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Im April dieses Jahres gaben Apple Corps Ltd. und EMI Music die weltweite Veröffentlichung des originalen remasterten Beatles-Kataloges für Mittwoch den 09.09.2009 bekannt. Jedes Album erscheint im originalen Cover-Artwork und enthält ein umfangreiches Booklet mit neu verfassten Liner Notes und zahlreichen seltenen Fotos.
Ganze vier Jahre dauerte der akribische Remastering Prozess in den Londoner Abbey Road Studios. Beim Einsatz der sowohl neuesten Studiotechnologie als auch klassischen Sound-Equipments wurde das Hauptaugenmerk stets auf die möglichst authentische Wiedergabe der originalen Analogaufnahmen gelegt. Das Ergebnis ist die originalgetreueste Klangqualität, in der diese Musik seit ihrer Entstehung und Erstveröffentlichung in den 60er Jahren zu hören war.
Nun, da ist zuerst einmal der Umstand, dass es die letzten Studioaufnahmen sind, die im Sommer 1969 entstanden. Allein dies erfüllt den Fan mit Wehmut, vor allem wenn das geniale Medley auf Seite 2 (LP) mit dem für die Beatles so typischen Satzgesang in THE END ausklingt und wirklich damit den Schlusspunkt setzt (dem McCartney lediglich noch ein ebenso typisches Augenzwinkern mit HER Majesty hinterherschiebt).
Als nächstes fällt auf, dass nach dem eher uneinheitlich und ziellos wirkenden WHITE ALBUM (dass dennoch ebenfalls wunderbar ist) und dem das Auseinanderbrechen der Band musikalisch wie filmisch festhaltenden LET IT BE ein Werk voller Harmonie und guter Laune entstand, worauf zwar alle Fans gehofft aber woran damals wohl kaum noch jemand geglaubt hat. Hier greifen alle Songs ineinander, werden die Gegensätze zwischen Paul und John zu wirklich einheitlichen Endergebnissen verschmolzen und durch Georges wohl stärkste Songs (außer While my guitar...) harmonisert und ein sich immer ein wenig ausgeschlossen fühlender Ringo perfekt eingebunden als gleichberechtigter Sänger und Instrumentalist.
Die perfekte Produktion des für die damalige Zeit weltbesten Produzenten George Martin verleiht dem ganzen Album schließlich jene Perfektion, mit der es nach mehr als 35 Jahren immer noch zu beeindrucken weiß.
Ebenfalls ein Novum war, dass mit der ausgekoppelten Single SOMETHING kein Lennon/McCartney Song gewählt wurde, was sicher auch noch einmal Balsam für George Harrisons wunde Seele war, fühlte er sich doch stets als Songwriter verkannt.
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