und doch so schwer zu erhalten. Beim Stöbern im Schallplattenschrank fällt einem diese Platte von 1974 in die Hände.
Man legt sie auf, und geniesst die Kraft des Widerstands, die aus diesen Lieder kommt. Das war Widerstand mit Risiko.Es war nicht der ganz kalte Krieg, zumal die DDR einige Erfolge verbuchen konnte, nicht nur ein 1:0 gegen die Bundesrepublik.
Aber an dem prinzipiellen Zustand einer Diktatur war deswegen ja nichts verändert.Die Gefahr, die einem Regimekritiker droht, beschrieb Biermann ja ungeschminkt in seinen Liedern. Er legte seinen Finger in Wunden, die wirklich weh tun mussten. Die unglaubwüdige Bürokratie, die ihre Herrschaft durch Bajonette sicher musste, wird scharf angegriffen.
Diesen Biermann finde ich gänzlich überzeugend.Er hatte einen klaren Gegner, er geht ein deutliches Risiko ein, und engangiert sich mit seiner bösen Poesie und sehr passenden Melodien. Es ist aber keinesfalls nur platt politisch, sondern ,hört man die kleine oder grosse Ermutigung immer auch ein wenig philosophisch, und der unruhige Leib darf natürlich auch nicht fehlen.
Biermann hatte eine Rolle, die gänzlich auf ihn zugeschnitten war. Das war keine Pose, die einem Image geschuldet war, sondern eine absolut authentische Position.
Diese seine besten Sachen sollte immer verfügbar sein;die DDR ist untergegangen, Willkürherrschaft nicht.