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(... wenn auf die eher düsteren Texte nicht geachtet wird.)
Ane Brun ist so etwas wie die Meisterin der unaufdringlichen Melodien, die jedoch trotzdem angenehm lange haften bleiben. Bereits beim zweiten Hören entfalten die schönen Harmonien sofort das Gefühl sie schon ewig zu kennen.
Dabei sind die Arrangements überaus schlicht und licht. Bei vielen Liedern begleitet sie sich nur mit Gitarre, aber auch die anderen sind ebenfalls sehr behutsam instrumentiert. Ebenso wirkt ihre gleichzeitig zarte und warme Stimme als könnte sie kein Wässerlein trüben. Und doch erschafft sie mit ihrer Musik eine unglaubliche Dichte und Intensität.
Einzig das Duett mit Ron Sexsmith, das Vorbote des folgenden Albums werden sollte, kommt vergleichsweise wild daher, fällt damit aber keineswegs aus dem Rahmen, sondern bildet eher das I-Tüpfelchen, dieses sehr runden Albums.
Die Aufnahmen sind über alle Zweifel erhaben, sehr sauber, klar, natürlich und bereits bei mäßiger Lautstärke entfaltet sich eine Präsenz als würde Frau Brun im Zimmer sitzen.
Ein sehr feines Album!