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A History of Violence
 
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A History of Violence

Viggo Mortensen , Maria Bello , David Cronenberg    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,81
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Produktinformation

  • Darsteller: Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris
  • Regisseur(e): David Cronenberg
  • Komponist: Howard Shore
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 24. März 2006
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 91 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000EBGC84
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.831 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

OFDb.de

Ein neuer Cronenberg läßt die Erwartungen immer ein wenig steigen und wenn eins sicher ist, dann daß man im Anschluß an den Filmbesuch ein wenig was zum Nachgrübeln hat, was der Regisseur uns damit wieder erzählen wollte.
Für manche ist die Existenz dieser Herausforderung zum Gedankenspiel schon Grund genug, die Qualität gegenüber der üblichen Massenware herauszustellen, der Großteil des Publikums hat leider meistens wenig Sinn für eventuelle Subtilitäten und ordnet die Filme jeweils nach ihrem Unterhaltungs- oder Gewaltpotential ein. Aber Film darf auch mal ruhig Arbeit sein.

In punkto Eindeutigkeiten düften sich auch an "A History of Violence" diverse Besucher die Zähne ausgebissen haben, vor allem wenn man noch in der Scanners- oder Videodrome-Phase steckengeblieben ist.
Cronenberg hat sich von der Verbindung zwischen psychologischen Abgründen und der Verformung des Fleisches als Materialisation der Psyche langsam aber sicher entfernt, sondern psychologisiert jetzt öfters "trocken", auch wenn die Gewalt als antreibende Kraft hier zwei-, dreimal in die Welt der Filmfiguren wie ein Sturm einbricht.

Trotzdem ist es weniger die Darstellung der Gewalt, die hier in Bilder gefaßt wird, als vielmehr die Auswirkung derselben auf Menschen und ihre Umwelt, speziell die Konstruktion der Familie. Wie schon in der Vorlage (übrigens kein Roman, sondern ein Comic), breitet das Skript vor uns eine amerikanische Kleinstadtidylle aus und unser Held Tom Stall hat mit Ehefrau, Teenagersohn und kleiner Tochter, könnte in früheren Zeiten durchaus rockwellsche Dimensionen gehabt haben.
Cronenberg gönnt seinen Charakteren viel Zeit zur Entwicklung, zeichnet Familienleben und die Einbindung in die Stadtgemeinschaft nach, stellt die Familie in die Balance. Und bringt sie dann zu Fall.

Der Einbruch der Gewalt durch zwei halb psychopathische Räuber in Toms Cafe, die er in einem Anfall akuter Notwehr geradezu brachial von dieser in die nächste Welt befördert, macht Tom zum Helden, fördert aber gleich noch mehr zwielichtige Gestalten zu Tage, speziell den Gangster Fogarty, die Tom für einen gewissen Joey Cusack halten, den Bruder eines Großbosses aus Philly.

Die ständigen Verdächtigungen und Provokationen bringen Mensch und Familie bald aus dem Gleichgewicht, Zweifel über Toms Identität schleichen sich ein, der Sohn löst schließlich einen schwelenden Schulkonflikt zum ersten Mal mit brutaler Gewalt, bis auch Tom alias Joey nichts anderes übrig bleibt, als sich den drei Männern zu stellen.

Das Skript stellt nicht die Frage, ob wir in einem bizarren Identitätenalptraum gefangen sind (nach "Spider" dürfte die Idee immerhin erlaubt sein), sondern beleuchtet mehr den Umgang mit der eigenen Identität, bzw. dem Ausmerzen einer vorherigen mit Stumpf und Stiel.
Tom, der von Viggo Mortensen geradezu schmerzhaft behutsam angelegt wird, bemüht sich intensiv, den Status Quo der Familie zu halten und kann doch nicht verhindern, daß seine Balance langsam zerbricht. Obwohl seine Frau glücklich hoch drei mit ihm ist, kann sie die vorherige Identität seinerseits nicht akzeptieren, was wohl zu einer der schmerzhaftesten und verzweifeltesten Liebesszenen seit Jahren führt, eine orgiastische Klammerei mitten auf einer Treppe, kurz vor einem hysterischen Weinkrampf.
Mehr und mehr jedoch taucht in Tom der Gangster Joey wieder auf und drängt ihn schließlich, die Vergangenheit nicht nur in sich zu begraben, sondern dies auch in der Realität zu tun, ohne Gewißheit, nur mit der Hoffnung, daß danach alles wieder ins Lot kommen könnte.
Mortensen ist geradezu beängstigend als Ruhepol, der dann im Augenblick der Gefahr zum eiskalten Killer mutiert, der mit aller nötigen Härte und Schnelligkeit ausmerzt, was ihm oder seiner Familie zur Gefahr werden könnte, notfalls auch den eigenen Bruder.

