Für mich hat Sarah Brightman in diesem Jahr leider keinen Sprung nach vorne gemacht, ihre vorangegangen CDs hatten alle etwas eigenständiges, teilweise geheimnisvolles und mystisches wie "Eden", "La luna" und "Harem", alles Highlights.
"Symphony" war ein großer Schritt zurück, Popklassik-Mainstream nur mit wenigen Highlights.
So auch ihr erstes Weihnachts- oder besser gesagt Winteralbum.
Das Album verhaftet auf weiten Strecken auf der sehr poppigen Balladenschiene wie im Duett mit Fernando Lima "Ave Maria", in "In the bleak midwinter" oder dem Rock'n'Roll lastigen "I wish it could be christmas everyday", die allesamt hörbar, aber schon zum Teil sehr schmalzig daher kommen. Irgendwie fehlen mir da die Besonderheiten.
Auch die immerwährende Vertonung der gleichen Songs wie "Silent night" oder "Amazing grace" reizen einen nicht sonderlich.
Toll dagegen sind die Highlights "Arrival", einem ehemaligen ABBA-Instrumentals, das einen sehr festlichen Charakter aufweist, "Colder than winter", schönes Streicherarrangement und tolle Melodie und "Jesu, joy of man's desiring", das einfach Sarah Brightman pur ist, wunderbares klassisches Stück, perfekt passend zu ihrer Stimme und auch zu Weihnachten, solche Stücke wie man sie auch auf "Eden" und "La luna" finden konnte.
Ebenfalls toll sind "Child in a manger", dem weihnachtlichen "Morning has broken" und der festliche Song "I believe in Father Christmas".
Die Bonussongs lohnen den Kauf der Special Edition und auch die Aufmachung der CD ist so insgesamt viel schöner, wenn auch die Fashion on Ice Songs nicht so besonders aufgenommen sind. Als Fan insgesamt ein Muss also!
Insgesamt noch vier Sterne, aber Sarah Brightman sollte wieder mal in die mystischere, besondere Klassikschiene gehen, um mich wieder vollkommen zu überzeugen.