"A.I." ist ein tolles Werk vom Altmeister. Er schlägt mal wieder eine für ihn ungewohnte Richtung ein: Er baut auf ruhige Klänge und teilweise auf elektronischen Tönen. Normalerweise ist Williams für bombadtisch ausladene Orchestrationen bekannt, was hier aber keineswegs zutrifft.
Und doch besitzt dieser Soundtrack auch aufregende Passagen: Man hört den Film. Man begleitet David auf einer spektakulären Reise. "The Mecha World" ist ein Beispiel dafür, dass Williams mit dem Orchester sehr gut umgehen kann. Außerdem klingt der Titel sehr nach Mecha, was wieder einmal beweist, dass John Williams ein Meister der musikalischen Erzählung ist. Kein Wunder, dass Steven Spielberg im Booklet schreibt: "John Williams ist der größte musikalische Geschichtenerzähler für alle Zeiten".
Sehr beeindruckend ist "The Reunion", dessen Melodie auch der Titel "For Always" umfasst. Diese Melodie spiegelt alle Gefühle wider und ist mit Klavier gespielt trauriger denn je.
Williams stellt sein Können auch an anderer Stelle wieder unter Beweis. An der Stelle, wo David die anderen Roboter von ihm selbst sieht, kriiert Williams ein unheimliches, bedrückendes Thema. Beeindruckend.
Ebendfalls bringt er allgemein in der gesamten Musik eine mysteriöse Bindung ein, die nicht nach Zauberei kling, aber einfach robotermäßig. Man kann das schlecht beschreiben, man muss es einfach hören.
Ein Highlight dieser CD ist "Where Dreams Are Born". Die textlose Frauenstimme performt die wunderbare Meldie von "For Always" derart gefühlvoll, dass man weinen könnte. Diese Musik läuft auch als Abspannmusik.
Sehr empfehlenswert ist "The Surch For Blue Fairy". Die Melodie ist wieder stark emotional und wieder singt die textlose Stimme, die die Sehnsucht nach dem Menschenleben beschreibt.
Alles in allem ist "A.I." ein Werk voller Leidenschaft und Gefühlen, die sich keiner entgehen lassen sollte.