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A Marine Story
 
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A Marine Story

Dreya Weber , Paris P. Pickard , Ned Farr    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Dreya Weber, Paris P. Pickard, Christine Mourad
  • Regisseur(e): Ned Farr
  • Komponist: Craig Richey
  • Format: Anamorph, PAL, Widescreen
  • Sprache: Englisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Pro-Fun Media
  • Erscheinungstermin: 1. April 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004ICXTHM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.520 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Dreya diente Uncle Sam als Marineinfantrist in zwei Kriegen, aber das bewahrt sie auch nicht vor postwendender Entlassung, als Gerüchte über ihre lesbische Neigung auf unschöne Weise Bestätigung erfahren. Nun sitzt sie wieder daheim im Wüstenkaff von Arizona und ergibt sich dem Alkohol, als ein freundlicher Cop und eine besorgte Oma die junge Saffron vorbei bringen. Saffron hat Mist gebaut und wurde vom Richter vor die Wahl gestellt: Army oder Gefängnis. Dreya soll sie fit für den Wehrdienst machen, und nach anfänglichem Zögern kommen die Frauen einander näher.

Video.de

Der Kampf für die Gleichberechtigung der Homosexuellen in der amerikanischen Armee beschäftigt seit langem auch die deutschen Nachrichtenmagazine. Wie die Auswirkungen dieser Prohibitionspolitik im Detail aussehen, und welche Folgen sie für Leute haben (können), die davon betroffen sind, zeigt unter anderem dieses gut gespielte, unterhaltsame und, gerade um seiner Botschaft willen, kernpatriotische Drama, das obendrein auch noch prima als alternative Freundschafts- und Liebesgeschichte zwischen zwei (vordergründig) ungleichen Frauen funktioniert.

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Hoevermann TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
"A Marine Story" - Der Titel ist hier Programm: Erzählt wird die Geschichte eines weiblichen Marines, die nach dem Ausscheiden aus dem United States Marine Corps (USMC) und der Rückkehr in ihre alte Südstaatenheimat versucht, wieder in einem normalen Alltagsleben fußzufassen. Von Anfang an besteht kein Zweifel: die Marines sind ihr Leben; Alexandra (Alex) Everett steht bedingungslos hinter ihren Idealen, Zielen und Vorstellungen.

Sie ist in allen Ehren entlassen worden, allerdings ein Jahr, bevor ihr eine Pension zugestanden hätte. Es war die einzige Chance, Ermittlungen wegen "unwürdigen Verhaltens" zu entgehen. Gemeint: Homosexualität. Als kompromittierende Fotos auftauchen, hilft ihr auch ihre zum Schein arrangierte Ehe nicht mehr; zu eindeutig sind die Aufnahmen. Wenn sie wenigstens mit einem ihrer männlichen Kameraden geschlafen hätte - Ehebruch gilt als das kleinere Übel - könne man den Verdacht gerade noch ausräumen. Aber es gibt niemanden. Natürlich nicht.

Wir schreiben das Jahr 2008. Seit 1993 galt in den USA ein Gesetz, das bekennenden Homosexuellen den Militärdienst verwehrte: Titel 10, § 654 des US Code. Umgangssprachlich: "Don't ask, don't tell" (DADT) - "Frag' nicht, sag' nichts". Erst unter Präsident Barack Obama wurde es 2010 abgeschafft: Die Senatoren setzten es mit 65 zu 31 Stimmen endgültig außer Kraft.

Verboten war zuvor nicht nur das Führen gleichgeschlechtlicher Beziehungen. Verboten war ebenso das Sprechen über die eigene Homosexualität. Verboten war sogar, sich allgemein zu Themen zu äußern, die die mit Homosexualität in Zusammenhang standen. Ein Maulkorb auf ganzer Linie.
2008 waren besonders Angehörige so genannter Minderheiten (45 %) und Frauen (30 %)von Entlassungen auf Grund der DADT-Doktrin betroffen.

Alex ist eine davon.

Sie kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit, doch sie kommt nicht an. Zwar wird sie herzlich von alten Freunden und Bekannten aufgenommen, aber sie kann sich auf das beschauliche Leben in diesem verschlafenen Nest nicht einlassen. Während die Kamera die Weite und Schönheit der Gegend einfängt, erlebt man Alex wie abgeschnitten von ihrer Umgebung: Fast schon neurotisch verfolgt sie die Nachrichten, immer erpicht auf Neuigkeiten aus dem Irak; sie trinkt; sie wird eingeholt von kurzen Flashbacks und Sequenzen, die im Lauf des Films erklären, warum sie verloren hat, was ihr gesamtes Leben ausmachte.

