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ALPHABET DES LEBENS Die Geschichte des menschlichen Genoms
 
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ALPHABET DES LEBENS Die Geschichte des menschlichen Genoms [Gebundene Ausgabe]

Matt Ridley , Sebastian Vogel
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 424 Seiten
  • Verlag: Claassen Verlag (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3546002261
  • ISBN-13: 978-3546002264
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 582.373 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 07.06.2000
Recht angetan zeigt sich Ulrich Woelk von diesem Buch. Seinen Schilderungen ist zu entnehmen, dass es sich hierbei nicht um eine trockene Studie handelt, sondern um ein Buch, das sich sowohl durch hohen Informationsgehalt wie auch durch einen gewissen Unterhaltungswert auszeichnet. So erläutere Ridley nicht nur die Komplexität des Genoms, sondern gehe auch auf die Schwierigkeiten, ja Unmöglichkeit ein, Designerbabys nach Wunsch zu erzeugen. Denn seiner Ansicht nach gebe es bei ausnahmslos jeder Befruchtung einige unerwünschte Gene, und ohnehin: `Wir sind alle Mutanten`, findet Ridley, was der Rezensent offenbar mit Erleichterung zur Kenntnis genommen hat. Anscheinend "hat der Mensch bei den Genen oft nur die Wahl zwischen Skylla und Charybdis" stellt Woelk fest, zumal viele Krankheiten auslösende Gene ihrerseits wieder einen Schutz vor anderen Krankheiten bieten. Ridley habe hier einen bemerkenswerten Beitrag zur Genetik geliefert, ohne ihr dabei das Etikett "der medizinischen Wundertüte oder der finsteren Bedrohung" anzuheften.

© Perlentaucher Medien GmbH

Wissenschaft-Online

23 Chromosomen hat der Mensch, und in 23 Kapitel — jeweils einem Chromosom gewidmet — gliedert Matt Ridley sein "Alphabet des Lebens". Beispielhaft ausgewählte Gene nutzt der britische Zoologe, Soziobiologe und Wissenschaftsautor als Aufhänger, um jeweils einen Aspekt des Lebens darzustellen. Dahinter verbirgt sich eine faszinierende Reise zu unseren genetischen Ursprüngen. Beginnend mit den Anfängen der genetischen Maschinerie in der Ursuppe schlägt er den Bogen von der Entstehung der Art Homo sapiens über seine Embryonalentwicklung bis hin zu menschlichem Aggressionsverhalten und den Leistungen seines Gehirns. Dabei beschränkt Ridley sich nicht auf eine Aufzählung der neuesten Entdeckungen im menschlichen Erbgut. Auch das Versagen der Politik während der BSE-Krise sowie die Irrungen und Wirrungen der Eugenik-Debatten zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zu den dunklen Kapiteln nationalsozialistischer "Rassenhygiene" fehlen bei ihm nicht. Bedingt durch das Interesse moderner medizinischer Forschung sind viele Gene durch die Krankheiten bekannt, die sie verursachen. Doch Ridley wird nicht müde zu betonen: "Gene sind nicht dazu da, Krankheiten zu erzeugen." Vielmehr spiegelt sich hier die immer noch große Unkenntnis über unser Erbgut wider. Dem Leser wird klar: Das menschliche Genom ist zwar nahezu vollständig entziffert, aber noch lange nicht entschlüsselt. Welche Aufgabe welches Gen erfüllt, bleibt in vielen Fällen rätselhaft. Durch Ridleys ironischen, teilweise sarkastischen Ton ist die Lektüre seines Buches nicht nur fesselnd, sondern zugleich hoch amüsant. Mitunter vergaloppiert er sich jedoch in seinen Erklärungen, die für Nicht-Biologen nicht immer leicht zu verfolgen sein dürften. So braucht der unbedarfte Leser ausgerechnet für das Vorwort Durchhaltevermögen, denn sein Crash-Kurs über Replikation und Translation erweist sich als schwer verdauliche Kost. Meist merkt der Autor aber selbst, wann es reicht: "Wenn ich in die Einzelheiten gehe, treibe ich meine Leser in die Arme des nächsten Krimis." Eine Befürchtung, die zum Glück unbegründet ist, denn nichts ist spannender als das wirkliche Leben — verschlüsselt in 23 Chromosomen. Rezensent: Dr. Andreas Jahn


