Candy Quackenbush und ihr Freund, der Geshrat Malingo sind weiter auf der Flucht vor dem Lord of Midnight, der seine Handlanger ausgeschickt hat, um das Mädchen zu sich bringen zu lassen. Candy's Reise führt sie quer über die Inseln von Abarat, auf der ihr ständig neue Wunder begegnen und ihr (wie auch dem Leser) kaum eine Verschnaufpause gegönnt wird. Unterwegs entdeckt Candy nicht nur, dass in ihr ungeahnte Kräfte schlummern sondern ihr wird auch klar, dass sie herausfinden muss, welchem Zweck ihr Aufenthalt in Abarat dient.
Währenddessen brütet Christopher Carrion zusammen mit seiner abgrundtief bösen Großmutter finstere Pläne aus, die nicht nur das Ende von Abarat bedeuten könnten, sondern auch eine Bedrohung für die Welt der Menschen darstellen.
Noch mehr als beim ersten Teil wird deutlich, daß es sich bei Abarat trotz der märchenhaften Erzählweise und der wunderbaren (teilweise schaurig-schönen) Illustrationen um kein Kinderbuch handelt (Beispiel: eine Kreatur, die drei Reihen übereinanderliegender gelber spitz zugefeilter Zähne hat, deren Nase von einer Giftspinne weggeätzt wurde und deren Körper von Insekten aller Art bewohnt wird - brrrr). Das Tempo der Geschichte ist rasant und die Fülle an Charakteren, Monstern und Landschaften, die Barker beschreibt, ist atemberaubend.
Ich kann den dritten Band kaum erwarten!