst oder bei der NATO beschäftigt war. Der Grund für diese Beschränkung lag darin, dass die Aupair-Tätigkeit offiziell als eine Tätigkeit eingestuft wurde, die auch von Amerikanern hätte ausgeübt werden können. Unter diesem Gesichtspunkt nahm praktisch jedes ausländische Aupair einer Amerikanerin oder einem Amerikaner einen Job weg. Aus der Befürchtung heraus, dass bei einer Legalisierung der Aupair-Beschäftigung zu viele junge Frauen aus Europa und den südamerikanischen Staaten den Arbeitsmarkt zusätzlich belasten würden, schob die US-Regierung dem legalen Aupair-Aufenthalt jahrelang einen Riegel vor. Amerikanische Familien und junge Frauen aus Europa hat das jedoch kaum davon abgehalten, ein Aupair-Verhältnis miteinander einzugehen. Offiziell reiste das Aupair mit dem Touristenvisum ein. Gesucht und gefunden hatte man sich entweder über Anzeigen in Tageszeitungen, Freunde oder Verwandte. Auch wenn keine konkreten Zahlen vorliegen, wird davon ausgegangen, dass jährlich Tausende junger Frauen als illegale Aupairs und damit auch ohne amtlich geregelte Rechte und Pflichten bei amerikanischen Familien arbeiteten. Doch Schwierigkeiten traten häufig auf. Sobald amerikanische Zollbeamte bei der Einreise vermuteten, dass eine junge Frau nicht als Touristin, sondern als Aupair in die USA wollte, wurde sie ganz genau überprüft. Häufig waren es nicht nur langwierige, sondern auch nervenaufreibende Kontrollen. Nicht wenige haben durch Kochbücher im Gepäck oder Gastgeschenke den wahren Grund ihres USA-Besuches verraten. Aber nicht nur bei der Einreise, sondern auch während des Aufenthaltes konnte es Probleme geben. Wurde zum Beispiel aufgedeckt, dass eine Familie ein illegales Aupair beschäftigte, mußte sie mit hohen Geldstrafen rechnen und das Aupair mit der Ausweisung und einem mehrjährigen Einreiseverbot. Zudem gab es für Aupairs keinerlei Absicherung. Wurden sie von der Familie ausgenutzt oder gab es sogar schwerwiegendere Probleme, hatten sie kaum Möglichkeiten, sich an offizielle Stellen zu wenden, denn eigentlich durften sie ja nicht arbeiten. Da jedoch Strafandrohungen und fehlende Absicherung amerikanische Familien und junge Frauen aus Europa nicht abschrecken konnten, entschloß sich die US-Regierung, ein legales Aupair-Programm aufzulegen. 1986 war es dann soweit. Die US-Regierung legte klare Rahmenbedingungen für das Aupair-Programm fest. Die Bewerbungsoraussetzungen, die Dauer des Aufenthaltes, die Höhe des Taschengeldes, Arbeitszeiten, sowie Rechte und Pflichten für Gastfamilie und Aupair wurden somit einheitlich und amtlich geregelt. Anschließend erhielten zunächst zwei amerikanische Organisationen die Genehmigung, unter Einhaltung dieser Vorgaben Aupairs aus Europa anwerben und vermitteln zu dürfen. Möglich geworden war die Durchsetzung eines legalen Aupair-Programmes dadurch, dass es sich unter den festgelegten Rahmenbedingungen nicht um einen Arbeitsaufenthalt handelte, sondern vielmehr um ein Kulturaustauschprogramm. Die für das Aupair-Programm zuständige amerikanische Aufsichtsbehörde war somit auch nicht das Department of Labor, sondern die United States Information Agency (USIA) in Washington D.C. Heute ist für das Aupair Programm das Bureau of Educational and Cultural Affairs zuständig, das dem Außenministerium, also dem Department of State untersteht. Das „Bureau of Educational and Cultural Affairs“ vergibt an autorisierte amerikanische Vermittlungsagenturen jährlich...

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Über unsere Erfahrungen, ergänzt durch Tipps und allgemeine Informationen, berichten wir in diesem Buch. Dadurch wird ein umfassender Einblick in die Besonderheiten und Eigenheiten des Aupair-Aufenthaltes im Ausland ermöglicht. Das Buch ist nicht nur ein Ratgeber zur Vorbereitung auf den Aupair-Aufenthalt, sondern auch eine Hilfe für junge Menschen, die noch herausfinden möchten, ob der Auslandsaufenthalt als „Aupair“ tatsächlich das Richtige für sie ist. Der Aupair-Aufenthalt ist eine preiswerte und faszinierende Möglichkeit, Länder und Menschen dieser Erde kennenzulernen. Es ist kein Urlaub und sicher nicht immer einfach, aber mit der richtigen Einstellung und Vorstellung von dem, was es heißt, Aupair zu sein, kann bei dem Abenteuer fast nichts mehr schiefgehen. Was den Aupair-Aufenthalt im Vergleich zu anderen Job-Programmen im Ausland so besonders macht, ist die Intensität und Komplexität, der Erfahrungen. Durch die Dauer des Aufenthaltes (mindestens sechs, meistens zwölf Monate) sowie das Leben in der Familie und die Arbeit mit den Kindern durchläuft ein Aupair viele aufregende und spannende, aber durchaus auch frustrierende Situationen. Und sich genau diesen Situationen zu stellen, sie zu genießen oder zu meistern, macht den gewaltigen Entwicklungssprung aus, den kaum ein anderer Auslandsaufenthalt bieten kann. Als Aupair lernt man, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, sich durchzusetzen, sich in eine bestehende Gemeinschaft einzugliedern und gleichzeitig als eigene Persönlichkeit einzubringen. Au Pair zu sein ist ein aufregendes Abenteuer, das eine Portion Mut und Ausdauer kostet. Was es zu entdecken gibt, ist die Kultur eines anderen Landes und vor allen Dingen ein Stück der eigenen Persönlichkeit. Bedanken möchte ich mich bei allen, die an der Erstellung dieses Buches beigetragen haben. Besonderer Dank gilt meinen beiden Familien: der in den USA und der in Deutschland. Ihnen möchte ich dieses Buch gerne widmen. Allen, die als Aupairs ins Ausland gehen, wünsche ich, dass auch sie nach dem Aufenthalt sagen können: »Dies war eine der wichtigsten Erfahrungen in meinem Leben.«
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