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AUFBRECHEN!: Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen
 
 
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AUFBRECHEN!: Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen [Gebundene Ausgabe]

Gunter Dueck
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Fast möchte man nach dieser überzeugendenStreitschrift glauben, dass die neue Welt tatsächlich schöner wird." (Sybille Hasenclever, NDR Info, 22. Februar 2010)

"Sein Buch beschreibt anschaulich und mit vielen Beispielen aus der Praxis belegt, wie sich der Niedergang der Dienstleistungsgesellschaft vollzieht. Das überhaupt ist eine Stärke dieses Buches: Es bleibt nicht abstrakt, sonder bewegt sich immer entlang konkreter Fälle, mitten aus dem Leben gegriffen. Noch kaum irgendwo sonst wurden die aktuellen Veränderungen im tertiären Sektor so plastisch geschildert und in ihrem größeren Kontext erklärt als hier." (Matthias Schwenk, carta.info, 26. Februar 2010)

"Gunter Dueck stellt einige spannende und innovative Ansätze vor, wie Bildung zukünftig besser und billiger angeboten werden kann...Wie immer polarisiert der Autor auch mit seinem neuesten Wurf. Äußerst lesenswert!" (Business Bestseller, 5. Februar 2010)

"Selten hat einer die vielzitierte Wissensgesellschaft, auf die wir zusteuern, gründlicher durchdekliniert als der Mathematiker und Ökonom Dueck. [...] Er plädiert vehement für eine ganz neue Bildungskultur, die nicht um die bloße Wissensvermittlung zentriert ist, sondern in der die Haltung zur Bildung, die Lust am Lernen kultiviert wird. Dieser Weg in die Exzellenzgesellschaft führt aber nicht über einen Subventions-, sondern über den Investitionsstaat, der die notwendige Infrastruktur von Wissen und Bildung bereitstellt. Dann, so der Autor, können aufstrebende Länder wie China oder Indien getrost ihre Autos, Maschinen oder Straßen selbst bauen, aber ein Land wie Deutschland kann komplett von der Entwicklung und Produktion der Spezialwerkzeuge und High-End-Produkte leben?. Dueck macht richtig Lust auf Zukunft." (Dagmar Deckstein, Süddeutsche Zeitung, 13./14.2.2010)

"Indem er nicht müde wird, den Wert von Bildung und Kreativität hervorzuheben, nimmt Günther Dueck auch dem konservativen Leser die Angst vor der technisierten Zukunft. Denn der Technologe verliert sich nicht in blinder Begeisterung für das Neue, sondern zeigt, wie wir uns die Chancen der Moderne zunutze machen können." (Sybille Hasenclever, NDR Info, 22.2.2010)

Kurzbeschreibung

Es geht um unsere Zukunft! Die Dienstleistungsgesellschaft stirbt, weil neue Technologien die Hälfte aller Jobs überflüssig machen. Die Überlebensperspektive für die Zukunft liegt in einer Hochbildungskultur - es ist unsere einzige Chance, sagt Wirtschaftsvordenker Gunter Dueck. Die DiagnoseDen westlichen Gesellschaften drohen Elite und Slum: auf der einen Seite wenige hoch bezahlte Jobs in der Steuerung von Prozessen, auf der anderen Seite viele Menschen, die einen neuen Job suchen, aber keinen finden, weil sie nicht entsprechend (aus-)gebildet sind. Die ChanceAuf die Agrar-, Industrie- und Dienstleistungskultur folgt die Wissenskultur: Brain-Jobs in IT-, Umwelt-, Medizin-, Gen-, Nano- und Biotechnologie. Sie sind da. Es sind nur zu wenige. Was wir tun müssenExzellenzgesellschaft meint Jobs für das Gehirn. Das muss trainiert werden. Von jedem. Keine Ausreden mehr: Jeder muss studieren! Was der Staat tun mussDie alte Klientelpolitik gehört in Rente. Unser Weg in die Exzellenzgesellschaft führt vom Subventions- zum Investitionsstaat, der die notwendige Infrastruktur von Wissen und Bildung bereitstellt. Superschnelle Datenhighways statt Fernstraßen.

Über den Autor

Prof. Dr. Gunter Dueck, geboren 1951, ist Cheftechnologe bei IBM Deutschland und leitet den Aufbau des Geschäftsbereiches "Dynamische IT-Infrastrukturen". Der Autor zahlreicher Bücher lebt bei Heidelberg. Sein Titel Lean Brain Management wurde 2006 mit dem "Wirtschaftsbuchpreis 2006" von der "Financial Times Deutschland" und "getAbstract.com" ausgezeichnet. Im Eichborn Verlag erschienen: Abschied vom Homo oeconomicus (2008).