Die Aussage dahinter bleibt vage, der Film ist mehr Prozesschilderung als Analyse. Gewalt ist nicht böse, sie ist manchmal unausweichlich, das ist ein altes Western-Motiv, mit dem der Film viel zu tun hat. (Die Anfangssequenz mit den beiden Räubern vor einem Motel scheint erst tarantino-motiviert zu sein, bis man dann endlich das Leone-Zitat identifizieren kann). Aber hier hat Gewalt auch Konsequenzen und verändert das Gebilde der eigenen Existenz.
Deswegen bleibt der Film in seiner Schlußeinstellung auch wunderbar ambivalent. Die Unschuld des jüngeren Kindes bleibt unberührt, der Sohn stellt in einer Art traurigen Akzeptanz den Wunsch nach einem Vater scheinbar über die eigene Wut, während zwischen den Eheleuten fast angstvoll nach einem Schimmer von Hoffnung in den Augen des jeweils anderen gesucht wird.
Alles bleibt am Ende offen, aber wenn man dann in den Gewaltszenen relativ brachial zu sehen bekommt, wie Köpfe halb weggeschossen, Kehlen durchgetreten oder Nasenknorpel ins Gehirn getrieben werden, ist dies verständlich und auch, daß man zur Normalität nicht mehr so einfach zurückkehren kann.

Erzählkino ohne definitive Eindeutigkeiten, wenn auch manchmal mit einer fast enervierenden Detailfreudigkeit in der Konstruktion, ich bin erfreut. (8/10)

--- Silvan Prefetzky (Moonshade)

Produktbeschreibungen

Weil Coffeeshop-Wirt Tom Stall zwei brutale Räuber in Notwehr erschießt, wird er landesweit in den Medien gefeiert, was ihm aber gar nicht recht ist. Bald darauf taucht ein Fremder auf, der Tom von früher zu kennen glaubt und mit ihm abrechnen will. Gegen seinen Willen wehrt Tom sich seiner Haut. Was noch schlimmer ist: Er muss seiner Familie erklären, wie es zu dieser Verwechslung

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Tom Stalls ist Besitzer eines Imbisses irgendwo im ländlichen USA, ein freundlicher, liebenswerter Mann um die 40, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern den amerikanischen Traum zu leben scheint. So weit so gut, aber es gibt auch andere gefährliche Zeitgenossen wie die beiden Killer, die der Film zuerst vorstellt und die jedes menschliche Empfinden verloren haben. Als die widerwärtigen Mörder in Toms Imbiss gehen, setzt dies eine Kette von Ereignissen in Gang, die vieles in Frage stellt. Ist Tom gar nicht der, der er zu sein vorgibt? Wenn nein, wer ist dann Joey? Während sich Toms Sohn Jack, toll gespielt von Ashton Holmes, mobbender Klassenkameraden erwähren muss, tauchen weiter Gangster in den beschaulichen Ort auf.

Der Film ist ne Wucht, alle Schauspieler super!! Die Gewaltszenen sind allerdings sehr brutal, werden aber im Gegensatz zum Mainstream nicht um ihrer Selbst willen gezeigt. Sie sind realistisch brutal und damit entlarven sie die Gewalt als abstoßend. Das Wesentliche des Films ist meiner Meinung nach die hier stimmig und glaubwürdig vorgetragene tiefe humane Botschaft. Ein Klasse Film für Erwachsene, der nachwirkt!
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Biedermann und Brandstifter 22. September 2006
Von Klaus Stocker VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Regisseur Cronenberg ist immer dann besonders gut, wenn der Stoff doppelbödig ist, sich überraschende charakterliche Metamorphosen vollziehen und sich zunächst verborgene moralische Abgründe auftun.

Dieses Wandern am Grat der menschlichen Ambivalenz, die einen Biedermann als Brandstifter, einen Wohltäter als Täter identifiziert, liegt ihm und lässt seine Filmerqualitäten in hohe Höhen aufsteigen. Dann ist seine künstlerische Handschrift sehr einzigartig unter denen der Hollywoodveteranen. Im Mainstream hatte Cronenberg Erfolge mit "The fly", im Gedächtnis blieben aber auch abseitige und ungewöhnliche Thriller wie "Dead zone" oder "Videodrome" und verstörende Charakterstudien wie "Crash". Nahezu jeder dieser Filme beschrieb, wie schnell die dünnen Linien zwischen den Licht- und Grauzonen unserer Moral überschritten sein können.

