Als ich die AEG NM 1714 Nähmaschine bekam, war ich überglücklich, denn mittlerweile hatte sich bei mir schon so einiges angestaut, was unbedingt genäht werden musste.
Das ist nun die dritte Nähmaschine in meinem Leben. Die erste war eine alte Tretnähmaschine, mit der ich damals bei meiner Mutter einen Schlag in die Hosen genäht hatte (war ja sehr modern damals)
Dann bekam ich irgendwann eine alte, elektrische Nähmaschine geschenkt. Eine Victoria, die mir über viele Jahre so einiges genäht hat. Doch leider ist sie nun defekt und Ersatzteile bekommt man dafür kaum noch.
Deswegen aber waren mir Nähmaschinen zumindest schon mal nicht gänzlich unbekannt.
Geliefert wird die Nähmaschine mit folgendem Zubehör.
- 4 Füße. Und zwar einen für Knopflöcher, einen für Reisverschlüsse, einen für Rollsaum und einen für Normal- und Zickzack Stich (bereits in der Maschine eingebaut)
- 3 Spulen
- Einen Nahttrenner
- Zwei kleine Päckchen Nadeln (eine davon ist eine Zwillingsnadel) und eine Nadel ist bereits in der Maschine drin.
- Eine Bedienungsanleitung, die den Gebrauch der Maschine sehr gut in Wort und Bild erklärt
- Einen Fußanlasser mit Kabel dran
Sämtliches Zubehör findet man im Anschiebetisch, wo ein kleiner Stauraum dafür vorhanden ist.
Die Maschine hat einen Tragegriff und ein ordentliches, aber nicht zu schweres Gewicht. Wenn man den Anschiebetisch abnimmt, kann man freiarmnähen, was sich eben besonders gut für das Nähen von Ärmeln, Hosenbeinen oder anderes eignet.
Genug zur Theorie. Jetzt zur Praxis, denn die Nähmaschine musste natürlich umgehend getestet werden.
Das einfädeln und aufspulen ging flott von der Hand und war auch sehr leicht hinzubekommen. Den Unterfaden einsetzen war ein Kinderspiel. Dann nur noch eingefädelt und schon konnte es losgehen.
Der Geräuschpegel der Nähmaschine bewegt sich in einer angenehmen Lautstärke. Als erstes habe ich natürlich erstmal alles genäht, was in den letzten Monaten so liegen blieb aber dringend gemacht werden musste (ich hätte das auch per Hand nähen können aber das ist nicht unbedingt einer meiner Lieblingsbeschäftigungen ;)). Hauptsächlich habe ich dafür den einfachen Stich genutzt. Der Zickzack Stich kam einmal zum Einsatz und auch einen Reißverschluss habe ich mit der Nähmaschine eingenäht.
Innerhalb kurzer Zeit (im vergleich zum nähen mit der Hand) war ich damit durch und habe mir dann ein stück Stoff geschnappt und alles mal so durchgetestet, was die Maschine kann. Füße wechseln ging sehr leicht und problemlos. Auch Nadeln wechseln war sehr einfach.
Es ist wirklich erstaunlich, was die Nähmaschine so alles kann. Zickzack- und einfacher Stich in verschiedenen Variationen und Stichlängen. Einen Saum nähen mit der Zwillingsnadel (= zwei Nähte nebeneinander), Trikotstich, superstretch Stich, gerader Stretchstich, Knöpfe annähen, Reisverschlüsse annähen, Knopflöcher nähen, Blindsaum, Muschelsaum, Stretchstiche und Kästchenstich. Naja... als ich fertig war mit testen, sah mein stück Stoff lustig aus. ;)
Eine Kleinigkeit hätte ich dann aber an der Nähmaschine bzw. dem Kabel, doch noch auszusetzen. Das Kabel hätte etwas länger sein können. Es reicht so gerade vom Fußboden bis zum Küchentisch hoch. Viel kürzer hätte es wirklich nicht sein dürfen. Aber es geht so gerade noch.
Die Nähmaschine aber ist einfach super und es macht Spaß mit ihr zu nähen. In Zukunft wird es bei mir keine Wäsche mehr geben, die monatelang in der Ecke liegt, weil sie genäht werden müsste. :) Ich kann diese Maschine jedem wärmstens empfehlen. Sie ist ihr Geld wert.