Die Geschichte um die Heldin Abby Lynn geht in die 2. Runde:
Abby hat endlich ihren Liebsten, Andrew Chandler, geheiratet und lebt mit ihm zusammen auf der väterlichen Plantage Yulara. Dort kämpfen die Siedler gegen die Unbillen der Natur, schlagen sich mit Buschbränden herum und stoßen auf ein verletztes Aborigines-Mädchen. Als Abby Lynn bei einem Raubüberfall verletzt im Busch zurückbleibt, beginnt Andrew eine schier aussichtlose Suche nach seiner Frau..
Wie auch im 1 Band schon gesagt, so kann ich auch hier bestätigen, daß der Autor wirklich große erzählerische Kraft hat. Der Schreibstil ist wirklich außerordentlich gut gelungen und die einzelnen Charaktäre werden farbig und mitreissend in Szene gesetzt.
Warum bekommt das Buch dann vom mir nur 3 Sterne?
Im ersten Band konzentrierte sich der Autor noch auf seine Hauptperson - Abby Lynn und das widrige Schicksal welches ihr widerfuhr. Er lies seine Leser an Abbys Leben und Gefühlen teilhaben und Abby war tatsächlich der farbige Mittelpunkt des Romans.
Leider hat sich der Autor im 2. Band zu sehr von den Nebenkriegsschauplätzen verführen lassen und so ist das Buch thematisch ziemlich schwammig geraten.
Im ersten Teil ist noch Abby der Dreh,- und Angelpunkt des Geschehens, aber im 2. Teil taucht Abby schon gar nicht mehr auf - hier gehts nur um Andrews Suche nach seiner Frau.
Auch im letzten Drittel wird Abby schon fast zur Nebendarstellerin degradiert, es geht um das Leben und die Kultur der Aborigines, ihre Religion und das Überwinden von Vorurteilen.
Sicherlich - wichtige und gute Themen aber hier hat der Autor für meinen Geschmack die moralische Keule zu sehr geschwungen. Weniger ist oft mehr - und so war ich am Ende der Geschichte froh, als Andrew seine Abby wieder in die Arme schließen konnte.
Ich hoffe, daß im nächsten Band der Autor zum Kernpunkt der Geschichte - Abbys Geschichte eben - zurückfindet. Wer gerne über Australien und Aborigines lesen möchte: für den ist die Geschichte in jedem Fall interessant...