Das Asus Sabertooth X-58 ist in dieser Preisklasse einmalig, was Ausstattung und Preisleistungsverhältnis angeht-immerhin stehen USB 3.0, 2X SATA II sowie ein maximal unterstützter RAM-Takt von 1866 MhZ auf der Leistungsliste. Das Board kommt in seiner Aufmachung recht fesch in militärischem Design daher und verfügt über keramikbeschichete Kühlkörper-das soll helfen, die Temps niedrig zu halten.
Auffällig ist jedoch, dass die Temperatursteuerung sich schwierig gestaltet, denn die Northbridge wird schon im Standardmodus sehr heiß, bei mir lag die Temperatur unter Last bei ordentlichen 71 Grad. Möglichem Overclocking sind damit enge Grenzen gesetzt. Abgesehen davon lässt sich die Northbridge nicht im BIOS manipulieren- ASUS hat mit Blick auf die kritische Temperatur sicherlich gute Gründe dafür.
Die Inbetriebnahme gestaltete sich bei mir schwierig, das das Board meinen Speicher (Corsair XS3/1600) nicht so recht erkennen wollte. Von 8 GB werden nur sechs im BIOS angezeigt, und selbst das war eine riesen Fummelei-denn die einzelnen Riegel mussten einige Male durchgetauscht werden, bis immerhin 3 davon (je 2GB) erkannt wurden. Ob es nun an einem defekten Riegel liegt oder nicht, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mit absoluter Sicherheit sagen-je nachdem wie ich durchgetauscht habe, erkannte das BIOS mal 2, mal 4 und mal 6 GB RAM. Erscheint mir zumindest etwas seltsam.
Die Stabilität lässt ebenso etwas zu wünschen übrig, so kann es beim Hochfahren schon mal passieren, dass das Board abschmiert.
Die Hauptplatine ist nur schlecht entfettet, wodurch man etwaige Rückstände selbst entfernen muss.
Mitlerweile läuft das Board bei mir relativ stabil, weswegen ich mangels Alternativen dabei bleiben werde.
Positiv hervorzuheben ist die clevere Anordnung der PCI/PCI Express Schnittstellen. Dadurch sollte es bezüglich Kartenanordnung kaum Probleme geben.
Fazit:
Insgesamt kann man sagen, dass das Board für den "normalen Hausgebrauch" ausreicht, für diesen Preis kriegt man einfach keine gleichwertige Alternative.
Das Versprechen vom "militärischen Standard" lasse ich mal dahingestellt-für mich ist das eher ein Merketing-Gag, denn auf welche Stadards sich dabei genau bezogen wir, verschweigt ASUS geflissentlich.
Overclocker hingegen sollten sich bewusst sein, dass die Möglichkeiten, Leistung rauszuholen, knapp bemessen sind. Denn dafür ist das Board einfach nicht gemacht.