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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
UMWERFEND - FASZINIEREND - TOLL - RIESIG - UND DOCH `NE MINIMACKE,
Von
Rezension bezieht sich auf: ANTARCTIC - Life in the Polar Regions (Gebundene Ausgabe)
Es dauert seine Zeit, bis so ein gewaltiges Teil den Weg nach Nordzypern findet. Die Maße des Bildbandes 30,2 x 37,6 X 5 cm (aufgeschlagen somit 60,4 x 37,6 cm) machen vorstellbar, welch optischer Genuss bevorsteht - zumal die durchweg genialen Fotografien allesamt die vorgenannte, größtmögliche Bildbreite von 60,4 cm ausfüllen.Das hat bei einigen Aufnahmen auch Nachteile, für die der Fotograf nichts kann; aber dazu komme ich später. Das Format führt dazu, dass Sie eine Fläche freiräumen müssen. Sie schlagen die Seiten auf und: Ich garantiere, Sie verschwinden in der grandiosen Menge von 180 unglaublichen Tier- und Landschaftsaufnahmen der Antarktis und vergessen das Hier und Jetzt. Sie werden fast erschlagen von den - man fasst es kaum - Farben und der Objektflut, die auf den Betrachter einwirken, der vielleicht nur *übliche Tierknipsereien mit aufgemüpften Schwarz-Weiß-Effekten in Schneelandschaften* befürchtete. Schnell merkt er, dass diese Kunstwerke - wie sonst kann man diese wundervollen Fotografien benennen - weit weg sind von üblichem Tierkitsch. Dieser Fotograf war nah dran, hatte den Blick für die Einmaligkeit der Situation und der Gedanke drängt sich auf, war dieser Mensch Poliza in einer früheren Inkarnation vielleicht selbst Robbe, Möwe, Eisbär oder Pinguin? Denn nur so ließe sich irgendwie schlüssig erklären, wie der Mann zu solch nahezu intimen Aufnahmen gekommen ist. Beim Durchblättern des Bildbandes - ich wette, den werden Sie sich tagelang immer wieder ansehen - bekam ich zwingend eines Vorstellung, wie es ist, eine solche Gegend zu bereisen. Ich kann jetzt verstehen, wenn Forscher von den gewaltigen farblichen Dimensionen in diesen kalten Gegenden sprachen, die ja fast bar jeder Botanik sind. Was gibt es da alles zu sehen! Es ist sinnlos, das zu beschreiben. Sie müssen es sich ansehen, denn was ich dazu sagen könnte sprengt den zur Verfügung stehenden Raum, um meine Gefühle beim Betrachten zu beschreiben. Dabei ist Michael Poliza gar kein *gelernter Fotograf*. Er war als ganz junger Mensch zunächst von 1968 - 1978 Kinderdarsteller und Jungschauspieler in über 60 Filmen, Fernsehspielen und Serien, tätig am Hamburger Thaliatheater und den dortigen Kammerspielen. Selbst sah er sich jedoch nicht als Schauspieler. Bis 1987 verschaffte er sich in den USA Kenntnisse im Bereich Computer Sciences, belegte erste Fotografiekurse und studierte schließlich in Hamburg Informatik. Er gründete in der Folgezeit Firmen, war erfolgreich - aber er hatte die juckende Stelle unterm Schuhleder noch nicht gefunden. Erst Tauchexpeditionen und erste Erfolge hinter der Kamera, verbunden mit dem Verkauf diverser Produktionen (Schwerpunkt Abenteuer/Natur bei VOX, PRO7 oder Discovery Channel), sowie erste Veröffentlichungen im STERN 1996 machten eine breite Öffentlichkeit auf diesen außergewöhnlichen *Aktivisten* aufmerksam. Der bereiste 2002 - 2006 Afrika (Botswana, Namibia, Zimbabwe, Tansania, Kenia u.a.) und veröffentlichte dann die sensationellen Bildbände bei TeNeues Africa und Eyes Over Africa, die Michael Poliza in die erste Garde der Weltstars der Fotografie katapultierten. Der Künstler sagt über seinen Blick durch die Linse selbst: *Ich halte die Natur für einen