Anno 2001 und Neurosis beglücken uns erneut mit einem neuen Silberling. Wer dachte Neurosis hätten Ihr Pulver bereits mit der im letzten Jahr veröffentlichen Single "Sovereign" verschossen, hat sich nicht nur in diesem Punkte geiirt. "A Sun That Never Sets" ist meines Erachtens nach das interessanteste und wohl auch ausgereifteste Produkt einer umstrittenen Band, welches auf ganzer Linie zu überzeugen vermag. Die insgesamt 10 Songs sind alle für Neurosis Verhältnisse eher ruhig ausgefallen, wirken noch schleppender als bißher.Einbuße an Originalität? -Keines wegs. Die Musik wirkt im ganzen überschaubarer, melodiöser als so mancher, verworrener Vorgänger, was dazu führt, dass das Album noch schmerzlicher und trauriger streckenweise allerdings wieder härter und brutaler ausgefallen ist. Auf dieser CD reichen sich "cleane", mitleidig und qualvoll klingende Vocals mit dem typisch-schreivollem Organ des Sängers die Hand. Ganze 68 Minuten Spielzeit zieren diese Platte und ich kann versichern es wird weder langweilig, noch wirkt sie zu langatmig! Für mich eine in diesen Ausmaßen nicht vorstellbar gewesene Weiterentwiklung. Quintessenz: Ein sehr kompaktes Album, jede einzelne Mark wert und in meinen Augen das intensivste Neurosis Album schlecht hin. Kaufpflicht!