....wird alles einfacher, nervt die große Schwester nicht mehr, ist die leidige Schule passè, und überhaupt gehen dann endlich all die Abenteuer los, vor denen die Eltern einen dauernd schützen wollen.
Das jedenfalls hofft Wim. UNd merkt dabei zunächst kaum, dass er längst in einem Abenteuer steckt. Es beginnt mit einem toten Tier, das niemand, selbst seine Biologie - beschlagene Schwester Marieke so recht einordnen kann. Ein Marder, ein Wiesel, ein...? Kurz darauf fegt ein monströses schwarzes Auto mit Totenkopf durch die Straßen von Wims Stadt, im Fitnessstudio seines Vaters liegt ein halbtoter Mann auf einem der Geräte, im Gesicht ein Gewicht und es sieht nicht nach einem Unfall aus. Und der Familienurlaub nach Mallorca endet mit einem vertauschten Rucksack voller kostbarer Felle, nachdem Wim und Marieke auf dem Flugplatz zufällig (?) dem Besitzer des schwarzen Totenkopfwagens begegnet sind. Spätestens da wird Wim, Marieke und deren Freundin Pink klar, dass die zunächst lose geschienenen Absonderlichkeiten der letzten Wochen zusammengehören.
Was sie nicht ahnen: dass sie sich, als sie sich an die Lösung des Rätsels machen, selbst in höchste Gefahr begeben.
Anders, als die Kurzbeschreibung vielleicht vermuten lässt, handelt es sich bei "Ab 18" nicht einfach um einen Jugendkrimi, sondern um einen all age- Roman.
Denn, obwohl die Haupthandlung durch die jugendlichen Protagonisten vorangetrieben wird: erzählt wird die Geschichte sowohl von ihnen als auch von ihren Eltern.
Mit Genuß habe ich mich durch die verschiedenen Blickwinkel eines "normalen" Familienlebens mit den dazugehörigen Problemen und Freuden gelesen. Der Autor hat die seltene Gabe, sich in jeden einzelnen so hineinzuversetzen, dass er überzeugt, Momente des Wiedererkennens schafft ohne Klischees zu bedienen und dabei subtil die Fäden des Falles in den Händen behält. Und wer an Krimis schwer heranzubringen ist, darf "Ab 18" der frischen Sprache C. Pipers wegen lesen! Schon ihretwegen lohnt es sich!