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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Direkt in Richtung Pop, ABER...,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Abacab (Audio CD)
Neben der langwierigen und zähen Diskussion darüber, was Prog ist (darüber gibt es Bücher), war es stets spannend und reizvoll zu beobachten, wie sich Genesis entwickelt, wie also hier der PROGress stattfand. Wenn man alle Alben kennt, merkt man, wie sich der rote Faden des Wandels hindurch zieht. Dieses Album hat den deutlichsten emanzipatorischen Sprung, weg von dichten Klanggemälden und epischen Längen, hin zu knackigen Songstrukturen gemacht. Ja, wir haben auch hier noch ein Longtrack ('Dodo/Lurker'), das die Fahne der alten Zeiten hoch hält. Der Anfang kracht fulminant, bombastisch drauf los, unerwartet, eine richtige 'Wall of sound'. Aber die Melodien sind simpler, durchschaubarer, das Arrangement verschlankt. Das Trommelspiel von Collins ist deutlich pointierter, erdiger geworden. Seit dem Vorgängeralbum 'Duke', spielt er sich deutlich in den Vordergrund. Er haut richtig böse drauf - bei der Aufnahme dieses Albums, musste man nämlich das Studio verstärkt schalldämmen! Das Trommelspiel auf diesem Album ist ein Geheimtip! Das erste Stück 'Abacab' folgt stilistisch dem obigen 'Dodo/Lurker'. Es besteht ebenfalls aus zwei Teilen, der zweite Teil ist instrumentell und mündet in ein schönes, sehr athmosphärisches Gitarrensolo von Rutherford. Übrigens, ist auf diesem Album der letzte, erwähnenswerte Gitarrenspiel-Beitrag dieses Herren enthalten. Ähnliches gilt auch für sein Bassspiel. Das Album hat noch Kanten, kommt teilweise noch richtig laut und rockig daher, so etwa auch Rutherfords Ballade 'Like it or Not'. Zu erwähnen wäre auch Banks' reggae-mäßiges Stück 'Me and Sarah Jane', welches eine gute Symbiose zwischen rhythmischer Keyboardarbeit und Collins Drumming aufzeigt. Collins' Gesang hat sich seit 'Duke' ebenfalls deutlich gewandelt. Der Herr lässt jetzt die Rockröhre heraus und die Stimme macht es noch sehr gut mit. Er singt jetzt richtig powervoll, laut, fetzig. Collins singt und spielt sich langsam aber stetig, deutlich in den Vordergrund der Band. Banks liefert seine üblich hochqualitätive Keyboardarbeit. Das jetzt nur noch ansatzweise stattfindende Experimentieren, zeigt sich etwa in den Sounds, die er benutzt. Sie kommen roh, scharf, laut und heftig daher. So etwas gab es bis dato noch nicht. Ebenso neu ist das dadaistisch-anmutende, total sinnlos-wirkende 'Who Dunnit?', welches die alten "Genesis-Jünger" nun definitiv vergrault haben dürfte. Dieses Stück war aber - so meine ich - von der Band nicht ernst gemeint :) Ich finde, dass dieses Album ein sehr gutes Rock-(und POP)-Album ist, welches harte aber auch stimmungsvolle Stellen bietet. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
besser als ihr Ruf...,
Von wilson "frijid" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Abacab (Audio CD)
Ein Jahr nach "Duke" legten Genesis ihr zweites Pop-Album ab. Um es gleich vorwegzunehmen, es ist das bis dato schlechteste Genesis-Album, wenn man mal vom Erstling "From Genesis To Revelation" absieht. Dennoch wird Abacab in Prog-Kreisen gerne mal ein bisschen zu sehr kritisiert, hat es doch interessante Ansaetze zu bieten.Der Opener legt gut los, Keyboard und Gitarre halten sich bei diesem Stueck ganz gut die Waage, eine ganz flotte Nummer. "No Reply At All" hatte ich Anfangs als typischen 80er-Jahre-COllins-Blaeser-Pop agestempelt. Doch schon beim ersten Hoeren fielen mir die interessante Bass-Linie und die Keyboard-Laeufe auf. Nach mehrmaligem Hoeren stellte ich fest, dass sich das Stueck auch in seinem Gesamtbild vom typischen Genesis-Popallerlei abhebt. Der einzig akzeptable Genesis-Blaesersong fuer mich! Daumen Hoch! "Me And Sarah Jane" ist dann auch wieder ganz interessant gemacht. Eine Banks-Nummer, ziemlich spannender "Melodic"-Rock. "Keep It Dark" hat dann sogar einen leicht polyrhythmisch Touch, netter Ansatz. Nicht viel mehr, aber dennoch guter Ansatz! "Dodo/Lurker" ist dann so richtig gelungen! Druckvolle Keys und sehr interessante Collins. Der verstellt da im "Refrain"(??) ploetzlich seine Stimme, leicht gequaelt, aber das ist hier genauso gewollt. Gequaelt ist leider noch nicht mal der passende Ausdruck, weil das doch recht negativ klingt, mir faellt nur kein passenderer Begriff ein. :) So, bis hierhin ist die Platte auf recht hohem Niveu, ich wuerde bis hierhin locker 4 Sterne geben! "Man On The Corner" wird noch von dem stellenweise recht solidem Collins-Gesang vor dem Total-Absturz gerettet. "Who Dunnit?" ist schlichtweg penetrant und nervig! Die folgenden Nummern bieten aber nichts mehr. Nur schlichter Pop. So bleiben am Ende nur 3 Sterne, trotzdem ist das Album besser als sein Ruf... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Abacab von 1981,
Von
Rezension bezieht sich auf: Abacab (Audio CD)
Tja, an diesem Album scheiden sich die Geister. Die alten Fans hatten jetzt endgültig die Nase von dem Pop Rock der Gruppe voll. Dafür gewannen die drei Musiker jede Menge neue Fans hinzu, die teilweise die alten Stücke gar nicht kannten.Ich persönlich finde das "Abacab" das wohl schwächste Album in der langen Karriere von Genesis ist. Klar, mir gefällt der poppige Stil nicht so gut. Es sind aber auch einfach wenig gute Songs vorhanden, dann wäre mir das poppige noch fast egal. Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Gruppe sich musikalisch verändern musste. Sie hätten nur auf viele Millionen verzichtet, hätten sie weiter den Artrock der "Trick Of The Tail"-Zeit gespielt. Von den Alben mit Peter Gabriel gar nicht zu reden. Na ja, es ist wie es ist. Der Titelsong ist richtig stark. Alle drei können glänzen. Dann wird es schon schwierig. `Me and Sarah Jane` und `Dodo/Lurker` sind auch noch gute Songs. Dafür ist `Who dunnit' grottenschlecht. Und die übrigen Songs sind Durschschnittsware, mehr nicht. 3 Sterne (mit beiden Augen zugedrückt) für "Abacab", mehr ist nicht drinn. Spätestens ab diesem Album haben wir es mit einer anderen Band zu tun. Tony Banks - Keyboards Phil Collins - Drums, Vocals Mike Rutherford - Bass, Guitars Produktion: Genesis mit Hilfe von Hugh Padgham. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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