genialen Designer, was Farbkombinationen angeht. Das hab` ich schon gedacht, als ich in Indonesien unter Wasser unterwegs war und ich gesehen hab`, wie frech die Natur Farben kombiniert und sagt: Das mach ich jetzt mal so, und das sieht auch noch geil aus*. Diese außergewöhnlichen Aufnahmen, gekonnt festgehalten bezüglich der Objekte, absolut professionell hochwertig technisch umgesetzt, verdienen 5 von 5, 10 von 10, 100 von 100 möglichen Punktabstufungen. Aber, ich muss redlicherweise auch zurückkommen auf die eingangs erwähnten *Nachteile des gewählten Formats*. Wenn ich die Buchbreite von 30,2 cm aufschlage und die Fotografien in der Größe von 60,4 cm allesamt zeige, weiß jeder: Ein Buch hat eine Falz. Die muss nicht zwingend stören, will ich Fotografien über die größtmögliche Breite im aufgeschlagenen Zustand zeigen. Da muss die Bildredaktion mal ein paar Zentimeterchen nach links oder rechts rücken, damit die Buchfalz nicht mitten durch das Gesicht eines Tieres oder das fundamentale Zentrum einer egal wie gearteten Fotografie gehen. Wäre der Verlag kein Fachverlag, würde ich meinen: Die hatten niemand, der das *gesehen hat*. Hier würde ich sagen: Den Praktikanten, den man da rangesetzt hat, sollte man zu keiner Zeit fest einstellen. Und demjenigen, der für die Endabnahme zuständig war, sollte man dringend eine andere Arbeit besorgen. Diesem Duo möchte ich eine exakt gegensätzliche Bepunktung als oben angeführt verpassen, ginge es darum. Hier geht es aber vordringlich um den Künstler und seine wundervolle Auswahl an Bildern, sodass jeder die kleinere Anzahl an Totalpatzern beim Fotosatz zumindest nicht Michael Poliza anlasten wird. Weil das so ist, empfehle ich den Bildband jedem, der ein Gefühl für Fotografie im Allgemeinen und Tierfotografie im Besonderen hat, ohne Einschränkung. HMcM Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Hervorragende Fotos, mäßiges Layout,
Von
Rezension bezieht sich auf: ANTARCTIC - Life in the Polar Regions (Gebundene Ausgabe)
Der opulente Bildband besticht durch seine hervorragenden Fotos, ganz unbestritten. Der Druck ist gut, auch die Herstellung ausgezeichnet, was bei dem Preis auch zu erwarten ist. Aber...das Layout des Bildbandes ist miserabel, d.h. eigentlich gibt es gar keines, denn die Fotos sind einfach grundsätzlich über zwei Seiten abgebildet, egal, ob sie dafür geeignet sind oder nicht. Das ist typisches Illustrierten-Layout. Nur, eine Illustrierte bzw. ein Magazin kann ich so aufschlagen, dass auch die Mitte (der Falz) gut zu sehen ist. Bei einem gebundenen Buch hingegen geht das nicht, will man die Bindung nicht aufbrechen. So sind bei diesem Bildband, z.B. Tiere genau in der Mitte der zwei Seiten dargestellt. Besser wäre es gewesen, sehr viele Fotos nur auf eine Seite zu bringen. Was soll z.B. das Foto eines Pinguins in der Mitte (S. 194/195) und rechts und links davon ist sonst nichts zu sehen, oder der Eisbär (S. 246/247) So könnte ich endlos fortfahren. Ich frage mich auch, ob es nun so interessant ist den Kopf einer Robbe über zwei Seiten abzubilden. Insgesamt hätte dem Bildband ein professionelles Buch!! Layout" gut getan, auch die Bildtexte gehören neben das Bild und nicht komplett an den Schluss des Buches. Gerade bei so einem schweren Buchblock ist das Hin-und Herblättern zwischen Abbildung und Text ein Ärgernis. Trotz der außergewöhnlichen Fotos bin ich von diesem Bildband etwas enttäuscht.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Safari im Eis,
