Fast täglich suchen Probleme händeringend nach einer Denkstruktur, einem Lösungsansatz. Nun haben wir unser Kominationsvermögen, um auf Ideen zu kommen, wobei unser Geist 2 Elemente (oder mehr) zu einem Bild verbindet, das zu einem Aha-Erlebnis, einer Idee oder einer Erleuchtung führen kann. Das ist im Prinzip das Prinzip.
Die Teil-Lösung liegt auch schon im Problem-Begriff selbst, um den die Gedanken kreisen. Das WIE der Frage, die um diesen Schlüssel-Begriff geschrieben wird, bestimmt die Antwort. Das ABC-Tool hilft nun, die Gedanken zu lösen und fließen zu lassen. Diese wohl begründete, hirnfreundliche Methode als Spielerei abzutun wäre sträflich.
Zunächst erstellt man eine ABC-Liste mit eigenen Bedeutungswerten. Der ABC-Scheinwerfer leuchtet in unser Bewustsein. Da findet man konstruktive Worte, die z.B. in dem Schlüssel-Begriff "Problem" stecken, etwa P wie produktiv, R wie Richtung, dann Option, Beispiel, Liebe, elementar Denken oder Methode. So werden Fragmente aus dem (Ge)Wissensnetz sinnvoll limitiert und dann zusammengefügt.
Man baut also um dem Problembegriff eine Wortassoziation auf, klärt diese noch einmal bezüglich des Schlüssel-Begriffs und verbindet sie zu einer Synthese. Fertig ist der Lösungsansatz.
Eine thematisch entferntere ABC-Liste ist machmal sogar hilfreicher (etwa eine Baum-Liste), weil sich Dinge sinnbildlich übertragen lassen.
Dieses Kreativ-ABC trainiert zudem die Denk-Beweglichkeit und Gedanken-Entwicklung. Dabei wachsen die Listen und Lösungen zu einem inneren Archiv. Und je mehr man ein Fachgebiet weiterentwickelt, umso mehr verknüpfbare Wissensfäden bieten sich für Ideen.
Was will man mehr, als sein Wissen besser ausschöpfen und Probleme kreativ lösen zu lernen durch diese Art des spielerischen Entdeckens? Die als seriös geltende ABC-Entwicklerin V. F. Birkenbihl machte dieses einfache und effektive Tool zu ihrer Welt. Ernsthaft betrieben, wie ich feststellen darf, kommt Sinnergiebiges bis Faszinierendes dabei raus.