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Abbitte [Taschenbuch]

Ian McEwan , Bernhard Robben
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (84 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

April 2004
Am heißesten Tag im Sommer 1935 wird die dreizehnjährige Briony Tallis im Landhaus ihrer Familie Zeuge eines eigenartigen Geschehens. In der Schwüle des Tages sind alle wie verwandelt: Was treibt die ältere Schwester mit Robbie Turner am Brunnen, was in einer dunklen Ecke der Bibliothek? Und wie ist jenes Wort in dem Brief zu verstehen, den sie nicht öffnen sollte? Mit Briony geht die Phantasie durch. Noch am selben Abend ist das Leben aller Beteiligten für immer verändert … ›Abbitte‹ ist ein Buch über Leidenschaft und die Macht des Unbewussten, über Reue und die Schwierigkeiten der Vergebung. Ein Meisterwerk, einfach hinreißend in seiner Beschreibung von Kindheit, Krieg und Liebe. In leuchtenden Bildern ersteht ein ganzes Universum: Weltliteratur. Ian McEwans beliebtester Roman endlich wieder als Hörbuch.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 20 (April 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257233809
  • ISBN-13: 978-3257233803
  • Originaltitel: Atonement
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (84 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 55.785 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot, wurde als Literaturstudent von Angus Wilson und Malcolm Bradbury gefördert, von Philip Roth für ein Schriftsteller-Stipendium nominiert und für den ersten Erzählungsband mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet. Der Autor lebt und arbeitet in London.

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Träumt sie, oder steigt ihre ältere Schwester Cecilia, nur mit dem Unterrock bekleidet, vor Robbie Turners Augen in den Brunnen? Welch geheimer Zauber spielt sich zwischen den beiden ab? Was Briony Tallis an diesem glühenden Nachmittag des Jahres 1935 zu sehen bekommt, macht ihre kindliche Märchenwelt auf einen Schlag zunichte. Vergessen, die "Heimsuchungen Arabellas", ihr gerade angefertigtes Theaterstück, das zu Ehren des heimkehrenden Bruders Leon beim abendlichen Dinner zur Aufführung kommen sollte. Von nun an würde das Leben selbst ihr die Stücke in die Feder diktieren. Das Leben jedoch hat weitaus finsterere Pläne.

Sagen und Heldenepen: Stoff, an dem sich die Fantasie der 13-Jährigen stets auf's Neue entzündete. Grafen, Ritter und entführte Jungfrauen waren das ewig gleich bleibende Personal der naiven Dramolette, mit denen die feinnervige Briony ihren Weltschmerz in klapprigen Versen inszenierte. Vorbei! Soll die Besetzung des Premierenabends, Brionys Vettern aus dem Norden, die neunjährigen quengelnden Zwillinge Jackson und Pierrot und ihre kokette Kusine Lola, ruhig jammern. Briony Tallis ist bereit, nichts Geringeres als den literarischen Olymp zu erklimmen!

Mit seinem neunten Buch hat Ian McEwan sich endgültig in den Rang eines Somerset Maugham katapultiert. Tückisch harmlos beginnend, frisst sich das Unheil langsam wie ein Schwelbrand in den Leser hinein. Die sommerlich flirrende Hitze auf dem englischen Landsitz. Eine irrlichternd umherschnüffelnde Briony. Die an Migräne leidende, ans Bett gefesselte Mutter. Der abendliche Gast, ein schnöseliger Schokoladenbaron. Cecilia und Lola, ahnungslos in ihrem sexuellen Erwachen. Schließlich der erotisch aufgeladene Sohn der Haushälterin, Robbie Turner, zweite Hauptfigur dieses erhitzten Tableaus. Das Dinner rückt näher. Und mit ihm die sich ankündigende Katastrophe. Am späten Abend jenes Junitages im Jahre 1935 wird das Leben dreier Anwesender gründlich zerstört sein.

