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Eine übergreifende Maschine, bekannt unter dem Namen "Die große Maschine", hat sich zusammen mit allen anderen Maschinen der Menschheit bemächtigt und diese restlos ausgelöscht. Doch unscheinbare kleine Wesen aus Stoff, erfunden von einem Wissenschaftler in den letzten Tage der menschlichen Existenz, haben sich zu einer Mission zusammengeschlossen: in der Postapokalypse zu überleben.
Nur eines von Ihnen, Nummer 9, hat die notwendigen Führungsqualitäten, um alle gemeinsam gegen die Maschinen aufzubringen.
Mit dem gleichnamigen animierten Kurzfilm wurde Regisseur Shane Acker 2004 für den Academy Award nominiert. Nun hat er die Geschichte zu einem abendfüllenden Kinofilm erweitert. Unterstützung fand der Newcomer bei niemand Geringerem als Tim Burton (Nightmare before Christmas) und Timur Bekmambetov (Wanted). Herausgekommen ist ein actionreicher und intelligenter Puppenfilm für Erwachsene, der trotz klarer Tim-Burton-Handschrift eigenständig geblieben ist.
Film Presseheft UIP
Hinter dem Kino-Debüt der Animationsentdeckung Shane Acker stehen mit Tim Burton (Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche, Nightmare Before Christmas) und Timur Bekmambetov (Wanted, Nightwatch) gleich zwei der wichtigsten Leinwandvisionäre unserer Zeit. Und genau diese Mischung - Burtons Liebe für das Sonderbare und Bekmambetovs unzähmbare Action - beschreibt #9 wohl am besten.
Nur noch Ruinenfelder erinnern irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft an die Menschheit. Alles Leben scheint verschwunden in einer staubverhangenen Postapokalypse. Doch mitten in dieser ausgestorbenen Welt keimt neue Hoffnung: ein kleines, puppenartiges Wesen, das auf seinem Rücken die Nummer 9 trägt. Völlig allein erwacht 9 in einem zerfallenen Haus, begegnet aber bald darauf 8 anderen seiner Art, die versuchen, in dieser gefährlichen Welt zu überleben. Natürlich schließt sich 9 der Truppe an, die immer auf der Flucht vor wilden Maschinenbestien ist, die erbarmungslos Jagd auf sie machen. Doch 9 kann die anderen überzeugen, dass sie herausfinden müssen, warum die Maschinen sie überhaupt zerstören wollen und was ihre wahre Bestimmung ist. Was die Gefährten erfahren, ist größer, als sie es sich je hätten vorstellen können - sie sind die letzte Hoffnung für das Leben selbst.
Basierend auf seinem oscarnominierten Animationskurzfilm hat Shane Acker ein energiegeladenes Epos geschaffen, das sich mit seinen Puppenpunks selbstbewusst einen Platz zwischen I am Legend und Wall.E - der Letzte räumt die Erde auf erobert. #9 ist ein kämpferisches, unverbrauchtes und neues Kinoerlebnis - voller Überraschungen, voller faszinierender Geschöpfe und so voller Leben, dass es die Genregrenzen klassischer Animationsfilme weit hinter sich lässt.
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Der Animationsfilm weist eine phantastische Bildqualität auf. Die Farben sind sehr stimmig. Es gibt sehr erdige und bronzene Töne, die feinsinnig aufeinander abgestimmt sind. Die Details und Schärfezeichnung sind sehr schön. Die Texturen sowohl des Stoffes der Puppen als auch von Eisenstücken wie eine Dose sind sehr genau dargestellt. Man kann bis in die kleinste Kleinigkeit erkennen, wie die Puppen geflochten sind. Auch kleine Unebenheiten auf metallenen Wänden sind filigran gezeichnet. Der Kontrast ist sehr ausgewogen. Der Film spielt in einer eher düsteren Welt, aber die Darstellung wird davon nicht betroffen. Das Bild wartet mit hoher Plastizität auf und hat eine grandiose Tiefenwirkung. Die Kompression arbeitet makellos und Rauschen gibt es nicht. Der Ton ist ebenfalls sehr schön ausgefallen. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen sehr gut wiedergegeben. Das Original ist dabei noch ein wenig stimmungsvoller ausgefallen. Bei den Actionsequenzen - dem Angriff der Maschinen oder dem Rückblick mit dem Krieg - wird ein Effektgewitter abgebrannt, das es in sich hat. Man hört das Wummern von Maschinengewehren so eindringlich, als stünde man daneben. Der Einschlag von Kugeln und Kanonen auf dem Boden reicht wahrlich weit. Auch in ruhigen Momenten ist der Ton sehr vital ausgefallen. Als 9 erwacht, rollt ein Kronkorken durchs Bild. Man kann diesem direktional folgen. An Bonusmaterial ist auch einiges geboten. Neben einem etwas technischen Audiokommentar sind verschiedene Featurettes enthalten. Hier präsentiert Shane Acker eine Tour durch das Produktionsstudio. Außerdem erzählt man, wie der Kurzfilm entstand und wie dieser zur Basis des Langfilms wurde. Weitere Dokumentationen beschäftigen sich mit dem Design des Films. Es gibt ein paar entfallene Szenen, die aber nur aus Animatics und Storyboards bestehen. Außerdem hat man noch den originalen Kurzfilm auf der Scheibe untergebracht. Shane Acker hat hierzu einen optionalen Audiokommentar gesprochen. --movieman.de