Damien Rice ist zurück, mit einer Wucht von melodischer und gefühlsstarker Musik. Jeder einzelne Titel brennt sich einem sofort ins Gedächtnis und gesellt sich zu Damiens anderen Meisterstücken wie "The Professor", "The Blower's Daughter" oder "Amie".
Auf "9" besitzt jedes, wirklich jedes Lied seine eigene Note. Kein Song ist wie der andere, kein Song ist unmotivierend.
Es gibt ruhige, sehr pianolastige Stücke wie "9 crimes" oder "Accidental Babies"(Eines der schönsten Lieder, das ich je gehört habe), etwas poppige Kost, ohne aber aufdringlich zu werden in "Rootless Tree", und natürlich viel Altbewährtes mit zurückhaltenden Instrumenten und wunderschönen Melodien. In "Me, my yoke, and I" gibts sogar - für Damien ungewöhnlich - E-Gitarrenparts zu hören.
Insgesamt kann man sagen, dass sich Damien melodisch enorm weiterentwickelt hat. Er bleibt seinem Stil treu und streichelt unsere Ohren wieder mit wunderschön geschmeidigen und emotionsstarken Liedern. Meiner Meinung nach sein bestes Album bisher, und ich frage mich mal wieder, wie man das noch toppen kann.
Man fühlt sich wie im Frühling, oder wie im Winter, je nach Gefühlslage. Jeder hat schonmal herb eingesteckt, viele haben ein gebrochenes Herz. Ich denke, besonders für diese Menschen ist Damien Rice ein Begriff. Man kann seine Musik bei jeder Laune hören, ob man nun auf Wolke 7 schwebt oder in einem tiefen Loch steckt. Bei Damiens Musik werden deine Gefühle entfesselt, und das ist wunderbar. Lasst es euch nicht entgehen.