Das, meine lieben Damen und Herren, ist Florence Rawlings - eine zarte, zwanzigjährige Newcomerin
aus dem verregneten London, die uns mit ihrer unvergleichlichen Stimme die gute alte Soul-Musik
wieder ins Herz singen möchte. Und was soll ich sagen? Mein Herz bubbert!
Florence gelingt in ihrem Debut-Album der galante Spagat zwischen rockigen, souligen, bluesigen,
poppigen und countryigen Nummern. Jedes Lied für sich ist eine kleine Welt, in die man hineintaucht, in
der sie uns mit ihrer Stimme den Tag versüßt.
Der Opener "Wouldn't treat a Dog" ist ein sanfter Blues-Song mit tollen Lyrics. "The only woman
in the world" dagegen geht in die rockig-soulige Richtung und - schwupps - schon wippt der Fuß
mit und man lässt sich verzaubern. Das folgende "Riverboat" ändert schon wieder die musikalische
Windrichtung, zurücklehnen und einfach genießen. Schon nach diesen ersten knapp 10 Minuten wird
klar - wir haben es hier mit einer besonderen Newcomerin zu tun. Mit "Jump on the Wagon" ist mein
derzeitiges Lieblingslied von "A Fool in Love" - beim Hören habe ich ein über's gesamte Gesicht
sich ziehende Grinsen und es macht einfach tierisch viel Spaß - das ist gute Musik!
"Wolf Man" ist Swing und Blues in seiner reinsten Form. Wow! " A Fool in Love", ein Cover der
Grand Dame des Rock-Pop Tina Turner, muss sich hinter ihr alles andere als verstecken - stellenweise
klingt es sogar besser als das Original. Die erste Single-Auskopplung "Hard To Get" gibt einen
wunderbaren Vorgeschmack auf das Album - rockig und swingig. "Can't hold your hand" schlägt zum
ersten Mal ruhigere Töne an, und - was keine Überraschung ist - auch dieses Lied ist voller
Stimmkraft, Leidenschaft und Power! Das dramatisch klingende "Take me in your Arms and love me" ist ein gelassener
Song im Gewand der 60er Jahre. Das nun folgende "Can't catch me" ist wieder eine musikalische Granate
mit countryiger Sprengkraft - auch hier wieder: Wow! Mit "A Dollar of my pain" dreht sie der Rock-Musik
den Rücken zu und gesellt sich wieder zum guten, alten Blues, der mit einer stimmlichen Hingabe gesungen
wird, Sie können es sich nicht vorstellen. Das abschließende "Love can be a Battlefield" ist balladesker
Natur und schwebt die 5 Minuten über durch die Lautsprecher sanft in die erfreuten Ohren des Hörers.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich für Florence Rawlings hoffe, dass sie in Deutschland
musikalisch Fuß fassen kann und ihre Plattform bekommt, denn ein solch gutes und vor Kraft strotzendes
Album sollte jeder Freund guter Musik in seinem CD-Regal (oder Laptop oder iPod) haben.
Geben Sie Florence Rawling die Chance auch Sie zu verzaubern und in ihre Welt voller Blues und
Swing und und und zu entführen. Sie werden die Reise nicht bereuen, glauben Sie mir!