Die durchtrainierte Akrobatin Dreya Weber, bekannt aus der eher poetischen Liebesgeschichte "Gymnast-Bande der Liebe", überzeugt voll und ganz als Kriegsheimkehrerin: Sie ist nicht nur körperlich in absoluter Top-Form; auch sonst nimmt man ihr die Ex-Marine sofort ab. Ihre schauspielerische Leistung ist durchweg herausragend und beeindruckt auf ganzer Linie. Man kann nicht anders, als sich in das Schicksal dieser ungewöhnlichen Frau zu vertiefen und zu versuchen, den eigentlichen Menschen dahinter zu entdecken. Dass die hier erzählte Geschichte auf tatsächlichen Begebenheiten basiert, die zu einer stimmigen Erzählung verknüpft wurden, macht den Film authentisch und besonders sehenswert.

Alex hat nicht nur Freunde in dem heruntergekommenen Städtchen: Die üblichen Vorurteile gegenüber weiblichen Marines, die vermutlich alle Soldatinnen und Polizistinnen kennen dürften, treten beim eigentlich vergnüglichen Abend in der Kneipe offen zutage. Im Armdrücken und direktem Kampf muss sie unter Beweis stellen, dass weiblich zu sein nicht mit körperlicher Unterlegenheit einhergeht. Und sie verschafft sich Respekt, als die Situation eskaliert.

zudem ist Alex gradlinig, direkt, kommt sofort auf den Punkt. Nett gemeinte Angebote, sich und ihren Rucksack heimfahren zu lassen - immerhin wollen rund 16 Kilometer bewältigt werden - lehnt sie ab. Nach der Zugfahrt komme ihr ein "Spaziergang" gerade recht.

Ja, sie ist Marine. Durch und durch.

Beim Einkaufen verhindert sie fast schon nebenbei den Diebstahl eines jungen Pärchens im örtlichen Tante Emma-Laden. Das Mädchen, die hochgewachsene, hübsche Saffron Snow (Paris P. Pickard), ist bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten und bekommt von dem für diese letzte Eskapade zuständigen Richter ein Ultimatum gestellt: Entweder sie wandert in den Bau oder ins Boot Camp der Marines. Ihre Entscheidung. Der ortsansässige, gutherzige Sheriff bittet Alex um Hilfe. Sie soll das haltlose Mädchen auf Kurs zu bringen, zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft machen. Sie willigt ein.

Es stellt sich heraus, dass beide Frauen einiges gemeinsam haben: Beide haben harte Zeiten hinter sich; beiden fehlen Struktur und neue Perspektiven im Leben; beide sind verbunden durch die Marines. Und beiden rettet ihre Begegnung letztendlich das Leben.

Statt sofort ein pädagogisches, methodisch-didaktisch pfiffiges Gespräch mit Saffron zu führen - etwas, was man an dieser Stelle durchaus erwartet - ignoriert Alex das Mädchen vollkommen. Seelenruhig widmet sie sich der Wiederinstandsetzung ihres Wagens. Gespräche über die Marines lehnt sie ab. Fragen beantwortet sie nicht. Saffron, die zuerst körpersprachlich sichtlich auf Konfrontationskurs fährt, wird unsicher. Keine Vorträge? Keine Drohungen? Kein erhobener Zeigefinger?

Nein. Dieser Film lebt nicht davon, Erwartungen zu erfüllen. Weder die der Charaktere noch die der Zuschauenden. Er bleibt überraschend bis zum Schluss.

Auf kräftezehrende Machtspiele mit einem erbosten Teenager auf der Suche nach Grenzerfahrung lässt sich Alex nicht ein. Nicht auf dieser Ebene. Saffron will heim zu ihrer Großmutter? Sie darf. Sie darf laufen. Und sie soll am nächsten Tag pünktlich zurück sein, wenn sie für das Boot Camp fit gemacht werden will - oder fortbleiben für immer. Ihre Entscheidung. Was klingt wie ein Fiasko, funktioniert: Alex gibt dem Mädchen die Verantwortung für ihr eigenes Leben in die Hand. Sie zeigt auf, aber sie zwingt nicht. Sie nimmt sie ernst. Schonungslos und direkt, so wie es ihre Art ist.