Auch in "History of Violence" vollzieht sich eine Wandlung. Ein treusorgender Familienvater wird mit seiner gewalttägigen Vergangenheit konfrontiert. Und wie in einer Drogenkarriere, die nie wirklich beendet ist, greift er erneut zu dem Gift, setzt Gewalt ein, zunächst nur um das Eindringen seiner Vorgeschichte in's Heute zu verhindern. Dann jedoch überschreitet er die Grenzen der Selbstverteidigung, wird Täter. Wir wissen nicht, wie wir dazu stehen sollen. Eine eindringliche psychologische Reflexion über Lüge, Gewalt und Doppelmoral im Thrillergewand. Cronenberg's brillante, glasklare Bildsprache, wie er Gesichter und amerikanischen Regionalismus zeigt, ist ideal, um in Eindeutigkeit die Zweideutigkeit vorzuführen. Ein außergewöhnlicher, sehenswerter Film. Einer der besten in Cronenberg's Schaffen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Retro Kinski TOP 500 REZENSENT
Format:Blu-ray
Ja, die Erwartungen an einen neuen "Cronenberg" sind doch stets immer hoch. Auch und gerade nach seinem letzten Film "Spider". Ich kenne alle seine Filme und die dazugehörige Primär -und Sekundär Filmliteratur und mir ging es ebenso. Und dann waren dann doch viele enttäuschte Kinobesucher nach dem Film um mich herum. Warum eigentlich ? Was waren die Erwartungen ? Der Film wurde meines Erachtens im Vorfeld ungewöhnlich breit in den Overground Medien gefeatured.

Ehrlich gesagt, wann verbleibt man schon mit einem positiven Hochgefühl nach einen Cronenberg Film zurück ? Die Zeiten der lauten Töne a la "Fliege" sind schon ein wenig her. Er ist doch letztendlich ein Meister der langsamen und leisen Töne, des teils versteckten und langsam wirkenden Grauens. Und so hat der Film auch seine langsamen Passagen mit erstaunlich einfachen Dialogen und wenig Komplexität. Einfachen Gemütern, die mit handelsüblichen Action Thrillern gross gewordenen sind wirds hier langweilig....zugegeben.

Heftig aufwühlend, schnell und brutal wird es nur bei den 3-4 Schieß- bzw. Kampfszenen. Welcher Regiseur lässt schon nach ca. 2 Minuten ein kleines Kind aus nächster Nähe erschießen ? In ersten Minuten denkt man in einem Roadmovie von Tarantino zu sein. Generell drückt Cronenberg auch im Detail den Special Effects seinen eigenen kleinen Gore-Stempel auf. Zitat aus dem Publikum "der Cronenberg - die Sau".......das ist erfrischend.

Eigentlich fand ich auch erst den Film zu langsam, aber nachbetrachtend verhilft dies dem Film zu einem unheimlich grossen Realismus. Der Kontrast zwischen den überwiegenden ruhigen Szenen und den vereinzelten extremen und schnellen Gewaltausbrüchen symbolisieren geradezu meisterlich die Zerissenheit der Hauptfigur mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben. Doch wenn er gefordert wird, wenn es aus ihm raus bricht dann kann er es in voller Härte ausleben.

Erfrischend anders war auch der für Cronenberg Filme zumindest untypische und augenzwinkerfreie Humor. In einigen Szenen wurde wirklich gelacht, das kann man ja nicht bei allen Filmen von ihm behaupten. Unheimlich gut schildert er die Wandlung der Stimmung innerhalb der Famile, die verschiedenen Zerreißproben zwischen Angst, Zusammenhalt, Loyalität, Hass, Liebe.......schauspielerisch wird hier erste Sahne geboten - und zwar nicht nur von den Hauptpersonen, sondern auch allen Nebendarstellern. Die o.g. Gefühlsdimensionen kommen wirklich sehr deutlich rüber. In Kombination mit den unspektakulären, einfachen Dialogen kommt man richtig rein in den Film und lebt quasi mit....das erreichen nicht viele Filme.

Es ist nicht mein Lieblingsfilm von David Cronenberg aber dennoch ein Film der weit über vieles was sonst so angeboten wird hinausragt. Schauspielerisch meisterhaft, im Tempo gewöhnungsbedürftig und kantig, (noch) keine Massenware eben. Ich gebe ihm 4/5 Sterne.

4/5 Sterne
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Hammerfilm
Dieser Film ist herausragend. Unglaublich, was Cronenberg und Mortensen hier gelungen ist. Und ebenso in "eastern promises - tödliche Versprechen". Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Martina31 veröffentlicht
Seichte Unterhaltung
Habe den Film im Doppelpack mit "Shoot 'Em Up" erworben, welchen ich bereits kannte. Ich hatte mich auf andere Rezesionen verlassen, wurde aber maßlos enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Haieck veröffentlicht
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Veröffentlicht am 13. April 2010 von Amigo Del Sol
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Die erste Hälfte gehört zu dem besten was ich je auf einer Silberscheibe gesehen habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. September 2009 von Noine
Meisterhafte Gewaltsudie und Destruktion des amerikanischen Traums
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Veröffentlicht am 16. Juli 2009 von Florian Hoffmann
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Toller und packender Thriller dank eines talentierten Regisseurs
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Veröffentlicht am 18. November 2008 von Mirko Schmit
Gewalt und Leidenschaft
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Veröffentlicht am 11. November 2008 von zopmar
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