Pressestimmen
01.12.2008 / AOK Service: Heraus aus dem Teufelskreis "Hilfreich ... und lesenswert."
Kurzbeschreibung
Die Kraft, Lebensträume umzusetzen, steigt um ein Vielfaches, wenn man seinen Körper fit hält. Diese Erkenntnis spürte Joachim Franz am eigenen Leib, als er vor 15 Jahren beschloss, 40 Kilo abzunehmen und gesünder zu leben. Denn mit den schwindenden Kilos kam auch neuer Schwung in sein Leben: Er veränderte nicht nur seine Einstellung zu Bewegung und Ernährung, sondern setzte endlich lang gehegte Projekte in Gang, veränderte sich beruflich und verwirklichte seine Lebensträume. Mithilfe seines Komplettprogramms kann jeder dauerhaft sein Leben ändern, um gesünder, beweglicher und fitter zu werden und um seine Träume zu verwirklichen.
Über den Autor
Joachim Franz ist einer der außergewöhnlichsten Extremsportler und Abenteurer der Welt. Er war jahrelang Schichtarbeiter bei VW, bis er beschloss, sein Leben zu ändern, und mit Extremsport begann. Mit der Teilnahme an unzähligen Wettkämpfen von Marathon bis Ironman schaffte er es bis ins Guinnessbuch der Rekorde, seine AIDS-awareness- Expeditionen werden von den Vereinten Nationen anerkannt und gefördert. In zahlreichen Vorträgen berichtet er über seine Erfahrungen.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"Bringt das was?" Es ist dunkel in der Sporthalle der Justizvollzugsanstalt Wol-fenbüttel, ein Beamer hat ein großes buntes Bild von mir an die kalte Wand projiziert, auf dem ich in der Atacama-Wüste in Chile zu sehen bin. Es ist gerade einmal ein paar Monate her, dass ich mich bei meiner Panamericana - Aids Aware-ness Expedition auf dem Rad durch dieses heiße Stückchen Erde gekämpft habe. 900 Kilometer Wüste, nur ein Bruchteil der 23?000 Kilometer langen Strecke, die mich mit meinem Team von Alaska nach Feuerland bringen sollte. Ein Gewalt-akt in 35 Tagen, um mehr Aufmerksamkeit für Millionen von Aids betroffene Straßenkinder zu erzielen. Und nun stehe ich in diesem geschichtsträchtigen Gebäude, um wieder einmal über Veränderung und Motivation zu sprechen. Der Glaube an die eigene Kraft! lautet das Thema meines Vortrags, mit dem ich mich in den nächsten anderthalb Stunden an ein auch für mich ungewöhnliches Publikum wende. "Meinst du, das bringt was?" Diese Frage hatte ich in den Tagen zuvor oft gehört, als ich von meinem geplanten Auftritt im Knast erzählte. Fast immer überlege ich in solchen Augenblicken für einen Moment, ob ich den Fragesteller ernsthaft und mitreißend mit meiner Lebens-einstellung konfrontiere. Ich tue es inzwischen meistens nicht mehr, signalisiert mir diese Art von Fragen doch, dass kein wirkliches Interesse an einer Antwort vorhanden ist. Diese Fra-ge ist allerdings eine gute Gelegenheit, um zu erklären, warum dieses Buch entstanden ist. Vielleicht wird manch einer Leserin oder einem Leser dabei auch bewusst, dass er oder sie sich eigentlich in einer komfortablen Startposition befindet, um zu beschließen: "Ab heute alles anders!" Stellen Sie sich vor, im Publikum in der Justizvollzugsanstalt säße ein Mensch, einige Kilogramm zu viel auf den Hüften, Raucher, mehrfach wegen Drogendelikten vorbestraft und verurteilt. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Vor-trag von 90 Minuten Länge, mit einigen mahnenden Worten und schönen Bildern meiner Karriere unterlegt, diesen Men-schen dazu motivieren könnte aufzustehen, seine Zigaretten wegzuwerfen, im Gefängnishof seine Laufrunden zu drehen und auf diesem Weg allmählich zu einem Unterstützer des ersten deutschen Gefängnismarathons zu werden? Glauben Sie, dass dieser Mensch drei Monate später auf einer 1?000 Meter langen Runde im Gefängnishof seinen ersten Marathon in drei Stunden und 38 Minuten absolvieren könnte? Denken Sie, dass dieser Mensch, mit den richtigen Beratern und ech-ten Freunden an seiner Seite, vorzeitig das Gefängnis verlas-sen und in einem der erfolgreichsten Expeditionsteams der Welt aktiv werden könnte? Genau dies ist passiert! Und des-halb huscht mir nach wie vor ein Lächeln über das Gesicht, wenn mich wieder einmal jemand fragt, ob meine Arbeit "was bringt". Vielleicht ahnen Sie nun schon, was auf den folgenden Sei-ten auf Sie zukommt. Wenn Sie sich nicht "erwischen" lassen und doch lieber gar nichts ändern möchten, sollten Sie am bes-ten nicht weiterlesen. Wollen Sie sich also im Wortsinn auch weiterhin nicht bewegen, um dann irgendwann tatsächlich ste-hen zu bleiben, dann verwenden Sie dieses Buch einfach als dekoratives Element in Ihrem Bücherregal. Von dem Wunsch nach Veränderung Ich möchte mich vorstellen: Ich bin 47 Jahre alt, mit 18 habe ich den Beruf des Werkzeugmachers erlernt. Vor 15 