Nachdem die alte AEG Espressomaschine nach 10 Jahren den Geist aufgab, musste eine neue her. Nach umfangreichen Studien des Espresso-Maschinen-Universums kamen wir wieder auf die AEG.
Warum? Im mittleren Preissegment gab's bisher bei AEG keine Beanstandungen wegen Plastikgeruch oder Frühausfallern wie z.B. bei anderen Produkten (klares Problem beim Qualitiätsprozess des Herstellers plus dessen konstante Ignoranz der Kunden-Rezessionen hier bei Amazon = hoher Lernresistenz).
Die Konkurrenz und Verlockung durch die neuen Kapselgeräte ist natürlich stark, allerdings muss man hier den Kompromiss sehen: Guter Geschmack vs. hoher Preis und ökologisch wertvoll sind die Aluminiumtöpchen auch nicht gerade. Daher blieben wir erst mal beim bekannten Siebträger.
+ Espresso kommt mit wirklich gutem Geschmack aus der Maschine; klar, mit einem 500...800 Euronen Gerät kann man nicht unbedingt konkurrieren. In Stiftung Warentest (unbedingt mal reinschauen, wer sich dafür interessiert) waren aber die teuren Maschinen auch nicht unbedingt die besseren...
+ Programmierung der 1-2 Tassen Menge simpel und funktioniert. Es kommt immer verlässlich die gleiche Menge Espresso raus.
+ Crema sehr stabil: getestet mit Sagfredo Bohne (selbstgemahlen), Lavazza, Lavazza coffeinfrei, Allnatura
+ Wenn der Wasserbehälter mal leerläuft, schaltet sich die Maschine ab.
+ Siebe lassen sich gut reinigen und neigen nicht zu anhaften von Verschmutzungen (gute Oberflächenbeschaffenheit)
+ Kunstoffteile lassen sich ebenfalls gut sauber halten
+ Zubehör kann man in der Maschine verschwinden lassen
+ Große IKEA-Gläser (13,5cm) für Latte M. lassen sich unterstellen - einfach Auffangbehälter unten abnehmen, fertig. Bei vielen anderen Maschinen geht das nicht. Wärmt man diese großen schweren Gläser gescheit vor, bleibt auch die LM schön lange heiß)
+ Wasserbehälter ist groß und man kann ihn leicht von oben füllen
+ es gibt 3 Siebe: 1x 1 Tasse, 2x 2 Tassen, 1x Pad! Somit kann man auch den Pad-Fan zufrieden stellen.
+ AEG Service wurde nicht schlecht bewertet - allerdings wenn die Maschine mal defekt ist, lohnt sich wohl sowieso kaum eine Reparatur. Für die Vorgängermaschine habe ich nach 7 Jahren noch die Dichtungsringe bekommen - ist auch was wert.
+ der Auffangbehälter hat einen simplen Schwimmer, der anzeigt, dass der Maschine hier gleich das Wasser zum Kragen heraus läuft. Simpel aber nützlich.
(+) Design - perlmuttweiss mit kalt-weissen LED's im Schalter sieht gut aus. Ist aber Geschmacksfrage.
~ Die Vorwärmfunktion der oben auf dem Gerät abgestellten Tassen ist nicht der Rede wert. Es ist aber auch ökologischer, seine Tasse mit heißem Wasser vorzuwärmen. Daher für uns kein Minus.
- beim Ausbauen der Bodenschublade gibt es scharfe Kanten; einmaliger Schmerz läßt schneller lernen und zukünftig Sorgfalt walten. Vielleicht kann der Hersteller hier mal die Kunststoff-Formen nachbessern.
- Der Netzschalter macht einen etwas lommeligen Eindruck. Mal sehen, wie lange der hält.
Nach 4 Wochen Nutzung läßt sich also sagen, dass die Maschine alle unsere Wünsche erfüllt. Das Aufschäumen der Milch ist als Funktion hier nicht eingegangen - wir machen dass schneller mit dem Mini-Milchschäumer und in der Mikrowelle, dass sprutzelt weniger und man blockiert sich nicht gegenseitig an der Maschine.