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Die Lage ist wirklich sehr ernst. Ich will Ihnen zeigen, wie die Dienstleistungsberufe in den nächsten Jahren gnadenlos optimiert und automatisiert werden. Vielleicht die Hälfte aller Deutschen wird sich einen neuen Job suchen müssen oder in einen anderen hineinwachsen. Ja, es gibt einen Niedergang vieler lieb gewonnener und klassischer Berufe, aber auf der anderen Seite auch viele aufstrebende Bereiche in mehr akademischen, technischen und kreativen Sektoren, wo es sich gut arbeiten lässt. Den Niedergang menschlicher Berufe durch Automatisierung halten wir nicht auf. Er vollzieht sich automatisch im Zuge von normalen Effizienzbestrebungen, die wir langsam schon als "Sparwahn" empfinden. Wir müssen mit der Entrüstung aufhören, uns verabschieden und umorientieren. Ich könnte sagen: Deutschland als Land muss sich einen neuen Job suchen. Den gibt es! Fragen Sie nicht immer wieder, als wollten Sie, dass es besser keine Antwort darauf gäbe, auf die hin man hart arbeiten muss: "Wo gibt es gut bezahlte, interessante und erfüllende Arbeit?" Die gibt es, ganz klar: in einer Exzellenzgesellschaft. Das muss eine Wissensgesellschaft sein, in die wir alle mitnehmen, eine ganz und gar unelitäre Veranstaltung. Exzellenz für alle, die wir am besten nach bewusster Entscheidung plan- und druckvoll aufbauen müssen AUFBRECHEN! Das ist die Forderung der Zeit. Wir dürfen nicht festkleben an alten Strukturen und müssen uns als Land und Kultur in eine neue Zeit transformieren. Internet und Computer automatisieren vieles von "uns" bis über jede Schmerzgrenze hinaus, aber sie machen auch technisch den Weg in eine neue Gesellschaft frei. Lassen Sie mich die Dramatik des Geschehens durch Beispiele aus Ihrem Alltag aufhellen: Erinnern Sie sich an den letzten Besuch Ihres Versicherungsvertreters, der Ihr neues Auto versichert hat. Er schreibt den halben Fahrzeugschein ab, ganz gewissenhaft die ellenlange Fahrgestellnummer, und blättert in Risikotabellen. Er diskutiert mit Ihnen, wie viele Kilometer Sie im Jahr zurücklegen und ob die Markise vor dem Haus als schützender Carport im Sinne der Versicherung gewertet werden kann. Zur Sicherheit schreibt er, wie bei jedem Besuch, die Nummer des Kontos auf, von dem die Lastschriften abgehen. Das Ganze dauert eine halbe Stunde, dazu kommen An- und Abfahrt und die Telefonate zur Terminvereinbarung. Der Agent fährt dann nach Hause und bucht alles richtig ein. Die Versicherung wiederum... Verstehen Sie? Es kostet eine solide Stunde der Versicherung, also etwa 80 Euro und eine gute Stunde von Ihnen selbst, vielleicht 20 Euro in entgangenem Lohn, also 100 Euro. Das sind mehr als 300 Dosen Tomaten oder mehr als 65 Hähnchen! Und ich sage Ihnen: In näherer Zukunft bekommen Sie eine Autoscheckkarte beim Autokauf dazu! Die zeigt man einem Versicherungsautomaten (der ähnlich aussieht wie die Automaten beim Einchecken im Flughafen) oder dem "Internet". Piep! Alle Autodaten sind sofort im Automaten drin! Der fragt Sie: "Wollen Sie es zu denselben Konditionen wie das alte Auto versichern? Ja? Nein?" Sie tippen "Ja" und das wars schon. Die Kosten? 10 Cents für den Versicherer und ein paar Euro Ihrer eigenen Zeit. Dienstleistungen wie beispielsweise das Abschließen von Versicherungen bestehen nüchtern besehen lediglich aus dem Erfassen und Eintippen von Daten aus einem System in ein anderes. Solche Arbeit ist manuelle Datenverarbeitung mit einem Lächeln dazu. Dienstleistungen sind im Vergleich zur Produktivität der Industrie atemberaubend ineffizient und werden in Zukunft durch Computer automatisiert, eben weil sie vom Charakter her "Datenübertragung" sind. Da drängt sich ein Computer doch direkt auf! Und alle der Datenübertragung oder -verarbeitung ähnlichen Berufe sind dabei zu verschwinden oder sich entscheidend zu wandeln. Der Computer übernimmt die Arbeiten vieler, vieler Menschen! Diese Arbeiten werden zwar nach wie vor verrichtet, aber nicht von uns! Deshalb verschwinden nicht die Dienstleistungen an sich. Wir werden nur keine typische Dienstleistungsgesellschaft mehr sein, in der sehr viele von uns noch Dienstleistungen im klassischen Sinn erbringen.
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