Am Beispiel der überbordenden Vorstellungskraft eines schriftstellerisch begabten Mädchens, das eine lebenslange Schuld auf sich lädt, hinterfragt McEwan raffiniert auch die eigene literarische Verantwortlichkeit. Seine gewaltige Bilderflut, ein vor Sprachgewalt berstender Lebensbogen lassen uns staunend und immens bereichert zurück: welch großartiges Buch! --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ein grandioses literarisches Panorama. Excellent geschrieben. Im Dunst des Sommers entsteht Bild um Bild, schmeichelt sich ein in die Vorstellungskraft des Lesers - und fordert sie heraus." (John Updike/The New Yorker) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
68 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Emotional anspruchsvoll 9. September 2007
Von Wolfgang Stroebl TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
"Abbitte" ist sicherlich einer der besten Romane von Ian McEwan geworden, ein sprachlich meisterliches Werk über Menschen, die um ihr Lebensglück schuldlos betrogen werden.
Dennoch gestehe ich - und da stehe ich im Vergleich zu meinen Vorrezensenten ziemlich allein da - : ich habe mir das Lesevergnügen hart erarbeiten müssen. Lange klingt der erste Teil wie ein betulicher englischer Gesellschaftsroman, die Schilderung einer trägen Festgesellschaft auf einem britischen Landsitz, gefiltert durch die pubertären Empfindungen einer überspannten 13-jährigen. Sanft und sehr, sehr langsam wird die Katastrophe dieses Sommerabends dramaturgisch vorbereitet.
Der zweite Teil ist dann das Kontrastprogramm: eine auch sprachlich beinharte und schnörkellose Schilderung des Rückzugs der britischen Soldaten in Nordfrankreich im Zweiten Weltkrieg. Auch der dritte Teil bleibt in dieser Zeit: Briony, die weibliche Hauptperson arbeitet in einem Krankenhaus, das verwundete Soldaten betreut. Im unaufgeregt angefügten Epilog schließt sich dann der erzählerische Kreis; erst dann wird klar, dass all die verschiedenen Stimmungen des Romans ein kluges dramaturgisches Stilmittel waren.
Ich habe die Lektüre in weiten Strecken weder besonders spannend noch entspannend gefunden. McEwans Sprachgewalt hat mich geradezu niedergedrückt; für meine Bedürfnisse macht der Roman auch zu viele Worte. Phasen des Stillstands und der existentiellen Not wechseln ab - der Leser wird emotional ziemlich gefordert. Aber: es zahlt sich aus, sich auf "Abbitte" einzulassen, wenn es auch - auf seine Weise - ziemlich harte Kost ist.
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70 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das löwenmähnige Gras 23. Januar 2009
Von Ophelia TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Es gibt hier schon viele gute Rezensionen zu "Abbitte", so dass es meiner eigentlich nicht mehr bedarf, aber ich habe dieses Buch vor über einem Jahr gelesen und es geht mir nicht aus dem Kopf und immer wenn ich daran denke, habe ich dieses eigenartige flaue Gefühl im Magen, eine Art von Sehnsucht, wie es manchmal passiert, wenn man einen literarischen Schatz gehoben hat. Solche Schätze, die einen auch noch lange nach dem Lesen beglücken, findet man selten und deshalb habe ich das Bedürfnis, etwas zu schreiben und vielleicht sogar jemanden zu animieren, das Buch zu lesen.

Dies ist eine Geschichte mit den alten großen Themen: Liebe, Vergänglichkeit und Schuld. Eine Geschichte, in der erzählt wird, wie sich das Leben zweier Familien für immer verändert: An einem einzigen heißen Sommertag, durch einen tragischen Vorfall, die unglückliche Verkettung von Umständen und nicht zuletzt durch eine Lüge.
Faszinierend ist der Schreibstil und die Atmosphäre die das Buch ausstrahlt. Die ersten zwei Drittel des 544 seitigen Buches erzählen von den Begebenheiten dieses einen heißen Sommertages 1935 auf einem Landgut vor London, und alles findet fast in Echtzeit statt. Man spürt die erdrückende Hitze, die willkommene Kühle im Haus und die seltsame Gespanntheit, die auf allen Personen, die sich hier bewegen, zu lasten scheint.

Drei Geschwister: Da ist die dreizehnjährige Briony Tallis, schwer in der vorpubertären Phase steckend und am Anfang ihre Schriftstellerei stehend. Ihre ältere Schwester Cecilia, die in den Collegeferien nach Hause gekommen ist und sich plötzlich gegenüber Robbie, dem alten Freund aus Kindertagen, befangen fühlt.
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wunderbares, bewegendes Buch 21. Juli 2007
Von Elli
Format:Gebundene Ausgabe
Was kann ich als Leser über ein solches Buch schreiben, ohne es in die eigenen Unzulänglichkeiten, mit Worten umzugehen, hinab zu ziehen?