Und Saffron kehrt zurück. Immer wieder. In bester Karate Kid-Manier tut sie alles, was Alex verlangt. Unter Alex' Anleitung stählt Saffron ihre körperliche Fitness, lernt Regeln und Verhaltensweisen und die korrekte Anrede der Vorgesetzten. Jeglichen Widerstand gibt sie auf. Sie hat nun ein Ziel, das sie mit aller Kraft verfolgt: Sie will ins United States Marine Corps Boot Camp. Doch dann wird ihre Mentorin von ihrer Vergangenheit eingeholt und alles gerät ins Wanken...

"Failure ain't the falling down. It's the staying down." - "Nicht der Absturz ist Scheitern, sondern das Liegenbleiben." Das altbekannte Statement, das Alex in den Mund gelegt wird, durchzieht den Film. Es geht darum, von vorn anzufangen. Nicht aufzugeben. Selbst, wenn man sein Leben - mehrfach - an die Wand gefahren hat. Weiter geht es immer. Irgendwie.

Zur Untertitelung: Dank des Originaltons bleiben regionalsprachliche Ausdrucksweisen und Eigenheiten erhalten, die bei einer Synchronisation ins Deutsche zwangsläufig entfallen wären. Es ein Gewinn, dass auf eine deutsche Tonspur verzichtet wurde. Ab und zu wird mal ein Satz oder Satzteil innerhalb der insgesamt ordentlichen Untertitel nicht mit übersetzt. So findet sich z.B. die Aussage "Ten miles ain't a walk, honey, it's a hike" als: "10 Meilen sind kein Spaziergang" in schriftlicher Form wieder. Man kann diese und ähnliche Abweichungen - hier fehlt "sondern eine Wanderung" - verschmerzen, denn zwingend zum Verständnis erforderlich sind sie nicht.

Insgesamt wirkt "A Marine Story" hochwertig produziert und besticht durch scharfe Bilder, gute Tonqualität, solide Actionszenen und die überwiegend hervorragende Leistung der Darstellerinnen und Darsteller, allen voran Dreya Weber, die auf ganzer Linie mitreißt und überzeugt.

Kritisch zu betrachten ist die Darstellung des Militärs. Trotz der Entlassung aufgrund ihrer Homosexualität, obwohl ihr gesamtes Leben vor ihren Augen zerfällt, kommt Alex keine auch nur annähernd negative Äußerung zu den Marines über die Lippen. Ganz im Gegenteil: Das Militär wird als Sinnstifter, Struktur- und Haltgeber verklärt; die Gefahr, bei Einsätzen getötet zu werden, ignoriert. "Keine Perspektive im Leben? Keine Ahnung, wohin der eigene Lebensweg führen soll? Keine Vorbilder? Kommt zum Militär, denn wir denken für dich!" scheint hier die Devise.

Zwar stellt Alex relativ schonungslos dar, was auf die junge Saffron zukommt: Ihre bisherige Identität wird sie verlieren. Kleidung, Frisur, Eigenheiten, Gewohnheiten, Sprachmuster - alles. Ersetzt werden wird es durch die Sprache und erwünschen Verhaltensweisen des Militärs. Auf Erniedrigungen muss sie sich einstellen. Ebenso darauf, müde, desorientiert und ans Ende ihrer Kräfte gebracht zu werden. Sie sehnt sich nach Grenzerfahrung? Die wird sie bekommen. Mehr als ihr vielleicht lieb ist. Ihre Grenzen werden vollkommen neu definiert werden; sie wird lernen, den Kopf auszuschalten und nur noch körperlich zu funktionieren. Nicht umsonst gilt das Ausbildungslager der Marines als härtestes überhaupt.

Doch nichts davon wird letztendlich kritisch hinterfragt; das Urteil bleibt den Zuschauenden überlassen. Lesen Sie weiter... ›
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Toller Film!! 23. Oktober 2011
Von Ju
Format:DVD
Sehr guter Film!!! Traurig aber wahr... Als lesbische Frau wird sie sowohl bei den Marines als auch im privaten Leben degradiert. ("Die beste Frau ist genauso gut wie der schwächste Mann")
Empfehlenswert!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Snarky
Format:DVD
"Don't Ask, don't tell" is the issue, but the story around a discharged Marine and the delinquent girl she prepares for Boot Camp is only average. Originally I had the impression they were getting involved, but that is not the case. There are several stories side by side and a little confusing sometimes. The end is too rushed, which compared to the sometimes very slow pace of the previous 90 minutes makes it little consistent. Not a bad movie, but nothing I will remember 6 months from now.
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