Schon nach kurzer Zeit zeigen sich bei dem Gerät versteckte, konstruktionsbedingte Mängel, die nicht akzeptabel sind. Ich gehöre nicht zu denen, die das extrem laute Laufgeräusch reklamieren, sondern die mangelhafte Fleischverarbeitung. Ich nutze den Fleischwolf ausschließlich für die Zubereitung von Thüringer Mett und Tartar. Um das Fleisch überhaupt durch den Fleischwolf transportieren zu können, muss es vorher in sehr kleine Würfel geschnitten werden und darf keine Sehnen enthalten, die sich sofort um die Laufachse wickeln und somit den Austritt durch die Lochscheiben verhindern. Leider wird das Fleisch nicht durch den Wolf gedreht, sondern gequetscht. Hinterher hat man einen Fleischbrei, aber kein Thüringer Mett oder Tartar.
Nicht beim ersten, sondern erst beim siebten oder achten Mal der Benutzung hinterlassen die Aluminiumteile (Hals und Schnecke) grau-schwarze Rückstände an den Händen und leider auch im Thüringer Mett. Der jeweils erste Teil des durchgelassenen Fleisches sieht aus, als habe ein Automechaniker mit schmierigen Händen das Fleisch durchgewalkt. Es ist dunkelgrau, vielleicht sogar giftig, und muss entsorgt werden. Dieses Abfärben der Metallteile lässt sich auch durch intensives Handspülen mit handelsüblichen Haushaltsmitteln nicht beseitigen. Gäbe man die Teile in die Geschirrspülmaschine, würde sich dieser Effekt noch verstärken, weil die Geschirrspülmittel das Aluminium langsam zersetzen. Also auf keinen Fall in den Geschirrspüler tun.
Ich kann deshalb von einem Kauf nur abraten.
Hans-Dieter Arndt