Die Beschreibung der Protagonisten ist psychologisch absolut stimmig und einfühlsam wieder gegeben. Hier die pubertierende "Heldin" des Buches mit ihrer kindlichen Einbildungskraft, ihrer trotzigen Hartnäckigkeit und des letztendlichen Unvermögens, ihre falsche Beschuldigung, die das Unglück zweier Menschen heraufbeschwört, zurück zu nehmen und das eigene Leben für immer prägen wird. Dort die Unsicherheit und Verwirrung zweier junger Menschen, aus deren Kinderfreundschaft auf einmal Liebe geworden ist. Die dieses Glück, der eben erst gewonnenen Liebe nicht leben können und allein gelassen sind in ihrem Kampf gegen das, was nun über sie herein bricht und sie über Jahre in verzweifelte Sehnsucht und Isolation stürzen wird. Dies alles berührt zu tiefst, ohne dabei je sentimental und kitschig zu werden.

Der Leser wird gerade in der ersten Hälfte des Buches so in die Handlung hinein gezogen, als wäre er selbst als stiller Beobachter an jenem Sommertag auf dem Landsitz zugegen. Und nicht nur das, er fühlt, lebt und leidet mit und fühlt sich ebenso hilflos wie diejenigen, über die das Unheil herein bricht. - Das Unheil, das sich fortsetzt in den schockierenden Ereignissen des 2. Weltkriegs.

Dies ist ganz große Erzählkunst, eine gut erzählte Geschichte, ganz in der klassischen Tradition englischer Literatur. Ich habe dieses Buch mit großer Begeisterung gelesen. - Und es gibt zum Schluß nur Eines zu sagen: Unbedingt lesen!!!
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4.0 von 5 Sternen Die hohe Kunst des Schreibens, das zeichnet einen Ian McEwans aus...
Ich habe kaum ein Buch gelesen, das mich so lange gefangen hielt und zwischen Abbruch und Weiterlesen hin und her riss! Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Floh veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Gute Idee
Die Idee zu Abbitte ist spannend. Ein 13-Jähriges Mädchen verändert mit ihrer Aussage das Leben von drei Menschen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Alexandra Brück veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr tiefgehendes Sittenbild des 20 Jahrhunderts in England
Eine sehr intensive Lektüre zur Zeit des 2.Weltkriegs. Herrvorragend geschrieben.ichhatte nie langeweile mit den dort beschrieben Karakteren und deren Lebensweg.
Vor 8 Monaten von Udo Clabes veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Meisterwerk voller Atmosphäre und Poesie
Ich habe kaum ein Buch gelesen, das mich so lange gefangen hielt! Es ist schon eine Weile her (2008), seitdem ich den Roman das erste Mal gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Abendstern veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik erstklassig verpackt
Leider kennen treue Kinogänger dieses brillante Buch bereits; denn auch der Film von 2008 ist sehr gut gelungen. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Martino veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Vergrößerungsglas
McEwan beschreibt bei einem Szenario den Lichteinfall in einem sommerlichen Park mit den tanzenden Staubpartikeln, einen Käfer, der über den Stein krabbelt, das Zinn... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Ruthbasilisk veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen laaaaangweilig
völlig überbewertet -
Wenn das Werk nur 1/4 der Länge hätte, wäre es ganz gut
Nach der ersten Hälfte habe ich mir noch das engl. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von friedericusrex veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eines der schönsten Bücher
Vor cirka einem Jahr bin ich auf den Film "Abbitte" gestoßen und war restlos begeistert. Ich hab ihn immer und immer wieder angesehen und wollte schließlich auch... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Bumblebee veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker!!!
Das ist eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe!
Der Autor ist sehr sprachgewandt, die Geschichte ist sehr berührend. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von C. Klaus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen geniales Buch über Schuld und Vergebung
Das Buch at mir äußerst gut gefallen und ich habe es sehr genossen. Das Thema ist wunderbar umgesetzt worden und fesselt den Leser.
Vor 19 Monaten von Zweifel veröffentlicht
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