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Produktinformation
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Für die meisten Leute sind Personal Computer und Internet in der heutigen Zeit selbstverständliche Arbeitsmittel, die aus dem Berufs- und auch Privatleben nicht mehr wegzudenken sind. Wie allerdings der mühsame Weg der Entwicklung der Rechentechnik, angefangen von den mechanischen Additionsmaschinen der Renaissance bis hin zum High Tech PC unserer Zeit, verlaufen ist, wissen nur wenige. Friedrich Naumann skizziert in seinem Buch ebendiese Entwicklung der Technik des maschinellen Rechnens umfassend auf sehr anschauliche und leicht verständliche Art. Beginnend mit einem Abriss zur Entstehung des heute gebräuchlichen Zahlensystems in der Vorgeschichte und entsprechender Rechenhilfsmittel wie eben Abakus und Rechenschieber, spannt er den Bogen über das Renaissancezeitalter mit seinen großen Erfindern und Pionieren der Informationsverarbeitung wie Schickard, Leibnitz und Babbage und deren mechanischen Additionsmaschinen bis hin zum Zeitalter der elektronischen Informationsverarbeitung, das zunächst röhren-, dann transistorbasierte Rechenanlagen hervorbrachte und in dem sich die Informatik als eigenständiger Wissenschaftszweig etablierte. Die Spezialität des Buches aber ist ein Ausflug in die Entwicklung der Computertechnik in den ehemaligen sozialistischen Ländern, insbesondere der DDR, die, geprägt durch das Technologie-Embargo der COCOM, bekanntermaßen einen nicht aufholbaren Rückstand zur Technologie westlicher Industrienationen aufwies. Friedrich Naumann ist in seinem Buch die perfekte Symbiose zwischen Technik- und Kulturgeschichte gelungen. Einziger kleiner Abstrich: Die Beschreibung der für die jeweiligen Epochen markanten Rechenmaschinen beschränkt sich leider im Wesentlichen nur auf deren Funktionalität, so dass der an konstruktiven Details interessierte Leser auf weiterführende Literatur verwiesen werden muss. Nichtsdestoweniger ist das Buch eine Fundgrube für jeden, der sich für die Geschichte der Rechentechnik interessiert. Rezensent: Dipl.-Ing. Robert Siegmund
Von diesem einen Kapitel abgesehen, präsentiert Friedrich Naumann, der an der Bergakademie Freiberg studiert hat und seit 1993 Professor für Wissenschaftsgeschichte in Chemnitz ist, allerdings nur Dutzendware, und das in einer merkwürdig steifen Bürokratensprache. Abakus und andere mechanische Rechenhilfen müssen herhalten, den Beginn der Informatik in möglichst graue Vorzeiten zu verlegen. Klassische Elektrotechnik füllt viele Seiten - ja, ein Computer ist auch ein Elektrogerät und zählt den Telegrafen zu seinen entfernten Vorfahren. Nach 200 Seiten Vorgeschichte und Hardware kommen gerade noch 26 Seiten zu Software aller Art und 16 zum World Wide Web einschließlich der Vorläufer.
Das ist noch nicht "die" Geschichte der Informatik.
Rezensent: Dr. Christoph Pöppe
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