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ADHS bei Erwachsenen: Betroffene berichten aus ihrem Leben
 
 

ADHS bei Erwachsenen: Betroffene berichten aus ihrem Leben [Kindle Edition]

Doris Ryffel-Rawak
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Anhand selbstverfasster und von der Autorin kommentierter Lebensgeschichten von Betroffenen wird das vielfältige und in verschiedenen Ausprägungsgraden existierende Krankheitsbild der ADHS auch für Laien anschaulich gemacht

Produktinformation


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Doris Ryffel-Rawak
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67 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Büchlein ist kein Ratgeber im eigentlichen Sinne. Anhand von 22 Fallberichten wird kompentent und vielfältig die ADS-Symptomatik im Erwachsenenalter beleuchtet und verschiedene Facetten in der Symptomatik dargestellt. Sei es nun die Überlappung zu Depression, chronischen Schmerzen (Fibromyalgie) oder anderen psychiatrischen Syndromen. Das Buch ist ideal für Menschen, die aufgrund einer familiären ADS-Häufung auch bei sich ADS-Anteile vermuten. Sehr lesenswert und informativ hilft es somit vorallem gegen die eigene Verunsicherung. Es gibt einen Namen und eine Erklärung für das "Anderssein" und einen Ansatz für Veränderungen.

Für mich eine unbedingte Kaufempfehlung
Dr. Martin

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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Weniger kann mehr sein ! 19. September 2003
Format:Taschenbuch
Dieses kleine Buch mit unter 150 Seiten liegt gut in der Hand, die äußere und innere Gestaltung mit eigenen Zeichnungen haben mir gut gefallen und sprechen für das persönliche Engagement der Autorin. Auch die Idee einmal Betroffene zu Wort kommen zu lassen finde ich sehr hilfreich.

Nach einem Vorwort und einer Einleitung plus 7 Seiten für Fachleute kommen 22 Menschen zu Wort, die teils sehr persönlich ihren Leidensweg schildern.

Fast alle dieser Menschen haben im Verlauf ihrer Therapie eine Behandlung mit "Stimulanzien" erfahren. Da habe ich mich gefragt: geht denn das nicht auch ohne Medikament? Ich habe im Buch herumgeblättert, habe aber bis jetzt keine Erwähnung anderer Möglichkeiten gefunden.

An dieser Stelle werde ich mit dem Inhalt des Buches unzufrieden: Immer wieder bewegt sich die Autorin viel zu weit aus ihrem im Titel genannten inhaltlichen Rahmen. Viel zu sehr steht im Mittelpunkt die Botschaft: "Die Therapie ... besteht ... meist in einer medikamentösen Basisbehandlung begleitet von einer eingehenden Aufklärung des Betroffenen über seine Störung" (S. 133).

Auf das Glatteis einer Schilderung der doch äußerst kontrovers diskutierten "wissenschaftlichen Datenlage" sollte sich die Autorin mit diesem Buch in einer späteren Auflage nicht mehr begeben. Damit macht sich die Autorin zu sehr von den Meinungen der sie umgebenden Experten abhängig.

Zurück ist bei mir ein Geschmack von: "eigentlich stehen in diesem Buch gar nicht so sehr die Betroffenen und ihre persönliche Geschichte im Mittelpunkt" geblieben - und das hatte die Autorin des sonst sehr persönlich gehaltenen Buches sicher nicht beabsichtigt.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Zwischen einer kurzen Einleitung und sehr lesenswerten Schlussfolgerungen finden sich Fallstudien von 22 erwachsenen Patienten der Autorin, bei denen sie ADS diagnostiziert hat. Die Schilderungen sind z. T. Zusammenfassungen der Autorin, z.T. erfolgen sie mittels Aussagen der Betroffenen selbst. Was klar herauskommt: die Getriebenheit, die innere Unruhe der Patienten, ihr Versagens- und Ueberforderungsängste, ihr Gefühl, mit dem Leben nicht zu Ranke zu kommen. Wie gesagt: es geht vor allem um diese individuellen Einschätzungen und Empfindungen. Immer und immer wieder schildern Betroffene, sie würden nichts zustandebringen. Oft erfährt der Leser dann aber beiläufig, dass die Betroffenen sehr wohl Schulen und Studien abgeschlossen, Familien gegründet, Unternehmen geführt haben - noch bevor sie wegen des ADS therapiert worden sind. Es gibt also durchaus Erfolge" - nur werden diese offensichtlich weniger gewichtet bzw. empfunden als das Versagen. Vom äusseren Ablauf her erscheinen die meisten dieser Biographien nicht besonders auffällig, wenigstens nicht auffälliger als jeder Querschnitt einer sich immer stärker pluralisierenden Gesellschaft wie der unsrigen ausfallen würde.

Das Buch nimmt nicht Stellung zu den Kontroversen um ADS, POS und der damit verbundenen medikamentösen Behandlung. Ebenso wenig geht es um die Einbettung des Umgangs mit Störungen und Normalitätskonstruktionen in den weiteren gesellschaftlichen Kontext (was ist eigentlich normal", die Pathologisierung von jeglichem Leiden und seine medikamentöse Therapierung). Es ist ein Buch mit einer pragmatischen Ambition, nämlich jener, ADS-Betroffene selbst sprechen zu lassen.

Aergerlich sind höchstens zwei kleinere Punkte: Die Einleitungen zu den Fällen ist etwas arg stereotyp geraten, indem jeweils die sympathische Erscheinung der Betroffenen hervorgehoben wird (... eine hübsche, schlanke, sehr gepflegte junge Frau"...."ein 40jähriger Patient mit spitzbübischem Lächeln"...."ein grossgewachsener Mann mit breiten Schultern und dem Gesicht eines grossen lieben Jungen") - wie wenn es darum ginge zu betonen, dass hinter der Fassade der Normalität und der sympathischen Erscheinung Abgründe lauern können. Das ist zwar an und für sich richtig, aber als Topos doch mittlerweile etwas abgegriffen. Zudem weisen alle Fälle irgendwie ein happy end" auf, d.h., den Patienten geht es dank der Intervention der Aerztin heute viel besser. Das ist erfreulich. Aber es bleibt beim Leser die Frage, ob es denn auch Fälle aus der Praxis der Autorin gäbe, bei denen nicht alles so reibungslos verlief - und wieso denn dem so gewesen wäre. Nicht nur Erfolgstories" sind gutes Anschauungsmaterial. Denn wie die Autorin im Schlusskapitel selbst schreibt, lassen sich mit Diagnose und Therapie nicht einfach alle Probleme ruckzuck aus der Welt schaffen.
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