Der aus Belfast stammende irische Hetero Kenny folgt seinem Freund Byron nach London. Doch statt dem vermeintlich guten Job und der schicken Wohnung hält sich dieser mit bezahlten Blowjobs in einem Schwulen-Pub über Wasser. Kenny ist zwar schockiert, muss aber schon bald erkennen, dass die Straßen der Stadt nicht mit Gold gepflastert sind und auch sonst niemand auf ihn gewartet hat. Also tut er es seinem Freund gleich und ist schon bald voll in seinem Element. Als Byron eines Abends erfährt, dass ein Typ namens "The Queen" ermordet wurde, erzählt er Kenny die sagen-umwobene Geschichte des "Golders Green", einem orthodoxen Juden, der zu Hause eine Matratze voller Geldscheine haben soll, aus der er dann freigiebig an seine Lover verteilt. Die beiden beschließen "Golders Green" auszurauben und stecken schon bald mitten in einem turbulenten Kriminalfall, in dem andere Schwule, alternde Tunten, eine gewaltbereite Lesbe und ein notgeiler Zwerg eine Rolle spielen...
Hochgradig politisch unkorrekte Krimi-Gay-Komödie aus England aus dem Jahre 2002, in dem ohne Rücksicht auf Verluste über schwule Klischees, urbane Mythen, Heten, Lesben und sonstige Stereotypen hergezogen wird. Das Ganze agiert immer hübsch an der Grenze zur Geschmacklosigkeit (und manchmal auch etwas darüber hinaus) und ist auch stets sehr temporeich und witzig inszeniert. Statt übermäßig nackter Haut gibts derbe Sprüche unterhalb der Gürtellinie, groteske Situationskomik im Sekundentakt und jeder Menge sympathischer Darsteller, die von einem unpackbaren Moment in den nächsten taumeln. Für zartbesaitete Zuschauer nur beschränkt empfehlenswert, kommen Freunde von etwas abseitigen Humor und die Gay-Community voll auf ihre Kosten! Böse, aber lustig!