ADS - Und wenn es das gar nicht gibt? Mit dieser Frage wendet sich das Buch insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer, die sich im Unterricht Kindern gegenüber sehen, die durch hohe Ablenkbarkeit und/oder motorische Unruhe eine besondere Herausforderung darstellen.
Im ersten Teil des Buches (Was so klar und bewiesen scheint...) werden einige Grundpfeiler des medizinischen Modells ADS kritisch, gut wissenschaftlich belegt und dennoch verständlich betrachtet. Im Hintergrund steht auch immer die Frage, was es bedeutet, wenn die Ursache für störendes Verhalten ausschließlich in der Gehirnfunktion der Kinder gesucht wird, die dieses Verhalten zeigen. Dieser erste Teil ist also nicht nur für Lehrkräfte von Interesse, sondern für alle, die sich umfassend aber auch kritisch über das ADS informieren wollen.
Der zweite Teil zeigt Lehrkräften Handlungsalternativen und Strategien für den Schulalltag. Dabei geht es vor allem und die Frage, wie herausfordernden Kindern grenzsetzender aber auch verstehender Halt gegeben werden kann. Denn Tatsache ist, dass auch nach dem Rückgriff auf die medizinische Diagnose ADS pädagogischer Handlungsbedarf bleibt.
(Anmerkung zur Bewertung: Da ich die Autorin dieses Buches bin, wollte ich ursprünglich keine Sterne-Bewertung vornehmen. Leider war es aber aus mir unerfindlichen Gründen nicht möglich, davon abzusehen.)