Ich stand vor der Wahl, mir entweder für 185¤ den Wolf Compact Plus 37E oder den Alko silver 470E für 220¤ zu kaufen. Beide waren in einem Preisrahmen, den ich zu tragen bereit war und boten die Möglichkeit zu mulchen. Im Baumarkt hatte ich beide Modelle vor mir stehen. Der Alko hat hier den deutlich wertigeren Eindruck gemacht: Verzinktes, Kunststoffbeschichtetes Metallgehäuse, ruhigen Geradeauslauf den man normal von Benzinmähern kennt, hochwertig wirkende Kunststoffe, mit 46cm Schnittbreite ebenfalls einem Benzinmäher ebenbürtig (fast jeden Ele.Mäher hat weniger). Der Wolf wirkte qualitativ schlechter, hatte bedingt durch das niederigere Gewicht einen schlechteren Geradeauslauf, die Schnittbreite war geringer und der Fangkorb kleiner, was sich gerade bei grösseren Flächen rächt. Ich habe mich aus den genannten Gründen trotz des höheren Kaufpreises für den Alko entschieden und wurde nicht enttäuscht. Auch wenn einige Tests die ich im iNet gelesen habe sagen, der Alko sei kompliziert zusammen zu bauen aufgrund der schlechten Bedienungsanleitung: Kann ich nicht bestetigen. Nach ~30 Minuten stand das Teil und ich hab mir schon viel Zeit gelassen. Wer keine 2 linken Daumen hat bekommt das hin.
Ein Benzinmäher kam für mich nicht in Frage. Als mein alter billigrasenmäher entgültig hin war (Räder fielen beim mähen ständig ab, Fangkorb riess ständig ab, 7-10x ausleeren beim mähen usw.) hab ich mir übergangsweise den Benzinmäher vom Nachbarn ausgeliehen: Benziner mit eigenantrieb und grosser Schnittbreite. An sich ist das ein tolles Teil, aber irgendwann ist die Grundstücksgrenze erreicht und man muss dieses fette, schwere Teil umdrehen. Macht man dies auf der Stelle, graben sich aufgrundd es Gewichtes die Räder in den Rasen ein. Schneller wie jetzt mit meinem Alko war ich da auch nicht. Darüber hinaus muss man im Gegensatz zum Wartungsfreien Elekromäher (Reinigung sollte in jedem Fall klar sein) einiges Leisten: Öl nach der Saison ablassen, Öl vor der Saison auffüllen, Zündkerzen reinige, ggf. Servicewartung durchführen lassen. Für mich käme ein Benzinmäher mit Eigenantrieb auch in Frage, aber erst ab 700m³ Mähfläche. Die zu mähende Fläche ich bei mir etwa 450m³ gross, da ist der Alko ideal. Danke des grossen Fangkorbes brauch ich erst ausleeren wenn ich abgemäht habe (bei 1x/Woche mähen, Korb ist dann aber auch randvoll). Das der Mäher keinen Eigenantrieb hat stört nicht im geringsten da er sich wirklich sehr leicht schieben lässt.
Das mulchen funktioniert auch sehr gut, allerdings könnte das Schnittgut etwas kleiner sein. Das kann allerdings auch daran liegen, das die Klingen im ausgelieferten Zustand so stumpf sind, dass man sich da Verletzungsfrei mit nackten Füssen draufstellen könnte. Ungeschärft reisst der Mäher auch beim normalen mähen die Halme eher ab als das er sie schneidet, was nicht unbedingt gut für die Halme ist. Bei starker Hitze trocknet der Rasen schneller aus. Das ist der wie ich finde einzige Wehrmutstropfen. Allerdings weiss ich nicht wie andere Markenhersteller das Handhaben. Gut möglich das auch hier die Klingen stumpf sind. Der Schärfservice im Baumarkt kostet allerdings auch nicht die Welt: ~20¤.
Ich habe ihn nun eine Saion lang betrieben und kann nur nachhaltig sagen: Der ideale Elektromäher für mittelgrossen Flächen! Auch wenn das mit dem Mähmesser nicht das non-plus-ultra ist, gibt es meines erachtens nach keinen besseren Elektromäher in dieser Preisklasse auf dem Markt. Daher vergebe ich 5 Sterne!