Dieses Büchlein möchte nicht unterhalten, sondern informieren und nachdenklich machen. Es hat Stellvertretungscharakter, denn wie dem kleinen Protagonisten Arnold ergeht es vielen Orang-Utans auf dem fernen Borneo und Sumutra. Als Waisen landen sie - mit Glück - in einer der Auffangstationen, welche bekannte Artenschutzorganisationen wie BOS und WWF im südasiatischen Raum betreiben, oftmals traumatisiert, nachdem ihre Mütter Wilderern in die Falle gegangen sind oder Opfer von Waldbränden wurden. Wie in der Geschichte vom kleinen Arnod beschrieben, werden die Tiere in menschlicher Obhut - und doch unter möglichst natürlichen Bedingungen -ihrer Art gemäß sozialisiert und trainiert, um sie auf ein späteres Leben in Freiheit vorzubereiten. Die Stationen auf diesem Weg durchläuft auch das "Findelkind" Arnold. Aus dessen Sicht wird jenes betreute Erwachsenwerden geschildert - vom "Waldkindergarten" über das "Waldgymnasium" bis hin zur späteren Auswilderung. Auf einfühlsame Weise zeigt uns Claudia Heumann, mithilfe der Figur des kleinen Arnold, unsere Verantwortung gegenüber unserer Umwelt auf, weckt zugleich Gespür für die wichtige Arbeit der Artenschutzorganisationen. Die Sprache ist dabei sehr einfach gehalten, die Kapitel sind kurz gefasst. Gut, dass es Bücher wie dieses gibt!