Seit 20 Jahren kaufe ich den Shell Atlas. Nun habe ich mich von den Rezensionen hier überzeugen lassen und den ADAC-Atlas gekauft. Leider. Deutschland, ok, sehr übersichtlich, detailiert, auch die abgespeckte Map&Guide Version durchaus brauchbar. Aber: Bei den Autobahnkarten habe ich schon gestutzt. Ich stelle mir vor, ich habe im Ruhrgebiet dieses Teil auf dem Schoß und versuche ernsthaft, meine Abfahrt zu finden. Vor lauter blauen Kästen sehe ich kaum mehr die Autobahn selbst. Da ist, beim besten Willen, der normale Kartenteil deutlich übersichtlicher, trotz mehr Details. Dann kommt's noch besser. Der Europateil. Sowas von stur von oben links nach unten rechts durchexerziert, ohne Rücksicht auf Verluste. Auf mindestens 10 Doppelseiten sieht man zu mindestens 90% nur Wasser. Praktisch, in einem Autoatlas. Auch nett, daß ich die einzige Straße in Sibierien auf zwei Doppelseiten verfolgen kann. Hat mein Shell Atlas nicht. Will ich aber auch nicht hin. Stattdessen würde ich gerne dieses Jahr nach Kroatien. Allein die dalmatinische Küste ist aber auf vier Seiten mit je 15 Seiten Abstand verteilt. England ist auch toll. Auf einer Doppelseite Wasser mit einem Zipfel Cornwall, eine Doppelseite Wasser mit Südost-England usw. Immerhin hat man die unwichtige Stadt London zentral plaziert: Genau auf der Bindung. Klasse. Ich versuche mal, objektiv zu bleiben: Man hätte locker durch weg lassen von etwa 50 Seiten Wasser und Pampa wichtige Reise- und Urlaubsgebiete übersichtlich darstellen können, ohne das grundsätzliche Konzept von Westen nach Osten streifenweise durch Europa verletzen zu müssen. Hätten sich halt manchmal größere Bereiche überlappt. Dafür habe ich meine Urlaubsregion auf ein, zwei Doppelseiten. Den setze ich hier gleich wieder rein und kaufe mir den Shell, wie immer...