Als wir uns 2005 etwas sehr spontan unser erstes (ein 25 Jahre altes) Wohnmobil zulegten, da war im Nachhinein plötzlich die Sorge gross.
Wir hatten noch NIE gecampt, daher die Frage: Wie campt man eigentlich richtig und wo?
Hilfe boten uns seinerzeit "Camping nicht nur für Anfänger" von Ronald Metzger und die beiden ADAC Campingführer.
Seither haben wir die ADAC Campingführer auf all unseren Reisen dabei und sie wirklich schätzen gelernt.
Das liegt insbesondere (aber nicht nur) an ihrer absoluten Verlässlichkeit:
Die im ADAC Führer als "gut" bewerteten Plätze haben wir dann vor Ort auch tatsächlich stets als gut erlebt.
Dies ist leider keine Selbstverständlichkeit, denn bei anderen Campingführern, die wir des günstigeren Preises wegen ausprobierten, konnten wir teilweise die guten Bewertungen vor Ort nicht nachvollziehen und waren das ein oder andere Mal sehr sehr unangenehm überrascht.
Zum Camping(führer) ein paar Anmerkungen (vielleicht sind ja auch Sie Anfänger):
Dieser Campingführer beurteilt ausschließlich Campingplätze, ein Stellplatzführer ist separat erhältlich.
Und er enthält ausschließlich Plätze in Südeuropa.
Nordeuropa und Deutschland sind im anderen Band enthalten.
Zur Ausstattung:
Der ADAC-Campingführer enthält
- Beschreibungen zu 2800 Campingplätzen in Südeuropa: Österreich, Italien, Malta, Schweiz, Frankreich, Andorra, Spanien, Portugal, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Bosnien Herzegowina, Serbien, Mazedonien, Albanien, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Türkei
- eine beidseitig bedruckte Faltkarte 99*63 cm, auf der alle Plätze als Nummer eingezeichnet sind
- die "Campingcard" 2012, mit der man auf über 2000 Plätzen (allerdings oft saisonabhängig!!!) Rabatte erhält
- neuerdings ein separates Faltblatt "Zeichenerklärung". Damit hat man nun endlich immer die Erklärung der Zeichen zur Hand!
- einen Gutschein zur einmalig kostenlosen Übernachtung auf einem von 16 ADAC-Superplätzen in Italien
- die wichtigsten Informationen bzw. Bestimmungen zu jedem oben aufgezählten Reiseland
- ein Stichwortverzeichnis
- ein Ortsverzeichnis
Zu jedem Platz findet sich eine Bewertung in Form von je bis zu 5 Sternen hinsichtlich der Kategorien Sanitärausstattung, Standplätze, Versorgungsangebote, Freizeiteinrichtungen und Animation.
Auf den ersten Blick erhält man so schon einmal einen sehr guten ersten Eindruck über den Platz.
Zahlreiche Symbole ergänzen dann die Platzbeschreibung: ist es ein FKK-Platz, gibt es besondere Angebote für Kinder, Bootsportler, Wasserwanderer, Reiter oder Wohnmobilisten, gibt es Kurmöglichkeiten oder Wellnessangebote?
Sind Hunde willkommen oder nur erlaubt, wie weit ist es bis zur nächsten Haltestelle und zur Ortsmitte, wie ist der Boden beschaffen, gibt es im/am Platz einen Supermarkt, ein (Hallen) Bad oder gar ein eigenes Restaurant.
Alle Informationsarten zu einem Platz hier aufzuzählen würde tatsächlich den Rahmen sprengen.
Zusätzliche Informationen zum Platz erhält man dann noch in der verbalen Beschreibung. Selbst ob die Anfahrt schwierig ist (etwa im Gebirge), wird dort erwähnt.
Es gibt wirklich kaum eine Information, die wir über den Platz nicht in diesem Campingführer gefunden hätten, und wir haben bisher nicht erlebt, dass die Informationen dort nicht korrekt gewesen wären.
Ein Wort zum Schluss:
die große Faltkarte ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Planungsinstrument für uns geworden.
Anhand unserer Routenplanung können wir schnell sehen, ob und wo ein Campingplatz auf unserer Route liegt.
Das gilt insbesondere fürs spontane Suchen während der Reise.
Mit den Vergünstigungen der Campingcard haben wir die Kosten des Führers noch jedes Jahr wieder ersetzen können.
Allerdings fahren wir stets außerhalb der Schulferien, oft außerhalb der Hauptsaison (immerhin bieten 350 Plätze auch während der Monate Juli - August nun Vergünstigungen für die Campingcard an)
Noch Fragen?
Können Sie unter "Kommentare" eingeben - ich antworte gern