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch über des menschliche Genom, die Summe all seiner Erbanlagen - das klingt natürlich erst einmal sehr interessant, aber im Detail auch nach einer staubtrockenen und mit Fachausdrücken gespickten Lektüre. In der Einleitung, die der Autor wie er schreibt "bewußt einfach" gehalten hat, kommt es dann schon knüppeldick: Man wird gradezu in eine terminologische Wolke eingehüllt, die den Blick für den Inhalt fast verdeckt.Hat man das überstanden ohne den Mut weiterzulesen verloren zu haben erwartet den Leser allerdings eine höchst interessante und teilweise sogar spannende Einführung in die Geschichte der humanoiden Erbanlagen.

Jedem der 23 Chromosomen ist ein Kapitel gewidmet, und in jedem dieser Kapitel geht Ridley auf ein besonderes Gen ein. Dabei werden sehr viele Aspekte des menschlichen Lebens behandelt: Die Entstehung der Menschheit, genetische Unterschiede zwischen den Affen und den Menschen (die in der Tat sehr gering sind), die Vererbung von Intelligenz und Sprache, Evolutionstheorien und Eugenik. Auch auf die Möglichkeit und Unmöglichkeit des Klonens von Lebewesen geht Ridley ein. Seit dem Schaf Dolly, das grade in der letzten Woche verstarb, und dem brandaktuellen "Wettstreit" dubioser Forschergruppen um den ersten geklonten Menschen nimmt dieses Thema in den Köpfen vieler Menschen fantastische Formen an. Ridley räumt hier mit vielen Vorurteilen auf und philosophiert über Sinn und Machbarkeit.

Immer wieder wird im Buch auch Bezug genommen auf die Prädisposition, die genetische Veranlagung für Krankheiten. Bei all den Möglichkeiten bestimmte Krankeiten bereits "in die Wiege" gelegt zu bekommen, sieht man vieles nach dem Studium dieses Buches mit anderen Augen. So war mir persönlich neu, das es eine Veranlagung für zu hohes Cholesterin im Blut geben kann. Ebenso die Theorie, das die sexuelle Präferenz eine Sache der Gene sei, wobei Ridley einräumt, das es dafür noch keine Beweise gibt.

Zentraler philosphischer Disput des Buches ist die Frage, ob der Mensch nur ein Produkt seiner Gene ist oder ob es die Summe seiner Erfahrungen und Einflüße von aussen sind, die ihn ausmachen. Sicherlich eine Frage über die man lange und intensiv nachdenken kann. Was mich betrifft, so kann ich dieses Buch unbedingt weiterempfehlen. Ridley schafft es spielend, ein so komplexes Thema relativ verständlich und sogar mit schwarzen Humor zu verpacken. Mehr noch, dieses Buch regt zum nachdenken an und ist ein idealer Einstieg in die Materie. Während ich mich am Anfang schon durchkämpfen mußte, konnte ich es am Ende gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich kann sogar behaupten,das es dem Autor gelungen ist,meine Vorurteile zum Thema genmanipulierte Pflanzen zumindestens ins wanken zu bringen. Informieren, unterhalten und zum Nachdenken bringen - mehr kann ein Buch kaum leisten.

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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Äußerst bemerkenswert 20. Januar 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ridley legt uns mit "Genom - das Alphabet des Lebens" einen großartigen Leitfaden durch die Gebiete der Life Sciences vor.
Stets verständnis- und humorvoll schreibt er nicht von nackten Fakten, sondern tut Zusammenhänge und nie geahnte Tatsachen auf.
Kritisch mit dem Zeitgeist der verschiedenen Epochen, behandelt Ridley die Historie stets korrekt und wahr. Er gibt Anlass zum Nachdenken, bietet aber ebenso unaufdringlich wie brilliant Hilfestellung.
Ein rundum gelungener Meilenstein der Populärwissenschaft.
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