Jahren war ich an einem Punkt angelangt, an dem in meinem Leben eine gan-ze Menge nicht mehr stimmte. Ich war nicht zufrieden mit dem, was ich erreicht hatte. Wie auch, denn was war aus mir gewor-den? Ich war zu dick, wog fast 120 Kilogramm und rauchte wie ein Schlot. Ich hatte Schulden, einen großen "Freundeskreis", und konnte einiges an Alkohol vertragen. Ich arbeitete im Zwei- und Dreischichtsystem bei einem der größten Automobilkon-zerne der Welt. Aber ich wollte mein Leben verändern, drin-gend, denn ich brauchte neue Ziele, neue Herausforderungen. Heute, mit 47 Jahren, bin ich, so sagt man, erfolgreicher Ex-tremsportler und Abenteurer und war schon in der ganzen Welt unterwegs. Ich kämpfe gegen eine der schlimmsten Geißeln der Menschheit, gegen Aids, und das tue ich auf ungewöhnli-chen Wegen. Ich selber bin nicht mit dem HI-Virus infiziert und auch nicht homosexuell, finde aber, dass das Thema HIV und Aids eine große Aufmerksamkeit verdient, insbesondere ange-sichts der steigenden Anzahl von Infektionen. Ein erstaunliches Projekt, das ich in diesem Zusammenhang realisiert habe, wird mich im Jahr 2008 mit 30 weiteren Perso-nen zum Berlin-Marathon bringen. Mein großer Wunsch ist es seit langem, HIV-positive und an Aids erkrankte Menschen zu bewegen, sich an Aktionen gegen Aids aktiv zu beteiligen und damit Zeichen zu setzen. Gemeinsam mit meinen Partnern hatte ich die Idee, den Menschen, die von der Gesellschaft nur zu gerne an den Rand gedrängt werden und völlig zu Unrecht als nicht belastbar betrachtet werden, eine Chance zu geben. Vielen Unkenrufen zum Trotz riefen wir gemeinsam das Projekt Die 42 Kilometer von Berlin ins Leben. Ich bin der felsenfesten Überzeugung: Mit den richtigen Experten, den richtigen Überle-gungen und mit einem aufrichtigen, stimmigen Ansatz kann man fast alle Grenzen überschreiten und damit Zeichen setzen. Prompt erhielten wir begeisterte Reaktionen auf unsere Aktion und mussten noch vor Erreichen des Anmeldeschlusses die Werbung einstellen, da wir mit fast 100 Anmeldungen völlig überrannt worden waren. Und wer nur einige der Begründun-gen für den Teilnahmewunsch gelesen hat, die die Bewerber uns in den Unterlagen mitteilen sollten, der wusste, dass wir den richtigen Schritt gemacht hatten. Ich habe ein Stück meines Herzens, meines Wissens und meines Mutes weitergegeben. Nicht mehr, und auch nicht weniger! Ich habe großen Respekt vor Menschen, bin ehrgeizig, selbstbewusst, manchmal auch selbstsüchtig - aber ich kann, wenn es darauf ankommt, auch selbstlos sein. Heute wiege ich 40 Kilogramm weniger als vor 15 Jahren. Ich schreibe Bücher und halte Vorträge, spreche vor Hunderten von Menschen über Veränderung, Motivation und den Preis, den man dafür zahlt - und über den Gewinn. Ich arbeite immer noch für dasselbe Un-ternehmen, heute als eine Art internationaler Gesundheitsbot-schafter in Sachen HIV und Aids. In dieser Funktion zeige ich, wie dieser global agierende und denkende Konzern aktiv Ver-antwortung übernimmt: für eine Welt voller Wunder, voller ein-zigartiger Menschen, voller Ziele und voller Angst. Durch meine Arbeit begegne ich sehr vielen Menschen und beobachte dabei immer, wie viele dieser Menschen sich eine Veränderung wünschen. Vielleicht nur eine kleine, vielleicht aber auch eine größere. Unausgesprochen stellen wir uns ständig die großen, grundlegenden Fragen: Bin ich zufrieden? Fühle ich mich wohl in meiner Haut? Bin ich so, wie ich sein möchte? Spüre ich meine Energie - trotz Arbeit, Familie, Belas-tung und ständigem Überfordertsein? Gehe ich positiv auf an-dere zu? Packe ich neue Aufgaben mit Elan und mit Freude an? Je zögerlicher wir auf die eine oder andere Frage mit einem Ja antworten, desto stärker werden wir den Wunsch nach Ver-änderung spüren. Und ich wage zu behaupten, dass ihn wirk-lich jeder spürt. Immer. In jedem Alter. Eine erste entscheidende Frage ist: Besteht die Veränderung für mich darin, dass ich endlich das neue Auto kaufe oder die Australienreise mache, von der ich schon so lange träume, also in mehr oder weniger materiellen Dingen? Oder liegt die Wurzel des Veränderungswunsches tiefer? Bin ich es selber, mit dem ich nicht zufrieden bin? Ich kann zwar einige meiner Wünsche, Hoffnungen und Ziele benennen, aber dann stockt es. Wie soll ich anfangen? Was ist ein erster Schritt? Oft genug fehlt es an Selbstbewusstsein, die eigenen (viel-leicht heimlichen) Pläne umzusetzen, und die Bereitschaft, sich gegen Widerstände zu behaupten, ist gering. Man ist ganz auf sich selbst gestellt: Ich bin mit mir unzufrieden, ich will mein Leben ändern - aber was soll ich tun? Wie soll ich beginnen? Wo finde ich die...