In den letzten Jahren gesellen sich zu den verdienten Oldschool-Haudegen auch noch - gar nicht so wenige - Protagonisten einer "New Wave of Oldschool-Death Metal". Ich sage nur Funebrarum
The Sleep of Morbid Dreams, Puteraeon
The Esoteric Order, Undead Creep
The Ever-Burning Torch, Demonical
Death Infernal, Vanhelgd! Manchmal sind Frischlinge am Werk, manchmal aber auch Altverdiente (noch ein Stichwort:
Necronaut), wie auch hier, bei Vallenfyre: Greg Mackintosh (Paradise Lost), Hamish Glencross (My Dying Bride), Adrian Erlandson (Paradise Lost, At The Gates), Scoot (Extinction Of Mankind
Ale to England)!
Paradise Lost schimmern in vielen Momenten durch, zuweilen flackert auch My Dying Bride-artiges auf, aber es regiert unbeirrt Oldschool-Death pechschwarzer Ausprägung, der sich überaus gekonnt im Spannungsfeld von schwerem Doom, viel Midtempo und zahlreichen Tempo-Attacken bewegt, und der, dies ist das Hauptargument von "A Fragile King", mit zahlreichen einprägsamen Harmonien aufwartet!
Mackintosh kann überraschender Weise richtig fies singen und bringt artikulierte Growls von Wiedererkennungswert, die etwas an einen gedrosselten Chris Reifert
Mental Funeral (Special Edition) gemahnen, die Gitarren braten à la early Entombed
Left Hand Path, wie in schönsten Sunlight Studio-Tagen (man kann hier durchaus von einer Reminiszenz an den Stockholm-Death der Spätachtziger und Frühneunziger sprechen), aber auch frühe Celtic Frost
Morbid Tales sind allgegenwärtig und ein klein wenig Crust
Sonic Mass ist zu verorten. Die Drums bollern, der Bass pumpt, die Produktion ist fett, aber nicht überproduziert (und diese Rezension mit all ihren Links hoffentlich noch lesbar).
Ich bin begeistert! Ich und meine Nachbarn hören derzeit nichts Anderes mehr. (And Deathcore-pussies cry when they hear this.)