Von Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: ANTARCTIC - Life in the Polar Regions (Gebundene Ausgabe)
Vor zwanzig Jahren, da war es noch eindeutig: Die Traumreise ging in die Karibik. Heute ist das mit der Traumreise nicht mehr ganz so einfach zu beantworten. In der Karibik waren ja schon alle. Und auch Trekking im Himalaja ist auch nicht mehr exotisch genug. Und so träumt man derzeit von einem ganz anderen Ziel. Eine Kreuzfahrt in die Arktis soll es sein, oder vielleicht sogar in die Antarktis. Das ist nicht nur selten, sondern auch teuer, und aufgrund es Klimawandels ist das vielleicht auch alles ein zeitlich nicht mehr unbegrenztes Vergnügen. Leider sind es dann aber genau diese Reisen, die das fragile ökologische Gleichgewicht dieser Regionen stören.Gleich das Titelbild des hier vorliegenden Bandes kann man deshalb auch als einen Hinweis auf den Klimawandel verstehen. Ein Eisbär bewegt sich durch ein Meer von lilafarbenen Blumen. Da klappt es nicht mehr mit dem schönen Weiß als Tarnfarbe. Dennoch ist dies natürlich ein atemberaubendes Bild, gerade weil es nicht der Erwartung des Betrachters entspricht und aus einer fremden Welt zu stammen scheint. Ähnlich wie viele der Landschaftsbilder, auf denen die Eis- und Meerwüsten verblüffend farbig wirken. Nebel, Schneefall und Dunkelheit finden sich dagegen nicht in diesen Bildern, obwohl doch auch diese Erscheinungen für die Pole unseres Planeten prägend sind. Dafür gibt es Regenbogen, viel Sonne, blauer Himmel und sogar etwas Grün zu sehen. Selbst der Mond wirkt hier strahlend hell (Seiten 238 und 239). Dafür gibt es dann berauschende Bilder der Tierwelt. Schönere Abbildungen von Walen habe ich bisher kaum in einem Buch gesehen, und wenn, dann nicht in diesem Format, dass für die Abbildungen auch noch immer die Doppelseiten des ohnehin schon großen und schweren Buches nutzt. Zwar wirken viele der Aufnahmen zufällig. Sieht man aber genau hin, ahnt man die Wartezeit, die der Photograph für den richtigen Zeitpunkt wohl erdulden musste. So wie zum Beispiel die Aufnahme dieser Pinguine auf den Seiten 94 und 95, die ja eigentlich alle gleich handeln, bis auf einen. Und dann gibt es da auch noch die Szene, die aus High Noon stammen könnte, in der sich zwei Eisbären begegnen. Das Bild auf den Seiten 116 und 117 hat mich übrigens etwas rätseln lassen. Und bei der Perspektive des Bildes auf den Seiten 86 und 87 musste ich schon etwas lachen. Kurz: Das alles ist Tierphotographie at its best. Kurze Texte über die abgebildeten Tierarten ergänzen dann das Buch. Verlagsüblich sind diese gleich in mehreren Sprachen abgedruckt. Ein paar Sätze zur Entstehung des Buches finden sich auch, selbst ein Hinweis auf ein bestimmtes, unterstützendes Kreuzfahrtunternehmen darf nicht fehlen. Es folgt eine Vita des Photographen, sowie eine Kurzbeschreibung zu jedem einzelnen Bild, die allerdings nur auf Englisch gehalten ist. Es hat also einen kleinen Vorteil, wenn man diese Sprache beherrscht. So oder so, man hat hier einen gewaltig schweren, nicht ganz billigen, aber sehr schönen Prachtband geschaffen, der auf dem Tisch oder im Bücherregal großartig aussieht und möglicherweise ja sogar die eigene Reise in Arktis oder Antarktis ersparen hilft - der Umwelt, den Eisbären, Pinguinen und Walen zuliebe. Und überhaupt ist es ja in der Karibik für Menschen viel angenehmer weil wärmer. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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