Der AKG K 121 Studio basiert optisch noch auf den früheren professionellen Kopfhörern der "Studio"-Linie, die 2008 durch die "MKII"-Linie abgelöst worden ist. Deshalb ist das Design mit seiner schwarz-goldenen Oberfläche etwas klassischer als das moderne blau-silbrige Gewand. Man kann den K 121 Studio als kleinen Bruder des K 141MKII bezeichnen, er unterscheidet sich neben den optischen Veränderungen im Wesentlichen durch ein fixes Kabel und einen kleineren Frequenzumfang.
Auch der "kleinste" Studio-Kopfhörer von AKG ist tadellos verarbeitet und wirkt sehr klassisch. Die Kunstlederpolster werden ohne optionale Velours-Polster geliefert (anders beim K 141MKII).
Ohraufliegende Kopfhörer finde ich generell weniger bequem als ohrumschliessende Systeme. Der K 121 Studio macht dabei keine Ausnahme. Die Ohrpolster drücken zusammen mit dem Anpressdruck nach einiger Zeit unangenehm auf die Ohrmuscheln. Nach einer Eingewöhnungsphase verbessert sich das, doch an den Tragekomfort eines ohrumschliessenden Kopfhörers kommt der K 121 Studio nicht heran.
Klangtechnisch bewegt sich der halb-offene K 121 Studio keineswegs auf Einsteiger-Niveau. Er überzeugt in vielfacher Hinsicht. Sein Klang ist auf der neutralen Seite, mag aber natürlich nicht die Feinauflösung teurerer Modelle zu erreichen. Dafür ist er in sich stimmig und besitzt einen nicht aufdringlichen Bass, der aber alle Mal die Basswiedergabe der Referenz-Kopfhörer überflügeln kann. Daher eignet er sich besonders für all diejenigen, die nicht analytisch hören wollen, sondern entspannt Musik geniessen.
Der AKG K 121 Studio ist der Einsteiger-Hörer im professionellen Programm von AKG, der mehr zu bieten hat als Einsteiger-Eigenschaften, wenngleich ein kleiner Komfortabstrich zu machen ist. Alles in allem sicherlich ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis!