Eine Revision zu meiner Renzension, die ich auf Basis des Vorgängermodells geschrieben habe. Meine Entschuldigung an alle, die dadurch ein falsches Bild dieser Kaffeemaschine erhalten haben!
Ich hatte das Vorgänger-Modell (KAM 100 Fresh Time Cafe) seit 10 Jahren täglich in Gebrauch und es hat mich nie im Stich gelassen oder enttäuscht. Dann gab die Elektrik ihren Geist auf und ich habe versucht, das neue Modell als Ersatz zu beschaffen.
Vorteile des alten Geräts: Einfache Handhabung, einfache Reinigung (Kanne und Filtereinsatz kann man herausnehmen und in die Spülmaschine stecken), frisch gemahlener Kaffee.
Nachteile des alten Geräts: Kleine Bedientasten, schwache Rückholfeder des schwenkbaren Filterbehälters.
Leider musste ich feststellen, dass die neue KAM 200 kein auch nur irgendwie gleichwertiger Ersatz für mein Altmodell ist.
Positiv
- Verbesserung in der Bedienung (kein Schwenken des Filters, größere Tasten)
- Einfacheres Befüllen des Wassertanks
Negativ
- Keine Einstellmöglichkeit des Mahlgrads: Es gibt zwar einen Drehregler dafür, aber die möglichen Mahlgrade decken nur das Größenspektrum von grobem Straßensplit bis grobem Getreideschrot ab.
- Langer Zufuhrkanal für den gemahlenen Kaffee: Dadurch "staut" sich das Pulver manchmal, so dass man bei der einen Brühung kaum, bei der nächsten jedoch die doppelte Pulvermenge hat.
- Die Maschine dampft unmäßig: Gerade bei mehreren Tassen steht die unmittelbare Umgebung der Maschine unter Wasser, da der Dampf am unteren Rand des Filterbehälters kondensiert und dann alles vertropft.
Der größte Kritikpunkt an der KAM 200 ist aus meiner Sicht aber ganz klar der unbefriedigende Mahlgrad. Mit diesem grobem Kaffeeschrot lässt sich im Gegensatz zum Vorgänger nur ein dünnes Wässerchen statt guter Kaffe kochen. Und gemahlenes Pulver einfüllen ist irgendwie unsinnig, wenn ich mir extra eine Maschine mit Mahlwerk zulege.
Sorry Electrolux, das war wohl nix! Bitte bei der nächsten Produktpflege von AEG-Geräten die Stärken beibehalten und nur die kleinen Macken ausbügeln.