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Abarat: Roman
 
 
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Abarat: Roman [Taschenbuch]

Clive Barker , Karsten Singelmann
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (6. Juni 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453532252
  • ISBN-13: 978-3453532250
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 55.460 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Clive Barker
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Skepsis ist angesagt, wenn ein weltbekannter Horrorautor plötzlich Jugendbücher verfasst. Ausgerechnet Clive Barker, dessen Bücher des Blutes ihrem Namen mehr als gerecht werden und dessen Hellraiser-Serie Filmgeschichte geschrieben hat, wildert jetzt auf dem Markt zwischen J. K. Rowling und Philip Pullman?

Der Anfang ist so konventionell wie charmant: Die sechzehnjährige Candy, Tochter eines zu Wutanfällen neigenden Alkoholikers, ist in einer ländlichen Kleinstadt in den USA aufgewachsen, die langweiliger nicht sein könnte. Nach einem Streit mit einer Lehrerin hält sie es nicht mehr aus und läuft davon. Von einer goldenen Wolke neugierig gemacht, gelangt sie alsbald auf eine weite Grasebene und entdeckt -- einen Leuchtturm. Mitten in Minnesota, Tausende von Kilometern vom Meer entfernt!

Ab diesem Punkt unterläuft Barker alle Erwartungen: Candys weitere Reise führt sie auf einen geheimnisvollen Archipel, in eine Welt, die sich von der unseren grundlegend unterscheidet. Jede Insel ist unveränderlich in einer festen Tageszeit gefangen -- vierundzwanzig Inseln in vierundzwanzig “Stunden”, von einer unerklärlichen fünfundzwanzigsten Insel/Stunde ganz zu schweigen. Und die Mitternacht droht, den Tag zu verschlingen ...

Abarat, der erste von vier geplanten Bänden, liest sich streckenweise wie eine Mischung aus Oz, Narnia und Erdsee, womit dem Buch jedoch keinesfalls seine Originalität abgesprochen werden soll. Der Roman ist düsterer als das Gros der Jugendliteratur, und wenn man genauer hinsieht, stößt man auf für Barker typische Themen wie Kapitalismuskritik und gleichgeschlechtliche Liebe.

Gerüchten zufolge hat Disney die Multimedia-Rechte an dieser Serie für knapp unter 10 Millionen Dollar gekauft. Hoffen wir, dass Barker trotzdem die Freiheit genießt, nach seinen eigenen Vorstellungen weiter zu schreiben. Denn dann könnte Abarat ein ganz großer Wurf in der phantastischen Literatur werden! --Felix Darwin -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Einer der vielseitigsten und interessantesten Künstler der Gegenwartsphantastik." (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

"... fantastisch bunte Welten." (Die Zeit )

"Eine eigenwillige, gewitzte Interpretation der Stereotypen des Genres." (Die Zeit )

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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Skurill, spannend, schaurig., 22. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Abarat (Gebundene Ausgabe)
Es gehört schon einiges dazu, sich Clive Barker, den Schöpfer von "Everville", "Weaveworld", "Imajica" oder natürlich "Hellraiser" als sogenannten Kinderbuchautor vorzustellen. Das sieht dann auch ungefähr so aus: Ein Bösewicht, dessen untere Gesichtshälfte von einem glasartigen Kragen umgeben ist, indem seine fleischgewordenen Alpträume umherschwimmen, die er durch Nase und Mund wieder einatmet. Meiner Meinung nach für jüngere Leser vielleicht nicht ideal, denn unter der märchenhaften Oberfläche von Abarat scheint eindeutig der Horrorautor Clive Barker durch, mit all seiner Genialität und Kreativität. Und zwar nicht nur als Schriftsteller sondern auch als Maler. Ich habe mir die - um einiges günstigere - englische Version zugelegt, die ebenfalls reich mit farbenprächtigen, verrückten Zeichnungen des Autors illustriert ist, ein richtig schönes Buch.

Und zur Geschichte: Clive Barker schafft es immer wieder zu zeigen, daß er sich in keine Kategorie einordnen läßt. Gerade im Fantasy-Genre, wo jeden Tag ein weiteres unoriginelles Zwerg-Elf-Zauberer-Drachen-Buch produziert wird, kreiert er faszinierende neue Welten und Charaktere, die keiner anderen Geschichte gleichen.

Abarat, das insgesamt aus vier Bänden bestehen soll, fängt damit an, daß Candy Quackenbush, die in der langweiligsten Kleinstadt Amerikas lebt, die Grenzen ihrer kleinen Welt überschreitet und von einem plötzlich auftauchenden Meer (!) davongetragen wird nach Abarat, wo nicht einmal die Sterne so aussehen wie in Minnesota. Abarat besteht aus 25 Inseln, eine für jede Stunde des Tages und der Nacht und eine Insel, die außerhalb der Zeit liegt. Und seltsamerweise fühlt sich Candy inmitten lauter eigenartig aussehender skuriller Wesen weit weniger fremd, als sie es eigentlich sollte. Die Ankunft einer Besucherin aus dem "Hereafter" bleibt natürlich nicht unbemerkt. Christopher Carrion "The Lord of Midnight" schickt seine Männer aus, um Candy zu sich bringen zu lassen, aber mit Hilfe neugefundener Freunde kann das Mädchen immer wieder entkommen. Daß Candy in Abarat gelandet ist, ist alles andere als ein Zufall, sie hat eine große und schwierige Aufgabe zu erfüllen, aber welche das ist, muß sie selbst erst noch erfahren.

Bemerkung am Rande: Mich graust davor zu sehen, was Walt Disney (!!) mit dieser Geschichte wohl anfangen wird. Clive Barker und Bambi passen einfach nicht zusammen.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Limitierte Auflage!, 16. Februar 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Abarat (Gebundene Ausgabe)
Abarat ist ein seltsamer Ort: Ein Archipel aus 25 Inseln. Gefährlich, wundersam und magisch. Diese Inselwelt wird von Geschöpfen aller Art bevölkert, Menschen, Mischwesen, Katzenmenschen, seltsamen Meeresbewohnern, Drachen, Monstern, Zauberern. 24 der insgesamt 25 Inseln sind jeweils in einer Stunde des Tages "gefangen". Es herrscht dort immer die gleiche Zeit, eine Insel für jede Stunde des Tages. Doch gibt es noch eine geheimnisträchtige 25. Insel, die außerhalb der Zeit zu liegen scheint, denn sie gehört nicht in den tagesüblichen 24-Stunden-Ablauf, den die anderen Inseln repräsentieren. Niemand weiß genau, wie es auf der 25. Insel zugeht. Wer auch immer versucht sie zu betreten, kommt entweder wahnsinnig oder überhaupt nicht mehr zurück.

Candy, die 13-jährige Tochter eines gewalttätigen Alkoholikers, lebt in einem kleinen Nest namens Chickentown. Ein öder, verschlafener Ort, in dem die Einwohner ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit der Zucht von Hühnern und deren Vermarktung bestreiten. Nach einem heftigen Streit mit ihrer Klassenlehrerin läuft Candy davon. Von einer großen goldenen Wolke angelockt, erreicht sie eine weite, mit Gras bewachsene Ebene und entdeckt dort das ausgebrannte Gerippe eines hölzernen Leuchtturms; und weit und breit kein Meer in Sicht! Ab hier beginnt das große Abenteuer: Candy gelangt nach Abarat und erweckt die Aufmerksamkeit des Herrn von Mitternacht, Christopher Carrion, dem Herrscher der Mitternachts-Insel "Gorgossium".

Die wunderbaren Farbillustrationen der Schmuckausgabe helfen dabei, sich Abarats Bestiarium plastisch vorzustellen.

Bei dieser Ausgabe handelt es sich um eine einmalige, auf 2.000 Exemplare limitierte Auflage. Damit ist wohl auch der stolze Preis zu begründen. Also, wer Bücherfan ist und auf Sammlerausgaben steht, sollte nicht zu lange warten...

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Einfach nur ein Superbuch, 22. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Abarat: Roman (Taschenbuch)
Alternative Titel für diese Rezension:

Eye Candy, Eye Book

oder

Bildersturmflut

oder

Es lebe der Fotofiktionismus

oder

Fantastik mit mehr Tiefgang

Diesem Buch sollte man die Seiten ausreißen. Nur um sie zu Rahmen und sie sich an die Wand zu Hängen. Bereits beim ersten Satz blinzelte mein geistiges Auge: Der Sturm zog von Südwesten auf wie ein Unhold, der sich auf blitzgezackten Beinen an seine Beute heranpirscht. Abarat ist ein Bildband aus Worten.

Barker erzählt die Geschichte der irgendwo an den ersten Ausläufern der Pubertät steckenden Candy Quakenbush. Sie lebt nahe Minnesotas, in einem Ort, der Chickentown genannt wird  wegen der Hühnerfarmen. Auf den ersten Seiten des Buches gähnt dem Leser verkniffen und lustlos die Kleinstadt entgegen. Barker zeichnet ein Portrait der Hoffnungslosigkeit und braucht als Motiv nicht mehr als einen aufblasbaren Swimmingpool, der seit vorletztem Sommer im Garten verrottet. Der Kleinstadtmief vermengt sich mit dem Geruch schalten Biers, den Candys arbeitsloser, zwischen Apathie und Aggressivität schwankender Vater ausdünstet und legt sich wie ein grauer Schleier auf die Mutter, in der Candy ihre Zukunft fürchtet. Wie zum Hohn muss sie in der Schule einen Aufsatz schreiben. Thema: 10 interessante Fakten über Chickentown. Candy hat den festen Vorsatz, über etwas anderes zu schreiben, als über die Hühnerindustrie. Zum Beispiel über Henry Murkitt, der sich in einem Zimmer des hiesigen Hotels erhängt hat, nichts, als einen Sextanten zurücklassend und eine Notiz: Ich warte, das mein Schiff einläuft. Das Abenteuer beginnt. Sie trifft auf den Meisterdieb Mischief, der mehrere Köpfe wie ein schnatterndes Geweih auf seinem Hals trägt und beschwört das geheimnisvolle Izabella-Meer, dessen Fluten sie aus der Öde der verbrannten Äcker um Chickentown in den geheimnisvollen Abarat spülen. Dies ist eine Inselgruppe, in der jeder der 24 Stunden des Tages ein Eiland zugeordnet ist. Außerdem gibt es eine 25 Insel. Jedes Rätsel des Abarat hat hier seine Lösung, jeder Zauber seine Quelle, jedes Gebet seine Bestimmung.

Hier gerät sie zwischen die Fronten des finsteren Fürst Carrion, dem Herrscher über die Mitternacht und des umtriebigen Geschäftsmanns Mister Pixler. Dabei kommt sie dem Geheimnis ihrer eigenen Existenz auf die Spur, dessen Aufklärung wohl in einem der folgenden Bände erfolgen wird.

Die vielfach bewusst naiv, aus der Perspektive des kleinen Mädchens beschriebenen Passagen, erinnern oft an ein Kinderbuch. Barker schreibt ein groteskes Märchen, vergleichbar mit den überzeichneten Charakteren und der Fülle an absurden Einfällen mit Dahls Charlie und die Schokoladenfabrik. Dabei blitzt aber immer wieder der Horror-Autor auf. Besonders am Schluss des Buches übertrifft Barker sich dabei, was die Qualität des Unheimlichen angeht, selber. Unheimlich ist im Gegensatz zu Horror das richtige Wort. Die Mechanik des Grauens erinnert hier viel eher an alte Volksmärchen: es ist ein buchstäbliches aus den Fugen geraten der Ordnung  die aber im Gegensatz zum modernen Horror nicht wieder irgendwie ins Lot gebracht werden kann. Denn: wo Licht ist, muss auch Schatten sein. Damit ist Abarat vor allem auch eine psychologische Entwicklungsgeschichte, die das ganze Setting (kleines Mädchen, feindliche Umwelt) auch schon nahe legt: Es geht ums Erwachsenwerden, als einen Prozess, bei dem man lernt, auch die dunklen Punkte an sich selber zu akzeptieren. Darüber hinaus präsentiert Barker mit dem windigen Turbokapitalisten Mister Pixler, der mit seinem Allheilmittel und seinem rotbackig grinsenden, allgegenwärtigen Werbeträger Commexo Kid die ganze Inselwelt überschwemmt und mit dem düsteren Mitternachtsfürsten Carrion zwei Pole, die man wahrscheinlich auch wieder trefflich ins Psychologische versenken kann: blinde Wissenschaftshörigkeit und magisches Weltbild als zwei Seiten einer Medaille. Das Izabella-Meer und der Abarat haben trotz der fantastischen Bilder ganz offenbar mehr Tiefgang, als ich es erwartet habe.

Mit Abarat stellt Barker erneut seine Vielseitigkeit unter Beweis. Dass er dabei auch las Lyriker unterhalten kann, beweisen die zahlreichen Gedichte in dem Buch, die den Text zusätzlich zu vielen Zeichnungen noch bunter machen. Unbedingt lesen, und sich von einer fantastischen Bilderflut wegspülen lassen!
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